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ERP
Lünendonk

Nachfrage nach Standardsoftware wächst

26.05.2008 um 09:57 Uhr
Autor(en): Frank Niemann.
Nach Angaben des Marktforschungshauses Lünendonk führen Microsoft, SAP und Oracle gemessen am Inlandsumsatz im Jahr 2007 den hiesigen Markt für Softwareprodukte an. Neu in den Top 25 erschienen sind der ERP-Anbieter Proalpha sowie die Datev.

Lünendonk aus Kaufbeuren ermittelt in regelmäßigen Abständen die 25 größten Softwarehäuser in Deutschland. Dazu zählen Unternehmen, die mehr als 60 Prozent ihres Umsatzes mit Standardsoftware erwirtschaften. Auf die Top 25 entfallen insgesamt sieben Milliarden Euro und damit etwa 50 Prozent der gesamten Einnahmen in diesem Segment in Deutschland. Als Umsatz gelten Einnahmen mit der Entwicklung, dem Vertrieb und der Wartung von Software.

Gegenüber dem Vorjahr konnten Standardanwendungen um fast sieben Prozent zulegen und wuchsen damit stärker als das Geschäft mit Betriebssystemen, Tools, Datenbanken und Middleware.

Datev zählt zu den Softwarehäusern

Auf den Spitzenplätzen sind Microsoft mit 2,09 Milliarden Euro und SAP (gut zwei Milliarden Euro) zu finden. Oracle folgt mit deutlichem Abstand auf Platz drei (620 Millionen Euro). Zu den Neulingen in der Übersicht zählt überraschenderweise die Datev eG aus Nürnberg auf Platz vier. Laut Lünendonk hat der Verkauf von Software für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte mittlerweile einen so großen Anteil am Datev-Umsatz, dass eine Listung gerechtfertigt ist.

Proalpha ist drin, Lawson ist draußen

Ebenfalls neu auf der Übersicht ist das auf betriebswirtschaftliche Standardsoftware spezialisierte Unternehmen Proalpha aus Weilerbach. Dessen Umsatz beläuft sich auf 37 Millionen Euro. Nicht mehr unter den 25 größten Softwareanbietern ist dagegen der Proalpha-Konkurrent Lawson Software. Des Weiteren fehlt der Business-Intelligence-Spezialist Hyperion, der von Oracle gekauft wurde und daher nicht mehr separat aufgeführt wird.

Gewinner und Verlierer

Im Schnitt um gut sieben Prozent konnten die 25 Softwarefirmen ihre Umsätze im Inland steigern. Am stärksten zulegen in diesem Zeitraum konnte Sage Software aus Frankfurt am Main mit gut 35 Prozent. Schwächer als 2006 verlief das Geschäft für Unternehmen wie Beta Systems, Computer Associates, Software AG und SoftM.

Erneut gestiegen ist der Exportanteil der Unternehmen: 14 der 25 Firmen verkauften Produkte im Wert von 9,2 Milliarden Euro ins Ausland. Somit beläuft sich der Exportanteil dieser Softwarehäuser auf gut 73 Prozent - eine leichte Steigerung gegenüber 2006, da machten die Ausfuhren knapp 72 Prozent aus. Für das Jahr 2008 rechnet Lünendonk mit einem Umsatzwachstum von 6,3 Prozent für die 25 gelisteten Softwareanbieter.


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