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IT-Services
Gerhard Fercho im Gespräch

CSC -Abkehr von der Plönzke-Ära



"Ich möchte CSC nicht als Commodity-Anbieter positionieren" - Fercho, 2006

Gerhard Fercho, Juni 2008: Dank der großen Volumina sind wir sehr wettbewerbsfähig.
Gerhard Fercho, Juni 2008: Dank der großen Volumina sind wir sehr wettbewerbsfähig.

Einfachen Netz- und Desktop-Betriebsdiensten erteilte Fercho im Jahr 2006 eine Absage. Allenfalls als Mitnahmegeschäft in strategischen Kundenprojekten werde man Commodity-Aufgaben übernehmen. "Ich möchte CSC im höherwertigen Segment positionieren und nicht mit reinen Commodity-Anbietern um den günstigsten Preis konkurrieren", stellte Fercho damals klar. Zumindest die Abkehr von einfachen Vor-Ort-Betriebsdiensten war offensichtlich ein Missverständnis, zumal er im ersten Gespräch später auch einräumte: "Es werden sich auch große Outsourcing-Projekte im Bereich Applikations- und Infrastruktur-Management ergeben."

Gerhard Fercho, Juni 2008
lupe

Bilderstrecke: CSC-Deutschland-Chef Gerhard Fercho im Gespräch: "Wir haben einen kulturellen Wandel auf den Weg gebracht."

Trotz dieser unklaren Positionierung haben sich Erfolge eingestellt. Das im April 2008 bekannt gegebene und beworbene Abkommen mit Zurich Financial Services sieht den Desktop-Betrieb für die kommenden sechs Jahre für den schweizerischen Großkunden vor und sichert CSC Einnahmen von knapp 400 Millionen Dollar. Der Auftrag wurde allerdings nicht von der deutschen, sondern von der internationalen Organisation gewonnen. "CSC ist stark im Commodity-Geschäft aufgestellt. Dank der großen Volumina sind wir in diesem Segment sehr wettbewerbsfähig", sagt Fercho heute. Parallel dazu stärkt CSC das in Deutschland wichtige Projektgeschäft. Ziel einer neuen Organisationsstruktur ist, die Ausrichtung an Branchen zu verbessern und Kunden aus verschiedenen Industriezweigen Management-Beratung, Systemintegration sowie Applikationsbetreuung und Betriebsdienste aus einer Hand zu liefern. "In der höherwertigen Beratung hinkt CSC noch Konkurrenten wie IBM, Accenture und Capgemini hinterher", urteilt Hartmut Lüerßen, Partner der Lünendonk GmbH, ein.



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