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ERP
ERP und die Kosten

SAP verteuert die Wartung auch für den Mittelstand



Enterprise Support für SAP Business All-in-one

Auch der Mittelstand bleibt nicht von den neuen Wartungskonditionen verschont. Nach SAP-Angaben soll der Enterprise Support demnächst auch für Neukunden der Software "Business All-in-one" gelten. Bei dem Produkt handelt es sich im Kern um SAP ERP 6.0, das branchenspezifisch vorkonfiguriert wird. Durch die höherwertigen Wartungsdienste wird die IT-Abteilung des Anwenderunternehmens beim Betrieb von SAP-Software entlastet, lautet ein Argument des Softwarehauses, den Enterprise Support und damit die höheren Leistungen und Gebühren auch für das Mittelstandsprodukt festzusetzen.

Ein Element des Enterprise Support ist die Systemverwaltungssoftware "Solution Manager", die der Anwender in seiner Umgebung betreibt. Das Produkt erhält Erweiterungen, die für die neuen Wartungsfunktionen erforderlich sind.

SAP Enterprise Support

  • Mission-critical Support: Systemchecks und Risikoanalysen auf der Grundlage von definierten Service-Level Agreements.

  • Solution Manager Enterprise Edition: Die System-Management-Plattform von SAP wird um Funktionen erweitert, um Enhancement Packs in SAP-ERP-Umgebungen einzuspielen.

  • Run SAP: Dies ist eine Methode, die in Ergänzung zum Enterprise Support Standards für den Applikationsbetrieb sowie Projekt-Management-Verfahren für Service-orientierte Architekturen festlegen.


Mit ERP 6.0 vollzieht SAP nicht nur eine Änderung in der Release- sondern auch in der Wartungsstrategie. Bisher galt das Wartungsschema 5-1-2, das besagt, ein Softwarerelease bleibt fünf Jahre in der Standardwartung und kann danach gegen höhere Gebühren (19 beziehungsweise 21 Prozent) bis zu drei Jahre weiter betrieben werden. In diesem Konzept war auch vorgesehen, alle zwölf bis 18 Monate ein neues Produkt-Release auf den Markt zu bringen. Nunmehr liefert der Konzern vorerst keine neuen Produktversionen, sondern Erweiterungspakete ("Enhancement Packages") aus, das ERP-Kernsystem bleibt jedoch stabil. Diese Pakete enthalten unter anderem funktionale Ergänzungen, die der Anwender nach Bedarf einspielt.

Auch bei den Erweiterungspaketen gibt es nun eine Veränderung: Hatte SAP bisher geplant, bis 2010 Enhancement Packages an die Kunden auszuliefern, wurde diese Frist nun auf 2012 ausgedehnt. Auf diese Weise will der Softwareanbieter den Kunden offenbar mehr Zeit einräumen, um ihre R/3-Installationen auf ERP 6.0 umzustellen. Für eine erste Bilanz, ob und wie die Enhancement Packages bei den Kunden ankommen ist es noch zu früh.


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