Nach dem Zinkbad ist das Material schwerer, nach dem Kantenzuschnitt wieder leichter: "Aus Merkmalsbeschreibungen können wir Stücklisten und Arbeitspläne erzeugen. So etwas wäre im SAP-Standard gar nicht abzubilden", so Vorstand Theodor Wuppermann. Zuvor betrieb das Unternehmen schon eine Nischenlösung mit ähnlichem Funktionsumfang. Deren Hersteller ist aber bereits vom Markt verschwunden.
Glaubt man den Äußerungen der Hersteller, so fehlt es noch oft am Verständnis bei den Anwenderunternehmen. Ein Problem dabei ist schlicht die Grenzziehung zwischen ERP und MES. Wie weit in die Fertigung reicht die ERP-Umgebung, und wann im Prozess übernimmt das MES? "Im Grunde könnte bei uns das MES fast alle Aufgaben des ERP-Systems erfüllen, wenn wir es wollten", gibt IT-Leiter Falk von Rietschle Thomas zu bedenken.
Obwohl es schon länger Lösungen gibt und Fachleute die Lücken zwischen ERP- und Produktionswelt erkannt haben, hat sich MES nie auf breiter Front durchgesetzt. Wohl nicht zuletzt deshalb, weil sich die oft vergleichsweise kleinen MES-Hersteller bislang kaum Gehör verschaffen konnten. Firmen wie Wonderware hoffen nun, dass SAP das Bewusstsein für das Thema in den Führungsetagen weckt.