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Enterprise Resource Planning

SCM: Intellichains von AEB soll Lieferketten durchleuchten

18.06.2007 um 09:18 Uhr
Der Logistiksoftwareanbieter AEB hat mit Intellichains eine Supply-Chain-Management-Plattform aufgelegt, mit der Verlader, Speditionsfirmen und Logistikdienstleister ihre Lieferprozesse transparent machen können.

Der in Stuttgart beheimatete Softwareanbieter AEB entwickelt und vertreibt Programme zur Logistiksteuerung und Außenwirtschaft. Nun hat das Unternehmen in Kooperation mit dem britischen Speditionskonzern Uniserve eine Lieferkettenplattform aufgelegt, die für Transparenz in der Supply-Chain sorgen soll.

Intellichains ist eine Software, die Informationen und Ereignisse von allen Beteiligten einer Lieferkette, also Hersteller, Transportunternehmen und Logistikdienstleister, erfasst, auswertet und Prognosen über künftige Bedarfe erzeugen kann. Über Berichte können Anwender die Ist-Situation in Erfahrung bringen. Dabei werden laut AEB die Prozesse vom Bestellauftrag bis zur Auslieferung untersucht. Aus den übermittelten Bedarfsinformationen lassen sich Prognosen über die Artikelverfügbarkeit abgeben. Hierzu sammelt Intellichains Daten über Bedarfe, Lieferaufträge, Bestände im Lager beziehungsweise in Transit sowie Warenbewegungen und bereitet sie auf. Darüber hinaus soll die Plattform in der Lage sein, bei Ereignissen wie etwa Terminabweichungen schnell zu reagieren. Aus der Datensammlung erzeugen Intellichains-Funktionen Berichte, erlauben Vorhersagen und unterstützen die Lieferkettenmitglieder bei der Planung.

Intellichains soll die Logistikdaten aller Beteiligten einer Lieferkette erfassen und so Prognosen und Ereignissteuerung ermöglichen.
Intellichains soll die Logistikdaten aller Beteiligten einer Lieferkette erfassen und so Prognosen und Ereignissteuerung ermöglichen.

Ein Ereignis ist beispielsweise, wenn ein Unternehmen ermittelt, dass der künftige Bedarf die Lagerbestände innerhalb der Supply-Chain überfordern wird. Dies könnte dann zu einer Neubestellung führen, um drohende Engpässe zu vermeiden. Lagerbestände umfassen zum Beispiel die Waren in den weltweiten Distristributionszentren eines Konzerns. Über die Web-basierende Oberfläche von Intellichains könnte ein Anwender per Suchanfrage ermitteln, in welchem Lager welche Warenbestände vorhanden oder welche gerade auf der Reise sind beziehungsweise demnächst das Werk des Herstellers verlassen.

Große Bedeutung hat bei Intellichains das Event-Management: Damit soll es möglich sein, zu verfolgen, ob vom Bestellauftrag bis zur Anlieferung alle Abläufe termingerecht ablaufen, etwa das Verladen auf das Schiff, der Transport per LKW sowie die Ankunft der Ware in einem Distributionszentrum. Störungen, beispielsweise eine Fahrzeugpanne, lösen Alarme aus und erlauben es so frühzeitig, Maßnahmen einzuleiten, um die Tour trotzdem in der geplanten Zeit zu vollenden.

Intellichains besteht aus Geschäftslogik von AEB, die mit der Business-Intelligence-Suite "Cognos 8" kombiniert wurde. Der Anbieter stellt die Lösung im ASP-Mode bereit, bietet aber auch Softwarelizenzen an. Zunächst führt der Entwicklungspartner Uniserve das Produkt ein. Weitere Installationen gibt es noch nicht.

Das Softwarehaus beschäftigt sich schon lange mit Lösungen für die operative Lieferkettensteuerung. Mit Intellichains ergänzt man das Portfolio um Funktionen zur Überwachung der Logistik. Zur Zielgruppe zählen Verlader, Spediteure und Logistikdienstleister.

Zu den bestehenden AEB-Produkten zählt beispielsweise "Advanded Trade Component", das als Zusatzmodul für ERP-Lösungen von SAP angeboten wird. Etwa 60 Prozent der AEB-Kunden nutzen SAP-Software. Die Produktfamilie "Assist4" gestattet es Anwendern, individuelle Beschaffungs- und Distributionsabläufe zu planen und auszuführen. AEB will eine Verbindung zwischen Assist und Intellichains schaffen.

Viele Firmen sehen einen Bedarf, ihre Lieferkette transparent zu machen, um einerseits die Liefertreue zu erhöhen, aber auch, um die Lagerbestände und damit die Kosten möglichst niedrig zu halten. Problematisch dabei ist, firmenübergreifend Daten zu sammeln und auszuwerten. Aus diesem Grund erweitern Softwarehäuser wie beispielsweise SAP, Infor und i2 ihr Angebot um Funktionen. (fn)



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