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BI & ECM
Verzicht auf Exchange-Infrastruktur

Outlook wird zum Gmail-Interface

26.03.2008 um 15:02 Uhr
Autor(en): pte pte.
Cemaphore Systems hat heute seine Synchronisationslösung "MailShadow for Google Apps" (MailShadowG) vorgestellt.

Mit dem SaaS-Angebot (Sofware-as-a-Service) können E-Mails und andere Inhalte zwischen Outlook und Exchange auf der einen und G(oogle)mail auf der anderen Seite automatisch synchronisiert werden. Das System ist als Disaster-Recovery-Lösung geeignet und ermöglicht Unternehmen den Verzicht auf eine eigene Exchange-Infrastruktur. Mit der Ankündigung von MailShadowG wurde eine Beta-Testphase gestartet.

Nutzer von Outlook und Exchange bekommen mit MailShadowG die Möglichkeit, E-Mails, Kontakte und Kalenderdaten mit Gmail zu synchronisieren. Die Architektur der Software sorgt für bidirektionale Synchronisation in Echtzeit, sodass Inhalte jederzeit über Outlook oder Googles Webinterfaces abgerufen werden können. Das für viele Nutzer vertraute Outlook als Frontend-Client zum verbreiteten Webmail-Angebot werde Vorteile für viele Nutzer und Firmen bieten, ist Cemaphore überzeugt. Das Unternehmen positioniert MailShadowG dabei auch als "E-Mail-Kontinuitäts- und Disaster-Recovery-Lösung". Die auf Googles Infrastruktur übertragenen Outlook- und Exchange-Daten dienen dabei als Backup bei Problemen mit lokaler Hard- oder Software.

"Wir erwarten, dass diese Entwicklung zukünftig signifikanten Einfluss auf die Implementierung, das Management und die Archivierung von E-Mail-Inhalten haben wird", erklärt Tyrone Pike, Präsident und CEO Cemaphore. Dafür könnte sich als ausschlaggebend erweisen, dass mit MailShadowG auf Exchange und eine damit verbundene Hardware-Infrastruktur verzichtet werden kann. Die Möglichkeit, Outlook allein mit Googles Servern als Backend zu betreiben, soll besonders KMUs ansprechen. Als "wirklich interessant" für IT-Verantwortliche bezeichnet Gartner-Analyst Matt Cain diese Option einer Backend-Umstellung von Exchange auf Google unter Beibehalt von Outlook für die Nutzer. Allerdings bleibe abzuwarten, ob das System auch funktioniert, so der Analyst gegenüber der "New York Times".

Zunächst ist MailShadowG in eine kostenlose Beta-Phase gestartet, zu der Cemaphore Nutzer aus Unternehmen aller Größen einlädt. Der Vollbetrieb der SaaS-Lösung wird laut Unternehmen auf Basis "erschwinglicher" monatlicher Abonnements erfolgen, konkrete Preise hat Cemaphore jedoch noch nicht veröffentlicht. In weiterer Folge soll MailShadow auch andere wichtige E-Mail-Provider als Backend unterstützen. In diesem Zusammenhang nennt Cemaphore speziell die Angebote von MSN und Yahoo!. (pte)


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