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Business Intelligence

IBM fordert Oracle im Data Warehousing heraus

31.10.2006 um 12:10 Uhr
Neue Datenbank-Engine "Viper" bringt Datenkompression, Partitionierung und XML-Support.

IBM plant für Dezember ein Update seiner Produktsuite "DB2 Data Warehouse Edition" zum Aufbau von Data-Warehouse-Lösungen. Sie wird auf der Datenbank-Engine DB2 9, Codename "Viper" basieren, die der Hersteller zur Jahresmitte auf den Markt brachte, und soll von einer Reihe ihrer neuen Features profitieren. So verfügt Viper unter dem Codenamen "Venom" über Mechanismen zu Datenkompression, die laut Richard Wozniak, Marketing Director für Business Intelligence bei IBM, den Speicherbedarf, die Netzlast und Hardwarekosten erheblich senken helfen. "Wir haben Kostenersparnisse zwischen 20 und 30 Prozent bei Kunden festgestellt", sagte der Manager gegenüber der COMPUTERWOCHE auf der Veranstaltung "Information on Demand" im kalifornischen Anaheim. Ihren Ursprung hat Hardware-basierenden Kompressionstechnik in der bisherigen Mainframe-Version von DB2.

IBM-Manager Wozniak:
IBM-Manager Wozniak: "Wir sehen uns technisch derzeit vor der Konkurrenz"

Ebenfalls wird ein von Data-Warehouse-Kunden seit langen gefordertes Feature verfügbar: Möglichkeiten zur Leistungs-verbessernden Aufteilung von Datenbankobjekten. Viper wartet als einzige Datenbank im Markt mit verschiedenen Optionen zur Datenpartitionierung auf: "Range Partitioning", "Database Partitioning" und "Multidimensional Clustering". Zudem sollen Kunden auch von den neuen XML-Features in Viper profitieren. Statt wie bisher XML als Blob (Binary Large Object) zu speichern oder XML-Struktur auf relationale Strukturen abzubilden, speichert Viper mit "pureXML" die XML-Datei selbst - mit all ihren Eigenschaften und ihrer hierarchischen Struktur. Dadurch könnten künftig auch Data-Warehouse-Lösungen Informationen in XML besser abspeichern (siehe auch "DB2 entwickelt sich in Richtung Services".

Eine weitere Neuerung betrifft die Datenbewirtschaftung des Systems. Hier können Kunden künftig den neuen "IBM Information Server" nutzen, in dem unter anderem Technik des Datenintegrationsspezialisten Ascential aufgegangen ist (siehe ausführlich "IBM räumt ihre Daten-Werkzeuge auf"). Der Information Server sei vor allem dann eine Option, wenn das Data Warehouse aus verschiedenen Quellsystemen gespeist wird, erklärte Wozniak. Kunden könnten aber weiterhin auch Software beispielsweise von Informatica nutzen oder -wie dies offenbar öfter geschieht- ihre Daten über "Microsoft SQL Server" und dessen Datenbewirtschaftungstechnik beziehen.



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