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Der Druck auf die IT wächst

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von Jan-Bernd Meyer, COMPUTERWOCHE-Redakteur
Im Jahr 2007 hat die Menschheit mehr Kohlendioxid freigesetzt als jemals zuvor. Das Öko-Verhalten muss sich radikal ändern.

Als vor zwei Wochen das Global Carbon Project (GCP) seine Kohlenstoff-Bilanz vorlegte, bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen in Sachen Umweltzerstörung: Die CO2-Emission lag noch über den pessimistischsten Annahmen, die die Forscher des Weltklimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) formuliert hatten. Und sie lagen weit über den Schadstoffgrenzen, die das Kyoto-Protokoll festgeschrieben hat. Die Menschheit hat im vergangenen Jahr 36,5 Milliarden Tonnen des Treibhausgases in die Atmosphäre geblasen - eine Steigerung um 2,8 Prozent gegenüber 2006.

Nach einer Berechnung von Gartner ist die ITK-Branche für zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Damit trägt die Informationstechnologie im gleichen Maß zur Umweltverschmutzung bei wie der weltweite Flugverkehr oder wie 320 Millionen Kleinwagen. Um diese Kohlenstoffbelastung zu neutralisieren, brauchte es pro Jahr rund 60 Milliarden Bäume.

Die Umweltbelastung steigt

Wasserkraftwerke sind eine Option von umweltverträglicher Energiegewinnung.
Wasserkraftwerke sind eine Option von umweltverträglicher Energiegewinnung.

Anders als im Kyoto-Protokoll vereinbart, sinkt die Umweltbelastung nicht. Ganz im Gegenteil nimmt sie sogar zu. Dabei haben die westlichen Nationen keinen Grund, mit dem Finger auf Indien und China zu deuten. A.T. Kearney hat in der Studie "Von Green IT zu Green Business" berechnet, dass sich die CO2-Belastung der Umwelt durch den Energieverbrauch der ITK in Unternehmen allein in Deutschland von zehn Millionen Tonnen im Jahr 2000 auf 31 Millionen Tonnen im Jahr 2020 mehr als verdreifachen wird - wenn es keine Gegenmaßnahmen gibt.

Einer Studie des Borderstep-Instituts zufolge hat sich der Energiebedarf von Rechenzentren in Deutschland in der Zeit von 2000 bis 2006 auf rund 8,7 Milliarden Kilowattstunden mehr als verdoppelt. Um den Energiebedarf der etwa 50 000 Data Center hierzulande zu decken, die pro Jahr rund 5,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid erzeugen, wären drei Kohlekraftwerke nötig. Wenn keine Anstrengungen unternommen werden, den Energiekonsum drastisch einzuschränken, wird der Stromverbrauch von Rechenzentren bis zum Jahr 2010 von 8,7 auf 12,88 Milliarden Kilowattstunden steigen, prognostizieren die Forscher.

Man kann die Rechnung auch anders herum aufmachen: Borderstep ermittelte, dass sich zwischen 2000 und 2006 die Stromkosten aufgrund der gestiegenen Energiepreise mehr als verdreifacht haben. Das Berliner Institut hatte die Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) erarbeitet.

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(1 Beitrag), 
Kommentieren
Sixtl15
Seltsam, immer wieder werden Schreckgeschichten über das ach so giftige CO2 verbreitet. Der Anteil an CO2 in der Atmosphäre ist genau 0,38 % und in den letzten 100 Jahren um 0,04 % angestiegen, wogegen der Anteil des Wasserdampfes zwischen 2 und 4 % schwankt, aber außer Acht gelassen wird. Zur Panik dürfte also wenig Grund bestehen. Aber Angst und Panik sind immer schon gute Grundlagen für gute Geschäfte gewesen. Im Mittelalter die Angst vor Sündenstrafen für den Ablaßhandel nun die Angst vor CO2-Sünden und deren Folgen, damit läßt sich der breiten Bevölkerung das Geld prächtig aus der Tasche ziehen. zum Beitrag


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