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Enterprise Resource Planning

ERP: Designer gestalten Lawsons Smart Client

06.03.2007 um 09:18 Uhr
Der Anbieter hat ein auf .NET basierendes Benutzer-Frontend entwickelt, das Anwendern einen prozessorientierten, individuellen Zugriff auf Applikationsfunktionen liefern soll. Außerdem erhält die ERP-Plattform "M3" (vormals "Movex") branchenspezifische Funktionen.

Der "Smart Client" von Lawson soll es ERP-Anwendern erleichtern, ihre tägliche Arbeit zu erledigen. Das Interface könne an individuelle Benutzer angepasst werden. Um das Frontend ansprechend zu gestalten, hat sich Lawson das Layout und die Benutzer-Interaktion vom Oberflächenspezialisten Frog Design anfertigen lassen. Das deutsche Designunternehmen hat unter anderem auch mit Apple zusammengearbeitet.

Das Client-System verwendet Microsoft .NET 3.0 Framework sowie die "Windows Presentation Foundation" und läuft unter Windows XP und Vista. Das bestehende Browser-Interface von Lawson ("Workplace") wird es weiterhin geben.

Lawson vermarktet die ERP-Lösungen "S3" (Schwerpunkt: Finanzdienste, Gesundheitswesen, Behörden), die in erster Linie in den USA bekannt ist, und "M3" (Schwerpunkt: produzierendes Gewerbe, Mode, Lebensmittel, Handel und Dienstleistungen). Letzteres Produkt ist eine Weiterentwicklung der Software "Movex" von der schwedischen Softwarefirma Intentia, die von Lawson übernommen wurde. Derzeit hält das Unternehmen in San Diego seine Kundenkonferenz ab.

Mit dem Smart Client will Lawson ERP-Anwendern einen individuellen Zugriff auf Prozesse und Daten gestatten.
Mit dem Smart Client will Lawson ERP-Anwendern einen individuellen Zugriff auf Prozesse und Daten gestatten.

Neben der Client-Weiterentwicklung beschäftigt sich das Softwarehaus auch mit Erweiterungen des ERP-Funktionsumfangs. Ausliefern will der Anbieter diese Neuerungen ab Mai mit der Version "M3 7.1".

Hinzugefügt hat Lawson in M3 Funktionen für Fertigungs- und Handelsunternehmen. "Supply Chain Orders" verknüpft Aufträge innerhalb der Lieferkette. Einerseits soll dies dem Anwender tiefere Einsicht in Lieferprozesse geben, andererseits sei er in der Lage, leichter Bestellmengen und Lieferdaten anzupassen. Zudem stellt das Modul Mechanismen bereit, mit denen der Nutzer prüfen kann, welchen Einfluss Veränderungen auf die Lieferbedingungen haben.

An die Bekleidungsindustrie wendet sich der Hersteller mit "Fashion Production Planning". Damit können Firmen dieser Branche ihre Produktion standortübergreifend planen.

Der "Demand Planner" erlaubt es Großhändlern und Fertigungsfirmen, Bedarfe zu planen sowie Nachfrageprognosen zu erstellen.

Für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie hat der Hersteller "Sales and Marketing Automation" gebaut. Firmen können damit Marketing-Kampagnen planen und umsetzen.

In Sachen Infrastruktur stützt sich Lawson auf IBMs "Websphere" (siehe auch IBM und Lawson Software rücken enger zusammen). Die "Lawson System Foundation" läuft auf dem Websphere Application Server, verwendet als Verzeichnissystem den "Tivoli Directory Server" sowie DB2 als Datenbank. Hinzugekommen ist nun "Websphere Enterprise Service Bus". Letzterer dient als Kommunikationsdrehschreibe zwischen Applikationsdiensten in einer Service-orientierten Architektur (SOA).

Neben dem Verkauf von ERP-Software strebt nun auch Lawson in das Geschäft mit Mietsoftware. Zunächst bietet die Firma mit Partner IBM Hosting-Dienste ("Total Care Platinum") für seine Business-Software an. Eine dedizierte Mietlösung nach dem Vorbild von Salesforce.com soll folgen. (fn)

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