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Hewitt muss 249 Millionen Dollar abschreiben

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Der Human-Resources-Outsouring-Anbieter hat die Kosten seines Wachstums unterschätzt.

Der auf das HR-Outsourcing (HRO) spezialisierte Anbieter Hewitt musste in seinem zweiten Geschäftsquartal Einmaleffekte in Höhe von 249 Millionen Dollar abschreiben. Damit rutschte das Unternehmen tief in die roten Zahlen: Wie erst gestern bekannt wurde, lag der Nettoverlust im Ende Juni abgelaufenen dritten Quartal bei 202,2 Millionen Dollar. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte Hewitt noch einen Gewinn von 33 Millionen Dollar erwirtschaftet. Die operative Marge des Geschäftsbereichs drehte von ehemals 20 Prozent in den negativen (unteren zweistelligen) Bereich. Der Umsatz ging um zwei Prozent auf 698,2 Millionen Dollar zurück.

Hewitt war mit dem Kauf von Exult vor zwei Jahren zum weltgrößten HRO-Anbieter aufgestiegen. Nach der Übernahme konnte der Outsourcing-Spezialist eine Vielzahl von Deals gewinnen, auch 2005 unterzeichnete er insgesamt 13 Verträge. Den damit verbundenen Kosten war er jedoch nicht mehr gewachsen.

"Wir haben zu viel und zu schnell angenommen", räumte CEO und Chairman Dale Gifford ein, der das Unternehmen Ende des Jahres verlässt (siehe Hewitt Associates findet neuen Chef). "Die Kosten und die Komplexität, die eine große Zahl an Deals in kurzer Zeit mit sich bringen, haben wir unterschätzt."

Wann die Sparte den Break-even erreichen werde, könne Gifford noch nicht sagen. Er hoffe aber, dass sein Nachfolger Russel Fradin das Ruder herumreißen werde. Fradin war zuletzt Chef des Serviceanbieters Bisys und davor sieben Jahre bei ADP. Damit bringt der Manager eine Menge Erfahrung im HR-Outsourcing mit.

Die Probleme im HRO-Geschäft hatten sich bereits vor einem Jahr angedeutet. Damals hatte Gifford erklärt, dass sein Unternehmen aufgrund von Kapazitätsengpässen künftig nur noch sehr selektiv an Ausschreibungen für neue Aufträge teilnehmen werde. Im Februar gab Hewitt bekannt, dass die 2005 unterzeichneten Verträge die operative Marge des Geschäftsbereichs erheblich schmälern würden. (sp)


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