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SAP und IAS

Mittelständler wracken ihre ERP-Systeme ab

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von Frank Niemann, COMPUTERWOCHE-Redakteur
Der Möbelspezialist Holtkamp aus Melle und der Ventil- und Armaturenhersteller Pister Kugelhähne trennen sich von ihren Altsystemen. Sie migrieren auf "SAP ERP" beziehungsweise "Canias ERP" von IAS.

Die Holtkamp-Gruppe mit Stammsitz in Melle produziert und vertreibt Wohnmöbel und Dielen. Die 1901 gegründete Firma beschäftigt rund 720 Mitarbeiter und setzte im vergangenen Jahr 100 Millionen Euro um.

Die bestehenden Business-Softwareprodukte bei Holtkamp stammen aus den 90er Jahren und sind zudem schlecht integriert. Eine neue Software soll für mehr Transparenz sorgen und Prozesse in der Buchhaltung und der Logistik straffen. Bisher verwendete der Möbelspezialist eine für die Möbelindustrie entwickelte Software vom Anbieter MBI, der seit 2005 zur kanadischen Firma 20-20 Technologies Inc. gehört.

Das Unternehmen schaute sich die Softwareprodukte von Microsoft und SAP genauer an. Dabei traten das SAP-Systemhaus Steeb und der auf "Dynamics NAV" spezialisierte Microsoft-Partner Modus Consult AG aus Gütersloh gegeneinander an. Den Zuschlag erhielt schließlich Steeb mit einer Standard-ERP-Lösung, die nun an die Belange von Holtkamp angepasst wird.

Abwrackprämie beim Kauf neuer ERP-Software

Steeb bietet derzeit eine "Abwrackprämie" für alte ERP-Software. Beim Kauf einer SAP-Lösung rechnet der Anbieter 25 Prozent des Anschaffungspreises der alten Unternehmenssoftware an. Diese Offerte hat Holtkamp zwar dazu bewogen, schon jetzt zu investieren. "Die fachliche Entscheidung für das SAP-Produkt ist aber schon vorher gefallen", versichert Dirk Hörnschemeyer, Kaufmännischer Leiter des Möbelherstellers. Allerdings reduziert sich durch die Abwrackprämie nur der Anschaffungspreis. Die Wartungsgebühren für die ERP-Software errechnen sich aus dem Listenpreis.

Anfang 2010 soll die Finanzbuchhaltung und das Personalwesen auf der neuen Software laufen. Gegen Mitte des Jahres ist die Inbetriebnahme der SAP-gestützten Logistik-Software geplant.


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