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ERP
Wartungs-Monopoly

SAP und Oracle treiben die IT-Preise hoch

30.07.2008 um 15:40 Uhr
Autor(en): Alexander Freimark.
IT ist Commodity, die Kosten sinken auf breiter Front. Nur zwei Anbieter leisten tapfer Widerstand: Oracle sowie in erster Linie SAP stemmen sich gegen den Preisverfall - mit Erfolg.

Die IT-Beratung Lexta hat gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) einen IT-Trendreport (PDF) zur Kostenentwicklung in der IT veröffentlicht. Demnach sei in den kommenden Monaten im IT-Betrieb unter der Voraussetzung konstanten Volumens mit einem Rückgang der Aufwendungen zu rechnen. Der Index liegt laut Lexta derzeit mit einem Wert von minus 24,5 Punkten klar im negativen Bereich, was signalisiert, dass die befragten Experten einen Preisrückgang erwarten. Prozentual gewichtet dürfte der Rückgang der IT-Kosten bis März 2009 nach Angaben des Beratungsunternehmens bei etwas über drei Prozent liegen.

Immerhin - summa summarum sinken die Preise für IT.
Immerhin - summa summarum sinken die Preise für IT.

Bezüglich der einzelnen Kostenkomponenten geht die Mehrheit der befragten IT-Fachleute davon aus, dass die Betriebspreise in der Bürokommunikation bis zum Frühjahr 2009 sinken werden: Der Teilindex für Bürokommunikation, der sich aus den beiden Komponenten Arbeitsplatzsysteme sowie E-Mail und Internet-Zugang zusammensetzt, liegt bei minus 17,9 Punkten. Dabei wird sich dieser Preisnachlass den Erwartungen zufolge auf etwa zwei Prozent belaufen. Einen noch niedrigeren Wert hat der Teilindex für das Rechenzentrum (Speicher und Server): Er liegt bei minus 57,6 Punkten. Die Preise für den Rechenzentrumsbetrieb würden bis März 2009 um rund 8,5 Prozent sinken, so Lexta. So weit, so gut.

Der Trend zu sinkenden IT-Preisen wird indes durch die Preisentwicklung im Umfeld von Datenbanken und SAP-Anwendungen abgebremst. Der Teilindex, der diese Preisentwicklung bis März 2009 widerspiegelt, weist einen Wert von (plus) 15,9 Punkten auf. Nach Einschätzung der Befragten werden die Preise in diesem IT-Segment um fast zwei Prozent steigen. Auch dieser Teilindex besteht wiederum aus zwei Komponenten. Die erste Komponente umfasst die Betriebspreise von Datenbanken pro Datenbankinstanz und nimmt einen Wert von per Saldo 0,5 Prozent an. Die zweite Komponente, welche die Preisentwicklung für SAP-Anwendungen pro aktivem Anwender in den kommenden zwölf Monaten widerspiegelt, liegt mit einem Wert von per Saldo 17,9 Prozent der IT-Experten, die mit steigenden Preisen rechnen, deutlich darüber.



Leserkommentare 
(1 Beitrag), 
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josleo
Das erinnert mich an DEC (+1998) . Da gab es die wortwörtliche Anweisung an die Verkäufer: Falls der Kunde feilschen möchte, einfach weggehen. Naja. Bei IBM hat diese Politik auch nicht funktioniert. Die Geschichte lehrt, dass Massenprodukte immer besser und billiger werden. Bei SAP-Anwendungen besteht bei beiden Punkten erheblicher Verbesserungsbedarf. Offensichtlich haben die ihre eigene Entstehungsgeschichte vergessen. zum Beitrag


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