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IT-Services

SOA stellt hohe Ansprüche an Berater

04.02.2008
Autor(en): Hadi Stiel, freier Journalist in Bad Camberg.
Die Service-orientierte Architektur ist ein wesentlicher Treiber des Consulting-Geschäfts. Wer nicht nur das klassische IT-Rüstzeug beherrscht, dem winken gute Erträge.

Damit die IT mehr zum Geschäftserfolg beiträgt, muss sie mit Organisation und Geschäftsprozessen nahtlos ineinandergreifen. Was auf den ersten Blick als Selbstverständlichkeit erscheint, fordert den Beratern Höchstleistungen ab. Viele von ihnen müssen als Know-how-Teillieferanten passen. Große Hoffnungen richten sich daher auf die Service-orientierte Architektur (SOA). Sie sei in der Lage, IT, Organisation und Geschäftsprozesse unter einen Hut zu bringen, glauben viele Branchenkenner. Demzufolge offensiv wird die Architektur nicht nur von klassischen Beratungshäusern vermarktet. Auch Systemintegratoren, Service-Provider und Hersteller versuchen, sich ein großes Stück vom Beratungskuchen abzuschneiden. Denn der Markt weckt Begehrlichkeiten. Dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) zufolge hat der deutsche Management-Consulting-Sektor 2006 um 11,4 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Für 2007 geht der BDU von einem ähnlich hohen Umsatzzuwachs aus.

Steiniger Weg zum Erfolg

Der reine IT-Beratungsumsatz sinkt. Das Gros der Einnahmen entfällt mittlerweile auf Strategie- sowie Organisations- und Prozessberatung.
Der reine IT-Beratungsumsatz sinkt. Das Gros der Einnahmen entfällt mittlerweile auf Strategie- sowie Organisations- und Prozessberatung.

SOA ist dabei ein treibender Faktor, konstatiert Robert Heinrich, Partner und Head of Advisory Services bei Ernst & Young. Da die Architektur nur als Modell existiere, fordere sie den Beratern aber viel Wissen, Erfahrung und Gestaltungsideen ab. "Die Consultants müssen nicht nur die IT gesamtheitlich durchdringen, sondern auch Prozesse designen, organisatorische und personelle Anforderungen bedenken, die Durchsetzbarkeit hinterfragen, Business-Pläne verstehen, betriebswirtschaftlichen Nutzen bewerten sowie Strategien und Risiken realistisch einschätzen", zählt Heinrich auf. Nur dann winke dem Anwender ein langfristiger Projekterfolg.

Heinrich sieht in Deutschland derzeit maximal fünf Beratungshäuser, die diesem umfassenden Anspruch gerecht werden. Vor allem bei vielen Anbietern aus der IT-Ecke macht er Rückstände in der Geschäftsorientierung aus. "Dabei entfällt auf die IT mittlerweile mit Abstand der kleinere Beratungsteil", räumt der Experte ein. Die BDU-Studie stützt diese Einschätzung. Demnach macht die IT-Beratung nur noch 25,2 Prozent des gesamten Consulting-Geschäfts aus. Auf Strategie- sowie Organisations- und Prozessberatung entfallen dagegen zusammen fast 65 Prozent.


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