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Business Intelligence
Information Management

IBM lanciert zahlreiche Produkte für das Daten-Management

18.10.2007 um 13:09 Uhr
Kunden erwarten Neuerungen bei der Datenbank DB2, im Data Warehousing, Business Intelligence, Content Management und der Nutzung von Technik für das Web 2.0.

Der Hersteller kündigte auf der Konferenz "Information on Demand" in Las Vegas unter anderem die formelle Fertigstellung der Version 9.5 der Datenbank "DB2" an, die bislang unter dem Codenamen "Viper 2" bekannt war. Sie soll nun zum Monatsende ausgeliefert werden und verspricht laut IBM eine verbesserte Servereistung sowie ein effizienteres Speichern von XML-Daten. Weitere Highlights sind automatisierbare Funktionen für die Datenkompression sowie überarbeitete Features für die Speicherverwaltung und Failove, die den Administrationsaufwand senken helfen sollen. Zudem sind nun typische Funktionen der Mainframe-Version von DB2 wie Audits und Verschlüsselung auch auf den Viper-Edtionen für Linux, Windows und Unix verfügbar.

Zusammen mit Viper 2 ist auch Version 9.5 der Software für den Aufbau eines Data Warehouse "DB2 Warehouse" erhältlich, die auf der IBM-Datenbank basiert. Neben einer verbesserten Systemleistung betont IBM Neuerungen beim Workload-Management und die tiefere Integration bisherigen Funktionen für multidimensionale Datenauswertungen (Online Analytical Processing = Olap) sowie solchen zur Analyse unstrukturierter Daten in die Datenbank. Laut Hersteller ist es das erste Data-Warehouse-System auf dem Markt, das mit strukturierten und unstrukturierten Daten gleich gut umgehen kann. (siehe auch "IBM fordert Oracle beim Data Warehousing heraus")

Hilfe für Administratoren

Sowohl für Viper als auch für DB2 Warehouse ist das neue Administrationswerkzeug "Data Studio" hinzugekommen. IBM möchte mit dem grafischen Werkzeug Datenbankverwalter eine Alternative zur bisherigen Arbeit mit Kommandozeilen und Shell-Skripten eröffnen. Version 9.5 von DB2 Warehouse wartet ferner mit neuen grafischen Werkzeugen zur Steuerung (Job Scheduling) der Ladeprozesse im Batch-Modus sowie einer engere Integration in die Produktsuite für die Datenintegration und Datenqualitäts-Management "IBM Information Server" auf.

Letzterer bietet unter der Bezeichnung "Fastrack" jetzt die Möglichkeiten, die Extraktion, Transformation und das Beladen des Data Warehouse mit Hilfe von Wizards stärker zu automatisieren. So lassen sich beispielsweise auf diesem Weg Datenmodelle aus den Produkten von IBM Rational oder "Erwin" importieren. Nach der Übernahme des Anbieters DataMirror im Juli können Anwender zudem dessen Tools für die Datenintegration einsetzen, um Datenänderungen über verschiedene Systeme zu synchronisieren und das Beladen des Data Warehouse zu steuern. Solche Tools sollen die immer öfter geforderten Echtzeit-Auswertungen von Datenbeständen ermöglichen.

Ebenfalls auf der Veranstaltung kündigte Big Blue Updates zu seinen vorkonfigurierten Data-Warehouse-Produkten an (siehe auch "Was bringt ein Data Warehouse aus der Box?"). Diese werden vom Hersteller als "Balanced Warehouse Appliance" vermarktet und untergliedern sich je nach Leistungsumfang in die Produktklassen C, D und E. Danach sind die Systeme C1000 und C3000 nun auch für Windows erhältlich, das System E7100 nutzt unter der Haube künftig IBM Power-6-Prozessoren, und das System D5100 erhielt mehr Optionen für Umgebungen, in denen eine Hochverfügbarkeit der Appliance sichergestellt werden muss. (siehe auch "IBM stellt neue Strategie und Produkte für Data Warehousing vor")

Projekt Tango trägt weitere Früchte

Mit Blick auf das Angebot für Enterprise Content Management (ECM) und Collaboration stellt IBM in Las Vegas ein Update der ECM-Software "Filenet P8" vor. Es ist die erste Aktualisierung der Software seit der Übernahme von Filenet im August 2006 und Frucht des internen Projekts "Tango", das auf eine Vereinigung der Produkte von IBM und Filenet abzielt. Zu den Highlights zählt eine neue Ajax-basierende Benutzeroberfläche, die ursprünglich von den IBM-Produkten für ECM stammt, sowie erweiterte "intelligente" Archivfunktionen. Weiter ist eine Integration mit dem Microsoft Office SharePoint Server" möglich und IBM bisheriges Repository für Content Management kann dank eines neuen Konnektors Dokumente mit Zeitstempel aus Lotus Notes 8 und Exchange 2007 laden. Schließlich hat IBM damit begonnen, seine bisher über die Alphaworks-Site entwickelte Wiki-Technik "QED Wiki" in die ECM-Umgebung einzuführen. QED Wiki dient zum Aufbau von Wikis in Unternehmen und kann nun im ersten Schritt für die Zusammenführung von Daten aus RSS-Feeds oder anderen Wikis ausprobiert werden. (as)



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