computerwoche.de
Newsletter  |   CW-TV  |   Bilder-Galerien  |   Blogs & Forum  |   CW mobil  |   RSS  |   Aboshop


Business Intelligence

Business Objects: Mittelstand kauft verbilligte Berichts-Tools

05.06.2007 um 09:52 Uhr
Der Anbieter von Software für Business Intelligence erweitert sein Mittelstandsangebot und fürchtet vor allem die Konkurrenz von Microsoft.

Business Objects hat heute eine "Professional Edition" seiner Berichtslösung "Business Objects Crystal Decisions" vorgestellt. Sie richtet sich wie die bereits erhältliche "Standard Edition" an mittelständische Unternehmen, zu denen der Hersteller Firmen mit einem Umsatz bis zu einer Milliarde Dollar rechnet. Beide Editionen basieren auf der BI-Plattform "BusinessObjects XI" und unterscheiden sich funktional lediglich dadurch, dass die Professional Edition zusätzlich eine auf einen Server beschränkte Lizenz des Werkzeugs für die Datenbewirtschaftung "BusinessObjects Data Integrator XI ETL" enthält. Sie richtet sich laut Hersteller an Unternehmen, die mehr als eine Datenquelle an ihre Berichtslösungen anbinden müssen, was bisher mit der Standard Edition nicht möglich war.

Nachlässe bis zu 60 Prozent

Zugleich meldet der Hersteller erste Erfolge seiner im Frühjahr vorgestellten Mittelstandsstrategie (Erste Versuche stammen allerdings schon aus dem Jahr 2005). So habe man mit Preisnachlässen von bis zu 60 Prozent den Nerv der mittelständischen Kunden gefunden und in den letzten drei Monaten die Standard Edition bereits 50 Mal verkauft, erklärte Todd Rowe, als Vice President bei Business Objects für das weltweite Mittelstandsgeschäft zuständig, gegenüber dem Brancheninformationsdienst "Computerwire". Zugleich betonte er, dass man nicht nur über den Preis gehe, sondern ein funktional vollwertiges und für den Mittelstand abgestimmtes Produkt zu bieten habe, das zudem in der Kombination von Datenintegrationstechnik und Berichtsfunktionen einmalig sei in diesem Marktsegment.

Etappensieg gegen Microsoft

Mittlerweile gebe es weltweit Kunden für Business Objects Crystal Decisions, sagte Rowe, darunter auch in Deutschland. Mehr als 23 Prozent der Lizenzverkäufe wurden mit Kunden erwirtschaftet, die bisher eine Berichtslösung auf der Basis der Software "Crystal Reports" betrieben hatten. Vor allem freue ihn aber, dass etwa 60 Prozent aller Abnehmer der Mittelstandssoftware Neukunden seien. Dies sei ein wichtiger Etappensieg im Wettrennen mit Microsoft, das laut Erhebungen von IDC mit einem Marktanteil von elf Prozent die meiste Software für Business Intelligence im Mittelstand absetzen konnte. Business Objects kommt danach auf einen Anteil von etwa einem Prozent.

Nur durch Neukunden könne man Microsoft überholen, sagte Rowe. Hierbei spielten die rund 2300 Partner eine wichtige Rolle, da über sie derzeit 63 Prozent der Abschlüsse kämen. Diese würden zwar auch Microsoft-Technik verkaufen, aber bei Business Intelligence Produkte von Business Objects wählen, sagte der Manager. Zudem sei man mit der Professional Edition auch technisch Microsoft voraus (siehe auch "SQL Server 2005 versus Business Objects XI"). "Microsoft wird noch mindestens zwei Jahre brauchen, um ein vergleichbar integriertes Angebot unterbreiten zu können", behauptete Rowe. Während Business Objects so den Kampf um den Markt auf den mit Microsoft reduzieren möchte, haben mittlerweile viele Anbieter von Software für Business Intelligence den Mittelstand ins Visier genommen oder ? je nach Definition - immer schon adressiert. Auch Business Objects ist hier nicht erst seit diesem Jahr aktiv. Vielmehr fasst das Unternehmen bereits 2003 mit dem Kauf von Crystal Decisions in diesem Markt Fuß. (as)



Seite: 1


Leserkommentare 
(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

INHALT DIESES ARTIKELS
BI & ECM: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
SAPs BI-Strategie zwischen Umbau und Aufbruch SAPs BI-Strategie zwischen Umbau und Aufbruch Kunden von SAP-Software für Business Intelligence und Partnern wird Einiges abverlangt: Produkte sind abgekündigt, und nicht jeder Dienstleister bleib ... weiter
Mind Mapping verbindet Office, Datenbanken und Web Mind Mapping verbindet Office, Datenbanken und Web Mit MindManager 8 ermöglicht Marktführer Mindjet die Nutzung zusätzlicher Informationen und Inhalte in der Mind-Mapping-Software und verspricht mehr B ... weiter
Die HanseMerkur setzt im Online-Vertrieb auf Open Source Die HanseMerkur setzt im Online-Vertrieb auf Open Source Der Versicherer baute innerhalb weniger Monate drei Portale auf. Umsatz und Traffic ließen sich steigern. weiter
Stammdaten deutscher Firmen strotzen vor Fehlern Stammdaten deutscher Firmen strotzen vor Fehlern Laut einer aktuellen Umfrage hat nur jedes sechste Unternehmen seine Materialstammdaten im Griff.  weiter
EMC sucht die Allianz mit SAP und Microsoft EMC sucht die Allianz mit SAP und Microsoft Mark Lewis, EMCs President für Content Management und Archivierung, setzt auf Web-2.0-nullige Benutzeroberflächen und den Ausbau des Lösungsgeschäfts. ... weiter
SAPs BI-Strategie zwischen Umbau und Aufbruch Mind Mapping verbindet Office, Datenbanken und Web Die HanseMerkur setzt im Online-Vertrieb auf Open Source Stammdaten deutscher Firmen strotzen vor Fehlern EMC sucht die Allianz mit SAP und Microsoft
  • Top geklickt
  • Top verlinkt
Aktuelle Umfrage

Wie viele Tage haben Sie im vergangenen Jahr blau gemacht?

  • Whitepaper
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
Neu: SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security