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Mittelstands-IT
Hightech-Startups

Internationalisierung bedeutet Chance und Risiko



"Die ZEW-Studie belegt wieder einmal, wo die Stärken unseres Landes liegen: In Forschung, Entwicklung und Technologieführerschaft, die sich international voll auszahlt. Allerdings reicht eine reine Hightech-Orientierung nicht aus. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Managementwissen sind der Erfolgsgarant, wenn es darum geht, Hightech 'auf die Straße zu bringen'. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Viele Dotcom-Unternehmen sind in den Jahren 2000 bis 2002 an der fehlenden kaufmännischen Qualifikation kläglich gescheitert. Und das, obwohl die Geschäftsideen und die Technologien in vielen Fällen sehr gut waren", betont Udo Nadolski, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Harvey Nash.

Start-ups, die sich international ausrichten, sollten nach Ansicht von Matthias Harsch, Sprecher der Geschäftsführung von Bizerba, die Technologie-Trends in den Ländern mit dynamischem Wachstum sehr genau analysieren. "Bei typischen Produktentwicklungszeiten von zwei bis drei Jahren im Investitionsgüterbereich müssen junge Unternehmen genau planen, was sie entwickeln und mit welchen Vertriebskonzepten sie auf den Markt gehen. Oft erlebt man besonders in Asien eine unglaubliche Offenheit und Affinität zu modernen Hightech-Produkten, die auch den menschlichen Spieltrieb ansprechen. Hier kann man ansetzen und oft sehr vernünftige Margen generieren", so die Erfahrung von Harsch, dessen Unternehmen weltweit operiert.

Marketingprofi Günter Greff sieht Nachholbedarf bei Unternehmensgründungen: "Wir brauchen in Deutschland mehr Hightech-Enthusiasten, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Wir benötigen junge und erfolgshungrige 'Silicon-Valley-Unternehmer' mit einer hohen Risikobereitschaft, mit einer engen Verzahnung von Marketing und Produktentwicklung sowie einer stringenten Internationalisierungs- und Marktführerschaftsstrategie", kommentiert Greff die ZEW-Studie. (pte)


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