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Was wird aus FSC?

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von Jan-Bernd Meyer, COMPUTERWOCHE-Redakteur

Damit könnte bald Schluß sein: FSC-Produktionsstätte in Augsburg.
Damit könnte bald Schluß sein: FSC-Produktionsstätte in Augsburg.

Zudem würde ein Unternehmen mit dem Einstieg in das Joint Venture auch die Probleme von FSC im PC-Segment schultern müssen. So war etwa der Marktanteil von FSC für PCs von 2005 bis 2007 um 8,2 Prozent gesunken. Dieser Sinkflug ist nicht nur mit dem Preisverfall im Marktsegment begründet - der im Übrigen alle Hersteller trifft -, sondern insbesondere mit einer starken Konkurrenz im indirekten Vertrieb. Hier trumpft insbesondere HP auf. FSC-Chef Bernd Bischoff musste gerade erst verkünden, dass alleine bei Notebooks für Endverbraucher die Durchschnittserlöse im laufenden Jahr um rund 20 Prozent fallen dürften - ein Aderlass, der durch gute Zahlen im Großrechner- und Storage-Geschäft kaum ausgeglichen werden kann.

Starke Abhängigkeit von Behörden

Im deutschen Markt kommt hinzu, dass FSC hier seine starke Position in erster Linie dem Behördengeschäft verdankt. "Wenn es in diesem Kundensegment ein schwaches Quartal gibt, knallt gleich der gesamte FSC-Umsatz runter", kommentierte IDC-Analyst Thomas Meyer. Ob aber ein Unternehmen, das seine Wurzeln nicht in Deutschland hat, wie etwa HP oder IBM, ähnlich enge Bindungen zum Behördenapparat aufbauen beziehungsweise in diese hineinwachsen könnte, ist die Frage.

Zudem würde ein potenzieller Käufer mit der Verpflichtung zur kontinuierlichen Produktentwicklung und - wartung bei den FSC-Kunden ein schweres Erbe übernehmen. Für IBM beispielsweise dürfte es sich nicht lohnen, den einzigen am Markt verbliebenen Konkurrenten für Großrechner zu übernehmen. FSC erwirtschaftet mit seinen BS 2000-Systemen in einem Jahr so viel Umsatz wie IBM in drei Monaten. Für diesen vergleichsweise geringen Einnahmenszuwachs würde IBM aber die jahrelange Verpflichtung übernehmen, BS 2000-Kunden zu hegen und zu pflegen. Ein Eintritt in das Joint Venture wäre für Big Blue also kaum lohnend.


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