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BI & ECM
Reporting und Analyse

Dashboards und Techniken des Web 2.0 sollen BI attraktiver machen

14.05.2008
Autor(en): Peter Chamoni, Professor für Wirtschaftsinformatik und Operations Research an der Gerhard-Mercator Universität GH Duisburg sowie Direktor des TDWI Deutschland.
Anwendungen für Business Intelligence und ihre Oberflächen lassen sich heute durch die Nutzung von Dashboards, AJAX und Mashups grafisch ansprechender und interaktiver aufbauen.

Die Entwicklungsgeschichte der analytischen Informationssysteme hat in den letzten Jahrzehnten in schöner Regelmäßigkeit Themen aufgebracht, die in gleicher oder ähnlicher Form schon einmal da waren. Dies gilt auch für die heute von Analysten und Herstellern skandierte Forderung nach "Business Intelligence für alle".

Schon so genannte Executive-Information-Systeme (EIS), die vor 15 Jahren Hype waren, wurden bald darauf auch als "Everybody?s Information Systeme" beschworen. Bereits damals sollten die grafisch aufbereiteten Geschäftsdaten von EIS-Lösungen nicht nur in den "War Rooms" der Geschäftsleitung zur Betrachtung von Kennzahlen (Key Performance Indicators = KPIs) dienen, sondern alle Entscheidungsträger im Unternehmen mit aktuellen Informationen versorgen.

Schaut man zurück, so waren die damaligen Führungsinformationssysteme mit einer anmutigen grafischen Benutzeroberfläche (GUI) versehen, konnten Abweichungsanalysen farbig codieren (Traffic Lightning), waren datengetrieben und dynamisch. An der grafischen Oberfläche und der intuitiven Nutzung lag es nicht, dass es mit der Akzeptanz der EIS haperte. Das Problem war vielmehr die schnelle und konsistente Datenlieferung aus den operativen Systemen. Als Lösung entstand das Data Warehouse. Eine konsequente Entwicklung, die der Erkenntnis folgte, dass ein Frontend nur so gut sein kann, wie sein Backend es zulässt.

Dashboards als Instrumententafeln für jedermann

Ein Dashboard kann Unternehmenskennzahlen ansprechend grafisch darstellen.
Ein Dashboard kann Unternehmenskennzahlen ansprechend grafisch darstellen.

Heute sind Komponenten zur Visualisierung von Statusinformationen in allen Informationssystemen zur Prozesskontrolle und Steuerung eine Selbstverständlichkeit. Ebenso kommen sie in Leitstandsystemen und in Systemen für ein Corporate Performance Management (CPM) zum Einsatz. Daher sollte nicht mehr über das Ob, sondern nur noch über das Wie der grafischen Aufbereitung von Geschäftsinformationen diskutiert werden.

Aktuell ist vor allem das Interesse an Dashboards groß. Sie stellen quasi als zentrale Instrumententafeln den Entscheidungsträgern auf einen Blick die wichtigsten geschäftlichen Kennzahlen für das Controlling in Form von Tachometern oder Messinstrumenten bereit. Dashboards sind kein Privileg des Topmanagements, denn alle Management-Ebenen sind der Unternehmensstrategie verpflichtet und müssen ihren Beitrag zur Zielerreichung liefern. Das bedeutet, dass sie eine komfortable Oberfläche zur Analyse aller Geschäftsvorgänge benötigen (siehe auch "BI-Software ist vielen zu komplex").



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