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Enterprise Resource Planning

Prozess-Schablonen sparen Aufwand

07.08.2006
Autor(en): Otto Schnell, SAP Program Manager bei GM Powertrain Europe und Sprecher des DSAG-Arbeitskreises Globalization.
Der vierte Teil der COMPUTERWOCHE-Serie "Internationalisierung" beschäftigt sich mit dem Thema Templates.

Hier lesen Sie ...

  • wozu die Vereinheitlichung der Prozesse dient;

  • wie weit der Template-Ansatz gehen sollte;

  • welche Fragen dazu abgeklärt werden müssen;

  • was nach dem eigentlichen Projekt zu tun bleibt;

  • wie sich die Anwenderunternehmen der SAP-Strategie anpassen können.


Das Schlagwort "Global Player" hat es in sich: Global bedeutet nicht nur "auf dem Weltmarkt präsent", sondern auch "global gesteuert". Das setzt transparente internen Abläufe voraus. Player heißt "nach gewissen, der Unternehmenskultur angepassten Regeln spielend" sowie "auf Veränderungen flexibel und effizient reagierend". Letzteres lässt sich erreichen, indem die Einführung von ERP-Software zentralen Vorgaben (Templates) folgt.

Entgegen den üblichen - auf zwei bis drei Jahre angelegten - Planungen kann die Einführung eines ERP-Systems drei bis fünf Jahre dauern. Das hängt von der Unternehmensstruktur und der Diversifizierung ab. Da ist langer Atem gefragt, nicht kurzfristiger "Erfolgshunger". Wird die Einführung richtig gemacht, also auf das Unternehmen abgestimmt, winken als Lohn der Mühen eine hochgradige Standardisierung oder die Harmonisierung als gelungener Kompromiss von Prozess- und Systemlandschaft. Standardisierung bedeutet auch hier die Anlehnung an ein vorgegebenes Modell.

Unterschiedliche Prozesse - intransparente Kosten

Die Ausgangssituation ist in vielen Unternehmen identisch. Systemlandschaften sind künstlich aufgebläht; Prozesse, die eigentlich nach den vorgenommenen Anpassungen identisch sein sollten, werden in den einzelnen Geschäftseinheiten weiterhin unterschiedlich ausgeführt, und die Kosten sind wenig transparent.

Im Sinne einer globalen Aufstellung sollten Prozesse und Systeme zusammengeführt werden. Dabei muss die Veränderung der Prozesse eine Veränderung der Systeme bedingen - nicht umgekehrt. Also sind die Fachbereiche die treibende Kraft. Der Finanzvorstand, Personalchef oder Einkaufsleiter erwarten allerdings, dass "der Strom aus der Steckdose" kommt. Sie sind häufig verwundert, wenn sie sich in einem Change-Management-Prozess wiederfinden.

Erfolgreiche Projekte müssen einen guten Mix aus Business und IT hinbekommen. Das Team sollte das Tagesgeschäft kennen, aber zu hundert Prozent dem Projekt zugeordnet sein. Berichtet der Projektleiter an den Business-Vorstand, so ist bereits die halbe Miete eingefahren.



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