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Firmen sind bei Investitionen in Business-Software vorsichtiger

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von Frank Niemann, COMPUTERWOCHE-Redakteur
Unternehmen möchten zwar weiterhin in neue ERP-Software, zusätzliche Module und Updates investieren, doch in der Krise wächst die Gruppe derer, die alles beim Alten lassen wollen. Dies ergab eine Studie der Firma IDG Business Media, in der die COMPUTERWOCHE erscheint.

Die Budgets für ERP-Vorhaben sind gegenüber der Erhebung aus dem Jahr 2008 gesunken. Etwa 38 Prozent der Firmen sagten, ihnen stünden mindestens 100.000 Euro als jährliches Budget für ERP-Vorhaben zur Verfügung. Ein Jahr zuvor waren das noch fast 60 Prozent.

Die Budgets sind offensichtlich kleiner geworden: Von 23,8 auf 41,3 Prozent gestiegen ist der Anteil der Firmen, die maximal 50.000 Euro für ERP-Software ausgeben können. Allerdings dürfte nicht der gesamte Betrag für Investitionen zur Verfügung stehen, da Unternehmen ja auch für den Betrieb und die Wartung ihrer Business-Applikation Geld ausgeben müssen.


Viele Anwender fassen ihre ERP-Lösungen nicht an. Eine Folge der kleineren ERP-Budgets.
Viele Anwender fassen ihre ERP-Lösungen nicht an. Eine Folge der kleineren ERP-Budgets.

Die gesunkenen Budgets schlagen sich auch in den ERP-Planungen nieder. Demnach wollen mit knapp 16 Prozent der Firmen deutlich weniger einen Release-Wechsel vornehmen als noch 2008 (23,6 Prozent). Über die Hälfte und damit zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr wollen die ERP-Lösungen nicht verändern oder erweitern. Die Gruppe derer, die den Anbieter wechseln wollen, ist ebenfalls von fast zehn auf knapp sieben Prozent geschrumpft.

Mehr Mut zu Best-of-Breed

68 Prozent der Unternehmen bevorzugen eine ERP-Software, die ihnen alle gewünschten Funktionen in einer Suite bietet. Allerdings äußerten nun mit 29 Prozent deutlich mehr Firmen die Absicht, Lösungen von unterschiedlichen Anbietern kombinieren zu wollen (Best-of-Breed). Im Jahr 2008 konnten sich dies gerade einmal 15 Prozent vorstellen.

Im Rahmen der Studie wurden 171 IT-Entscheider online befragt. Drei Viertel davon nutzen bereits ERP-Lösungen, weitere zwölf Prozent führen solche Applikationen ein oder planen, dies zu tun. An der Umfrage beteiligten sich vorwiegend kleine und mittelständische Unternehmen.


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