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Enterprise Resource Planning

ERP: AP AG modernisiert Frontends mit Sharepoint

05.03.2007 um 10:36 Uhr
Der Anbieter von ERP-Softwrae für die mittelständische Fertigungsindustrie und den Handel entwickelt neue Client-Konzepte und Workflow-Funktionen. Auf Sharepoint-Services gestützte Portaloberflächen sollen Nutzern auf ihre Aufgaben individuell zugeschnittene Frontends liefern.

Der in Karlsruhe ansässige Softwareanbieter AP AG Hersteller der Software "APplus" (vormals "P2plus") renoviert wie viele andere ERP-Anbieter auch die Benutzerschnittstelle. Die Entwickler der auf Microsofts .NET-Technik aufsetzenden Business-Software verwendeten hierzu "Webparts" der "Windows Sharepoint Services". Webparts sind Portalmodule, mit denen sich individuelle Oberflächen für einzelne Benutzer oder Benutzergruppen gestalten lassen, indem man Funktionen von Applikationen, Datenbanken und Dokumenten kombiniert. Die Sharepoint Services sind Bestandteil von Windows.

Im neuen Client der Software
Im neuen Client der Software "Applus" der AP AG werden definierte Einstellungen pro Benutzer gespeichert, so dass sich auch auf einem gemeinsamen Abteilungsportal jeder Anwender mit seinen spezifischen Informationsbedürfnissen wiederfindet. AP stützt sich dabei auf selbstentwickelte "Webparts" von Microsofts "Windows Sharepoint Services".

Zur Realisierung der neuen Client-Konzepte hat AP das bestehende Intranet-Modul der Software ausgebaut. Diese Komponente diente bislang nur dazu, Inhalte auf Web-Seiten zu publizieren. Nun avanciert sie zum Standard-Frontend für die AP-Software. In für den ERP-Bediener konzipierten Webparts lassen sich zum Beispiel unterschiedliche Listen für bestimmte Aufgaben zusammenfassen, für die der Nutzer von APs ERP-System heute unterschiedliche Masken verwenden muss. Ein Vertriebsmitarbeiter ist gezwungen, auf der Suche nach lieferfähigen Aufträgen, beim Verfolgen von Angeboten sowie um zu veranlassen, dass für einen Lieferschein eine entsprechende Rechnung erzeugt wird, unterschiedliche Bedienoberflächen der Business-Software in Anspruch nehmen. In dem neuen Webparts-gestützten Frontend erfasst er diese Informationen auf einen Blick und kann darüber daran angelehnte Funktionen auslösen. Zwar soll der Portalbildschirm die Standardoberfläche für die ERP-Nutzer werden, die klassischen ERP-Masken bleiben jedoch erhalten.

Ausgebaut hat AP darüber hinaus die Workflow-Funktionen. Wie bei den Produkten andere Hersteller präsentiert auch das neue AP-Benutzer-Interface dem Anwender seine jeweilige Aufgabenliste, die sich aus Einträgen im ERP-System ableitet. Über die Listenelemente verzweigt der Benutzer an relevante Bereiche der Business-Software, und er kann als Entscheidungsträger Vorgänge genehmigen oder ablehnen. Wenn zum Beispiel ein Verkäufer in APplus einen Auftrag abschließt, kommt in der Arbeitsliste eines ERP-Nutzers aus der Arbeitsvorbereitung ein weiterer Eintrag hinzu. Zudem wird für jeden Bediener ein Vertreter angelegt, der die Arbeiten eines verhinderten Kollegen übernimmt.

Auch in den Innereien der AP-Software hat sich etwas getan: Das Datenmodell des ERP-Systems wurde sowohl für die neuen Client-Konzepte als auch für eine erweiterte Geschäftsdatenanalyse ausgebaut. Die Business-Intelligence-Features nutzen Komponenten der Microsoft-Datenbank SQL Server 2005. Eine neue Abstraktionsschicht in der ERP-Datenbank soll mehrdimensionale Datenhaltung erlauben. Reporting-Werkzeuge versetzen laut Hersteller auch Anwender in die Lage, eigene Berichte zu erstellen, ohne dazu einen Systemverwalter zu Rate zu ziehen. Erweiterte Möglichkeiten für das Reporting bieten sich dem ERP-Nutzer, wenn er "Office Sharepoint Server 2007" integriert. Das aktuelle Release der Microsoft-Software wurde unter anderem um Business-Intelligence-Merkmale angereichert (siehe auch Microsofts Sharepoint Server 2007 bedrängt ECM- und BI-Anbieter). An neuen ERP-Clients arbeiten neben zahlreichen anderen Firmen SAP, Oracle, Infor und Wilken (siehe auch SAP bastelt an neuen Frontends und Oracle kleidet User Interface im Web-2.0-Look). (fn)



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