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BI & ECM

Lünendonk Liste

Die führenden BI-Hersteller Deutschlands

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von Sascha Alexander , Redakteur Computerwoche
Die jüngste Markterhebung des Beratungshauses Lünendonk zu Business Intelligence belegt Umsatzsprünge bei den Anbietern von bis zu 25 Prozent.

Gute Geschäfte konnten im vergangenen Jahr offenbar die Anbieter mit Anwendungen und Dienstleistungen für Business Intelligence (BI) in Deutschland machen. Gemessen am Umsatz mit Software und Services wuchs das Marktvolumen nach Einschätzung der Unternehmensberatung auf 800 Millionen Euro. Dies entspräche einer Zunahme um zwölf Prozent gegenüber der Lünendonk-Untersuchung von 2007.

SAS Institute bleibt Marktführer

Etwa 37 Prozent des Marktvolumens entfallen auf die traditionell vom Beratungshaus in der "Lünendonk Liste" aufgeführten15 BI-Anbieter. Sie erwirtschafteten einen Gesamtinlandsumsatz 294 Millionen Euro, was einem durchschnittlichen Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 9,1 Prozent entspricht. Marktführer im inländischen BI-Geschäft war auch 2008 wieder SAS Deutschland, das einen Inlandsumsatz von etwa 100 Millionen Euro verbuchte und somit um 4,2 Prozent gegenüber 2007 wachsen konnte. Auf dem zweiten Platz folgt Teradata mit einem Inlandsumsatz von 30 Millionen Euro, gefolgt von MicroStrategy mit 19,7 Millionen Euro auf Platz drei (siehe die Tabelle auf der nächsten Seite und die KORREKTUR auf dieser Seite).

Allerdings fehlen in der Liste traditionell eine Reihe wichtiger BI-Anbieter in Deutschland wie SAP (Business Objects), IBM (Cognos), Microsoft oder Oracle (Hyperion, Siebel). Dies begründet Lünendonk damit, dass man nur Unternehmen berücksichtige, die mehr als 50 Prozent ihres Gesamtumsatzes in Deutschland mit BI machen. Allerdings stehen diese IT-Konzerne immerhin für etwa 44 Prozent des deutschen BI-Marktvolumens, so Lünendonk.

Anmerkung der Redaktion : Nachdem es Kritik an der Auswahl der Anbieter in der Lünendonk-Liste gegeben hatte, hat die Geschäftsleitung reagiert und auf Anfrage der COMPUTERWOCHE eine Panne eingeräumt: "Die Unternehmen Sybase, Novem und Orbis (die noch auf der ersten Version der Lündonk Liste rangierten) erfüllen die Listenkriterien nicht. Diese Unternehmen waren auf einer Beta-Version des Rankings enthalten, die intern zur Prüfung vorlag. Diese Version ist bedauerlicherweise in den Markt gegangen. Dies werden wir umgehend korrigieren", so Jörg Hossenfelder, Geschäftsführer Lünendonk.


(4 Beiträge), 
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X42
Ich finde es gut, dass Herr Alexander, die ComputerWoche und Lünendonk hier zu den gemachten Fehlern stehen und diese korrigieren. Für die Zukunft wünsche ich mir dann allerdings gleich eine gründlichere Recherche bei allen Beteiligten. zum Beitrag

X42
Sehr geehrter Herr Bange, die Recherche-Intensität und Artikel-Güte der ComputerWoche läßt leider auch an anderer Stelle zu wünschen übrig, wie auch meine Kommentare zu folgendem Artikel aus dem Business Intelligence Bereich zeigen: http://www.computerwoche.de/knowledge_center/business_intelligence/1893509/ Mit freundlichen Grüßen, Frank Xavier zum Beitrag

Sascha Alexander
Sehr geehrter Herr Bange, Die Geschäftsleitung von Lünendonk hat mittlerweile Stellung zu Ihren Vorwürfen genommen und gegenüber der COMPUTERWOCHE erklärt, dass Ihre Kritik an der Lünendonk Liste an einer Stelle gerechtfertigt sei: "Die Unternehmen Sybase, Novem und Orbis erfüllen die Listenkriterien nicht. Diese Unternehmen waren auf einer Beta-Version des Rankings enthalten, die intern zur Prüfung vorlag. Diese Version ist bedauerlicherweise in den Markt gegangen. Dies werden wir umgehend korrigieren", so Geschäftsführer Jörg Hossenfelder. Eine korrigierte Fassung der "Lünendonk Liste" soll in den kommenden Tagen folgen. mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion Sascha Alexander Redaktion Computerwoche zum Beitrag

Carsten Bange
Jedem halbwegs Vertrauten mit dem Business-Intelligence-Markt in Deutschland stellt sich diese Liste sofort als groben Unfug dar: 1. Vier der fünf größten BI-Anbieter in Deutschland fehlen: SAP, Oracle, IBM, Microsoft - das sind ungefähr 50% des Umsatzes des BI-Softwaremarktes in Deutschland. 2. Das Aufnahmekriterium für eine Aufnahme in die Liste ist: ?Mehr als 50% des Umsatzes werden mit der Produktion, Vertrieb und Wartung eigener Business-Intelligence-Software-Produkte erzielt?. Dies ist offensichtlich nicht erfüllt bei Sybase (als Nr. 2 der BI-Anbieter in Deutschland ausgewiesen), deren Hauptumsatz in einer relationalen Datenbank für operative Anwendungen und mobilen Applikationen liegt ? der Business-Intelligence-bezogene Umsatz dürfte geringer als 10% sein, Orbis (Nr. 5 der Liste), die ihren Hauptumsatz mit ERP und CRM-Einführung machen und Novem (Nr. 13), die IBM Cognos Software weiterverkaufen. Bei CSS ist es eine Definitionsfrage, welche der angebotenen Lösungen überhaupt dem Segment Business Intelligence zugeordnet werden können. 3. Wenn das Aufnahmekriterium in die Liste die Produktion, Vertrieb und Wartung von Standardsoftware ist, dann sollte sich der Umsatz folgerichtig auch auf dieses Tätigkeiten beziehen. Die ausgewiesenen Umsätze sind aber offensichtlich Gesamtumsätze inklusiver weiterer Leistungen wie Implementierungsberatung. Der Anteil des eigentlichen Softwareumsatzes ist aber bei den aufgeführten Anbietern höchst unterschiedlich und schwankt zwischen 55 und 95%. Damit sind die Anbieter aber zumindest hinsichtlich einer Aussagekraft für "Anbieter für Standardsoftware" nicht anhand ihres Gesamtumsatzes vergleichbar. Fazit: Es fehlen 4 der Top 5 Anbieter, es finden sich in den angeblichen Top 15 Anbietern 3-4, die nach Aufnahmedefintion gar nicht auftauchen dürften und es wird nicht unterschieden zwischen Beratungs- und Softwareumsatz. Diese ?Top 15 der Anbieter für Business-Intelligence-Standardsoftware? erhöht nicht die Markttransparenz, sondern stellt den BI-Markt in Deutschland fundamental falsch dar. aus: http://www.beyenetwork.de/blogs/bange/ zum Beitrag


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