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WLAN-Router

Siemens Gigaset SE366 WLAN überzeugt im Test

03.07.2008
Autor(en): Thomas Rau.
Der WLAN-Router Siemens Gigaset SE 366 WLAN ist mit fast 85 Euro teurer als ähnlich ausgestattete 11n-Router, verspricht aber höheren Bedienkomfort.

Drei Antennen bringt der Siemens Gigaset SE 366 WLAN mit: Zwei sind am Gehäuse angebracht, eine steckt drinnen. Der Router unterstützt Draft 2.0 des kommenden WLAN-Standards 802.11n. Mit seinen abgerundeten Ecken und dem grauen Einheitsgehäuse liegt der Gigaset-Router optisch genau zwischen trendigem Lifestyle-Gerät und öder Netzwerk-Box. Seine inneren Werte sind dagegen einwandfrei: Hier punktet er mit guten Transferraten und übersichtlicher Bedienung.

Tempo: Der Siemens Gigaset SE 366 WLAN erreichte insgesamt ein ordentliches Übertragungstempo. Auffällig: An jedem Messpunkt (3, 10 und 20 Meter) erzielte er überdurchschnittliche Transferraten in Richtung Gegenstelle (hauseigener Adapter Gigaset PC Card 300 beziehungsweise Notebook mit Centrino-11n-Modul). Beim Empfangen von Daten lag er aber bestenfalls im Mittelfeld. Mit dem eigenen Adapter blieb die Datenrate auch über 20 Meter stabil hoch (65 MBit/s), während sie mit dem 11n-Notebook mit zunehmender Messdistanz von 77 über 55 auf 42 MBit/s abfiel.

Sicherheit: Der Router unterstützt WPS (Wi-Fi Protection System) – damit kann er mit einer entsprechenden Gegenstelle entweder per Knopfdruck oder durch Pin-Eingabe eine verschlüsselte Verbindung aufbauen. Bei jedem Log-In ins Konfigurationsmenü weist der Router auf bestehende Sicherheitsrisiken hin, zum Beispiel ein noch nicht abgeändertes Kennwort oder eine nicht verborgene Netzwerkkennung. Ebenfalls vorbildlich: Der Fernzugriff auf den Router per Internet lässt sich erst einschalten, wenn man das Standard-Kennwort ändert.

Ausstattung: Der 4-Port-Switch des Siemens-Router arbeitet mit Fast-Ethernet-Tempo – wie bei den meisten Router unter 100 Euro. Zusätzliche Schnittstellen außer dem WAN-Port für die Verbindung zum DSL-Modem bringt das Gigaset SE 366 WLAN nicht mit. Dafür unterstützt er WDS (Wireless Distribution System).

Handhabung: Das Konfigurationsmenü ist übersichtlich aufgebaut. Der Router muss aber jedes Mal neu gestartet werden, um neue Einstellungen zu übernehmen – das dauert rund 45 Sekunden und nervt sehr, wenn man beim ersten Einrichten viel im Menü verändert. Beim Einrichten der Online-Verbindung und der Sicherheitseinstellungen unterstützt ein Assistent den Anwender. Handbuch und Konfigurationsmenü sind auf Deutsch.

Ergonomie: Bei der Leistungsaufnahme lag der Siemens Gigaset SE 366 WLAN im Mittelfeld. Ohne Datenübertragung nahm er 5,8 Watt zu sich – ein recht guter Wert. Seine 8,5 Watt beim Übertragen sind dagegen ein hoher Wert für einen Router ohne Gigabit-Switch.

Fazit: Der Router überzeugte mit übersichtlichem Menü und vernünftigen Sicherheitseinstellungen. Für diese Sorgfalt des Herstellers zahlen Sie aber auch rund 15 bis 20 Euro mehr als bei vergleichbar ausgestatteten Routern. Das Transfertempo des Siemens SE 366 WLAN ging in Ordnung.

Alternative: Günstiger und schneller ist der Belkin F5D8233de4, dessen Konfigurationsmenü aber weniger Optionen bietet. Der Netgear WNR3500 empfiehlt sich für Anwender, deren LAN mit Gigabit-Tempo arbeitet.


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