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BI & ECM
Konzernkonsolidierung

Haniel macht die Bilanzierung nach IFRS verständlicher

18.04.2008
Autor(en): Sascha Alexander , Redakteur Computerwoche.
Um aussagekräftigere Jahresabschlüsse nach IFRS zu erzeugen, schuf der interantional tätige Duisburger Konzern eine integrierte Lösung, mit der sich wichtige Finanzdaten künftig ausführlich erläutern und besser verstehen lassen.

Die fünf Unternehmensbereiche der Haniel Holding mit mehr als 800 Unternehmenseinheiten müssen seit einigen Jahren gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilanzieren (siehe Kasten "Warum IFRS?"). Dazu wird das für den Konzernabschluss erforderliche Zahlenmaterial über das Konsolidierungswerkzeug SAP SEM-BCS (Strategic Enterprise Management-Business Consolidation Services) strukturiert erfasst und verarbeitet. Doch zur Verwaltung von Anhangsinformationen, die wichtige Erläuterungen zu den Bilanzen enthalten, eigne sich diese Software kaum. Insbesondere Kommentare zu Art und Dauer von Abschreibungen lassen sich nicht einfügen.

Um dieses Problem zu lösen, erweiterte Haniel im Jahr 2004 zunächst das Konsolidierungswerkzeug um einen Excel-basierenden Formularsatz, in den sich die ergänzenden quantitativen Daten und qualitativen Informationen von den Unternehmensbereichen und Einzelgesellschaften eintragen ließen. Zusätzlich wurde das Gros der rein quantitativen Anhangsinformationen in Statistikkonten einer separaten SEM-Version geführt.

Fehlende Datenintegration

Der Unternehmensbereich TAKKT ist in Europa und Nordamerika der führende B-to-B-Versandhändler für Büro-, Betriebs- und Lagerausstattung. Die Geschäftsbereiche KAISER + KRAFT EUROPA, Topdeq und K + K America bündeln das Angebot hunderter Lieferanten zu einem Sortiment mit mehr als 120.000 Produkten.
Der Unternehmensbereich TAKKT ist in Europa und Nordamerika der führende B-to-B-Versandhändler für Büro-, Betriebs- und Lagerausstattung. Die Geschäftsbereiche KAISER + KRAFT EUROPA, Topdeq und K + K America bündeln das Angebot hunderter Lieferanten zu einem Sortiment mit mehr als 120.000 Produkten.

Doch nach zwei IFRS-konformen Konzernabschlüssen mit dieser Lösung zeigte sich, dass auch diese kombinierte Erfassung an drei Stellen nicht optimal war. "Wir hatten keine Möglichkeit, quantitative und qualitative Daten strukturiert miteinander zu verbinden", blickt Patrick Lange, Projektleiter in der zentralen IT bei Haniel, zurück. Vielmehr entstand ein hoher manueller Abstimmungsaufwand, und eine Integration in den Konsolidierungs- und Berichtsprozess war erschwert.


Zusätzlich drohten aufgrund der Beschränkungen der Excel-Formulartechnik weitere Nachteile, denn die aus über 800 zu konsolidierenden Einheiten anfallende Informationsmenge ist riesig und lässt sich mit einer rudimentären Versionsverwaltung und mangelhaften Auswertungsmöglichkeiten nicht bewältigen. Beispielsweise ließ sich nicht auflisten, welche Informationen Einzelgesellschaften eines Unternehmensbereiches zu einem ausgewählten Vorgang angegeben hatten. Ebenso wenig wurden Auswertungen über mehrere Jahre oder über mehrere Einzelgesellschaften hinweg unterstützt.


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