computerwoche.de
Newsletter  |   CW-TV  |   Bilder-Galerien  |   Blogs & Forum  |   CW mobil  |   RSS  |   Aboshop


IT-Services

IT-Verträge: Wie man Fußangeln vermeidet

20.03.2006
Autor(en): Frank Koch, Rechtsanwalt in München.
Vereinbarungen über Entwicklungs- und Outsourcing-Projekte müssen verständlich formuliert sein, damit in Problemfällen einvernehmliche Lösungen gefunden werden können.

Hier lesen Sie ?

  • welche Änderungen ein Dienstleister im Rahmen des Change-Managements leisten muss;

  • wie lange Applikationen vom Anbieter gewartet werden müssen;

  • welche Pflichten Anwender in Projekten haben;

  • wie sich die problemlose Rückübertragung der Datenbestände bei Vertragsende regeln lässt.


Die IT-Verträgen zwischen Dienstleistern und Anwendern enthalten gerne bestimmte technische Begriffe und Beschreibungen von Abläufen, ohne dass diese vorher ausreichend definiert werden.

Die Rechtsprechung verpflichtet Dienstleister dazu, Software fünf Jahre lang zu warten, definiert die Aufgaben aber nicht. Verträge zwischen Anbieter und Anwender sollten daher Klarheit schaffen.
Die Rechtsprechung verpflichtet Dienstleister dazu, Software fünf Jahre lang zu warten, definiert die Aufgaben aber nicht. Verträge zwischen Anbieter und Anwender sollten daher Klarheit schaffen.

Solche Unklarheiten führen immer wieder zu Streit und Prozessen, die die angestrebten Einsparungen gefährden und verhindern können. Einige Beispiele sollen verdeutlichen, wie sich solche Probleme vermeiden lassen.

Change-Management: Wie teuer sind Änderungen?

IT-Projekte werden gegenüber dem ursprünglichen Plan oft geändert und ergänzt. Der Umgang mit derartigen Abweichungen wird in Verträgen unter der Bezeichnung "Change Management" erfasst. Allerdings fehlt in solchen Klauseln zumeist eine klare Unterscheidung zwischen zwei Arten von Änderungen, nämlich Mängeln, die der Anbieter kostenfrei beheben muss, und echten und damit kostenpflichtigen Leistungsänderungen beziehungsweise -erweiterungen, die der Auftraggeber wünscht. Ohne entsprechende Differenzierung kann der Anbieter sich im ungünstigen Fall auf die Position zurückziehen, sämtliche Änderungen dem Kunden in Rechnung zu stellen. Damit käme es zu der paradoxen Situation, dass der IT-Dienstleister mit selbst verschuldeten Mängeln zusätzlichen Umsatz generieren könnte. Im Interesse des Kunden sollte deshalb klar geregelt sein, dass der Anbieter fehlerhafte Implementierungen auf eigene Rechnung berichtigen muss.



Seite: 1 2 3 4  weiter



Leserkommentare 
(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

INHALT DIESES ARTIKELS Mehr zum Thema
IT-SERVICES: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
SIS-Chef Kollatz im Gespräch SIS-Chef Kollatz im Gespräch Christoph Kollatz hat den SBS-Nachfolger nach vielen turbulenten Jahren in die Gewinnzone geführt. Im CW-Interview erläutert er die Neuausrichtung. weiter
Hohe Fluktuation bei Logica Hohe Fluktuation bei Logica Durch Zukäufe ist Logica rasant gewachsen. An den deutschen Standorten wächst die Kritik an dieser Strategie. Deutschland-Chef Straß bezieht Stellung. ... weiter
Starthilfe für das SLA-Management Starthilfe für das SLA-Management SLAs verlieren sich oft im Detail: Verfügbarkeit, Leistung und Zufriedenheit - messen lässt sich vieles. Doch das Wie und Wann muss definiert werden. weiter
CW-Benchmark: Was darf IT kosten? CW-Benchmark: Was darf IT kosten? Laut Benchmark verwaltet eine Vollzeitkraft 48 Windows- oder Linux-Server beziehungsweise 63 virtualisierte Systeme. Ist Ihre IT auch so produktiv?  weiter
Reinhard Clemens im Interview Reinhard Clemens im Interview Der T-Systems-CEO schildert im CW-Gespräch vom Februar 2008 die Auswirkungen der Cognizant-Kooperation auf die Belegschaft und kündigt Anpassungen an. weiter
SIS-Chef Kollatz im Gespräch Hohe Fluktuation bei Logica Starthilfe für das SLA-Management CW-Benchmark: Was darf IT kosten? Reinhard Clemens im Interview
  • Top geklickt
  • Top verlinkt
  • Whitepaper
Computerwoche TV Frage der Woche

Wie wirkt sich die Übernahme von Bea durch Oracle auf die Kunden von Bea aus?

TESTEN SIE IHR WISSEN KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
Neu: SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security