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BI & ECM

SAS Institute und SAP dominieren den Markt für Business Intelligence

24.05.2007 um 11:17 Uhr
Rund 80 Anbieter tummeln sich auf dem deutschen Markt für Business Intelligence. Vor allem die großen Softwarehersteller gewinnen immer mehr an Gewicht.

SAS und SAP sind die unangefochtenen Marktführer für das Segment Business Intelligence (BI) in Deutschland. Dies zumindest ermittelte jetzt das Würzburger Business Application Research Center (BARC). Danach erzielten SAS Institute mit 83 Millionen Euro und SAP mit 74 Millionen Euro im vergangenen die mit Abstand höchsten Umsätze unter den hierzulande 50 größten Anbietern. Es folgen sieben Softwareanbieter mit einem Geschäftsvolumen zwischen 20 und 33 Millionen Euro. Zu ihnen zählen neben IBM, Oracle und Microsoft die großen Business-Intelligence-Spezialisten Cognos, NCR Teradata, Business Objects sowie Hyperion (jetzt bei Oracle). Mit einem gewissen Abstand folgt der ERP-Anbieter Infor auf Rang 10. Dessen gute Position ist in erster Linie auf die Übernahme des Anbieters MIS zurückzuführen. Insgesamt tummeln sich laut BARC rund 80 Anbieter im Markt für Business Intelligence. Von ihnen könnten laut Geschäftsführer Carsten Bange hätten durchaus einige von ihnen die Chance in den nächsten Jahren den Sprung unter die Top 10 schaffen, da die Abstände gering sind. Das Gesamtvolumen des deutschen Markts beträgt laut BARC schätzungsweise 606 Millionen Euro.

Vor allem die großen Softwareanbieter Microsoft, Oracle, IBM und SAP haben in der letzten Zeit nicht nur durch organisches Wachstum, sondern auch durch Zukäufe ihre Umsatzanteile gesteigert (siehe auch "Oracle erschüttert den BI-Markt"). So brachte beispielsweise Oracle der Zukauf von Hyperion etwa 28,5 Millionen Euro mehr Softwareumsatz mit Business Intelligence in Deutschland. Allerdings steht nun Oracle vor der Herausforderung, die Umsätze auch 2007 zu halten. Zudem habe manche der internationalen Fusionen keine Auswirkung auf den nationalen Markt ? beispielsweise sind die kürzlich von der SAP gekauften Anbieter Pilot Software und OutlookSoft hierzulande nur marginal vertreten gewesen. (as)

Erhebungsmethode

BARC definiert den Softwareumsatz als Summe aus verkauften Lizenzen und jährlichen Wartungs- oder Mietgebühr, die jeder Softwareanbieter erhebt. So können auch Mietmodelle oder die Bereitstellung von Software durch einen Dienstleister (Application Service Providing oder Software-as-a-Service) erfasst werden. Die Marktzahlen beruhen auf individuellen Marktrecherchen durch die Analysten, Methoden der Zeitreihenanalyse sowie freiwilligen Selbstauskünften der Softwarehersteller. Teilweise wurden die Werte geschätzt.

Grundsätzlich unterscheidet BARC den Gesamtumsatz von Software für Business Intelligence in zwei Bereiche, die sich an der üblichen Architektur eines Business-Intelligence-Systems orientieren. Zu den Anwenderwerkzeugen zählen Lizenz- und Wartungseinnahmen aus Berichts-, Analyse-, Data-Mining-, Planungs-, Konsolidierungs- und OLAP-Lösungen (inklusive multidimensionaler Datenbanken). Der Umsatz im Daten-Management resultiert aus dem Verkauf und der Wartung von Lösungen für Datenintegration, Datenqualität und Datenspeicherung in Business-Intelligence-/Data-Warehouse- Projekten.




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