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Strom und Geld sparen mit Thin Clients

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Die deutsche Firma Igel Technology hat sich mit dem Fraunhofer-Institut zusammengetan und nicht nur am Arbeitsplatz der Zukunft geforscht, sondern auch Studien zur Ökologie angestoßen.

Im Jahr 2020 werden 80 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland mobile "E-Worker" sein, erwarten die Marktforscher der Future Foundation. Das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) entwickelt unter dem Projektnamen "Office 21" deshalb ein Arbeitsplatzkonzept, das den zukünftigen Anforderungen gerecht werden soll. Laut IAO besteht der Arbeitsplatz der Zukunft aus einem drehbaren Tisch und drei Monitoren, die je nach Bedarf von nur einem Mitarbeiter oder für ein Team-Meeting genutzt werden. Dabei kann sich ein Mitarbeiter an jedem beliebigen Platz im Haus anmelden und bekommt dort seine gewohnte Umgebung bereitgestellt: Von der PC-Einstellung bis zum Telefon ist die Büroumgebung personalisiert.

Igel Technology aus Bremen glaubt, dass heutige Thin Clients bereits die Anforderungen an Multi-Display-Arbeitsplätze erfüllen, da sie bis zu vier Monitore betreiben können. Eine Applikation kann dabei einem Bildschirm fest zugewiesen oder über mehrere Monitore verteilt werden. Noch flexibler arbeiten mobile Thin Clients, die über ein WLAN den Zugriff auf relevante Daten in Echtzeit von überall aus erlauben.

Auch in puncto Energieverbrauch haben Thin Clients gegenüber herkömmlichen PCs Vorteile, glaubt Igel und unterstützt deshalb die Studie Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik "UMSICHT" des Fraunhofer Instituts, die jetzt vorliegt. Die Wissenschaftler haben unter anderem den Energieverbrauch von Client-Systemen untersucht, da PCs für 0,5 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich sein sollen, wie die Analysten von Gartner ausgerechnet haben.

Für herkömmliche PCs haben die Fraunhofer-Analysten eine durchschnittliche Stromaufnahme von 85 Watt ermittelt. Für Thin Clients ergab sich ein Wert von nur 16 Watt. Da beim Server-based Computing nur am Server gerechnet wird, wurde die Stromaufnahme des Servers anteilig je Thin Client auf zusätzlich zwölf Watt geschätzt (bei nur 20 Clients je Server). Berücksichtigt man noch den Kühlbedarf des Servers, dann muss man je Thin Client von einer gesamten Stromaufnahme von 41 Watt ausgehen, was weniger als die Hälfte eines PCs ausmacht. Da PCs meist aber in einem Client-Server-Verbund arbeiten, müsse für die PCs ebenfalls die Energieverbräuche des Servers aufgeschlagen werden, so der Thin-Client-Hersteller.

Die Energieeinsparung geht einher mit geringeren Stromkosten. Auch dafür gibt es Beispielberechnungen: Bei einem angenommenen Strompreis von 15 Cent je Kilowattstunde und einer Betriebsdauer von täglich acht Stunden ergeben sich bei einem PC-Arbeitsplatz jährliche Stromkosten in Höhe von 22,35 Euro. Sind 1.000 PCs installiert, müssen dem Stromlieferant 22.350 Euro überwiesen werden. Im Vergleich dazu kostet ein Thin Client inklusive anteiliger Server- und Kühlkosten nur 10,82 Euro im Jahr. 1.000 Thin Clients verursachen jährlich Energiekosten in Höhe von 10.820 Euro – nur rund 51 Prozent der PC-Stromrechnung.

Heiko Gloge, Igels Chef und Miteigentümer, unterstützt das Fraunhofer Institut bei zwei weiteren Umweltstudien: Recycling sowie Produktion/Rohstoffgewinnung von Clients (kk)

Das ist Igel Technology:

Igel Technology wurde 2001 gegründet. Das Unternehmen ging aus der Abteilung Netcom des alteingesessenen Bremer Handelshauses Melchers hervor. Heiko Gloge leitete als Prokurist die Abteilung und gründete Igel aus. Er ist zusammen mit Melchers auch Eigentümer des Thin-Client-Herstellers Igel belegt nach Angaben von IDG europaweit Rang vier unter den Thin-Clinet-Lieferanten und soll in Deutschland Marktführer sein. Geschäftsführer Gloge ist Gründungsmitglied des Branchenverbandes European Thin Client Forum (ETCF) und seit Januar 2007 Vorsitzender des BITKOM-Arbveitskreises Thin Client & Server Based Computing.



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