Blackberry-Anwender sollen in der Lage sein, über ihre Geräte auf CRM-Funktionen und -Daten zuzugreifen. Der Anwender soll ohne Notebook auskommen. Kommunikation und Geschäftsprozesse kommen zusammen. CRM-Daten, wie Kalendereinträge oder Kontakte, kann der Nutzer direkt ändern. Ruft ein Kunde an, kann der Blackberry-Nutzer am Gerät eine Gesprächsnotiz anlegen und dem entsprechenden Kundendatensatz zuordnen. Alerts vom CRM-System werden dem mobilen Vertriebsmitarbeiter in sein E-Mail-Postfach zugeleitet. Dies geschieht dann, wenn sich eine neue Verkaufschance auftut. Eine Datensynchronisation gleicht Geschäftsinformationen zwischen der SAP-Applikation und dem Blackberry-Backend ("Enterprise Server") ab. Der Nutzer kann hierzu jedes Blackberry-Gerät verwenden. Software-seitig ist SAP CRM voraufgesetzt.
Die Systemverwaltung des Blackberry-Systems soll es Firmen gestatten, Regeln für den Zugriff auf Programmfunktionen und Kundendaten aufzustellen. RIM betreibt eine eigene Infrastruktur, um mobile Anwender zu unterstützen, was manchen Unternehmen schwer im Magen liegt. Der gesamte Verkehr für Europa läuft - von Ende zu Ende verschlüsselt - über ein Network Operating Center in England.
Die Integrationskomponente ist laut SAP in den nächsten Wochen verfügbar. Nach der CRM-Integration des Blackberry sollen auch die "SAP Business Suite" und Industrielösungen folgen.
Ein Entwicklungspaket soll es Entwicklern ermöglichen, den mobilen Client an die ihre kundenspezifische CRM-Software anzupassen. Was das Integrationspaket kostet, vermögen SAP und RIM noch nicht zu sagen.
Der Schulterschluss von SAP und RIM dürfte Apple interessieren. Auch dieser IT-Konzern bemüht sich, das eigene "iPhone" ins Unternehmensnetz zu bringen. Bei der Vorstellung von "SAP CRM 2007" hatte der Softwarekonzern das Frontend auf einem iPhone präsentiert. Laut SAP geht die Integration des Blackberry in die CRM-Lösung jedoch weit darüber hinaus.
Bei der Suche nach Ihren CRM-System hilft Ihnen der CRM-Matchmaker von Trovarit und der COMPUTERWOCHE.