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Business Intelligence

Gartner: Markt für Business Intelligence wächst langsamer

10.01.2008 um 15:34 Uhr
Die Zeit der zweistelligen Wachstumsraten ist wohl endgültig vorbei. Doch bleibt Business Intelligence weiterhin ein zentrales Thema für Unternehmen.

Laut Untersuchungen der Analysten von Gartner betrug die weltweite Wachstumsrate im vergangenen Jahr 12,5 Prozent. Sie war damit etwas niedriger als 2006. Diese Verlangsamung im Markt werde sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. So erwarten die Auguren, dass der Gesamtumsatz bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von nur noch 8,6 Prozent bis 2011 auf etwa sieben Milliarden Dollar ansteigen wird. Grund für diese Entwicklung seien die zunehmende Konsolidierung der Anbieterlandschaft, ausgereifte Produkte und der Preisdruck, die weniger Investitionen und damit Einnahmen bescherten. Business Intelligence (BI) bleibe aber ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für Anwender, die mehr denn je auf verlässliche Informationen für die Unternehmenssteuerung angewiesen sind.

Dominanz der Großen

Die Konsolidierung und Umschichtung im Herstellerlager hat laut Gartner-Analyst Dan Sommer aber auch einen positiven Effekt auf den Markt. So würden große Anbieter wie SAP, Oracle und IBM, die 2007 durch spektakuläre Übernahmen von sich reden machten, sowie Microsofts wachsendes Engagement zur Verbreitung von BI-Produkten beitragen. "Sie werden künftig zwei Drittel der Umsätze des Markts generieren". Verbliebene BI-Größen wie SAS Institute, Microstrategy, Information Builders und kleinere Spezialisten wie Arcplan, Panorama oder Qliktech müssten hingegen künftig ihre Anstrengungen erhöhen, um im Marketing-Getöse der großen vier Gehör zu finden. Parallel dazu sei mit neuen und innovativen Anbietern zu rechnen, die versuchen, mit ihren Produkten Lücken im Portfolio der "Mega Vendors" zu schließen.

Innovationen und Vertriebsmodelle sind gefragt

Mit bisherigen Techniken für Query und Reporting und Verfahren wie Online analytical processing (OLAP) allein sei hingegen nur noch schwer ein Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Vielmehr könnten laut Sommer die meisten Anbieter entsprechende Standardfunktionen und -produkte vorweisen. BI-Spezialisten müssen daher weitere Einsatzgebiete und Techniken für die Datenanalyse und ?aufbereitung aufzeigen, um gegen die Generalisten bestehen zu können. Interessant seien laut Sommer beispielsweise Dashboards, Predictive Modelling, BI kombiniert mit Unternehmenssuche, interaktive Visualisierungstechniken und die Arbeitsspeicher-basierende Datenanalyse. Neu sei auch die Vermietung von BI-Software (Software as a Service), die neben etablierte Hersteller wie Business Objects auch Neulinge wie Seatab und LucidEra offerieren. Ferner könnten künftig spezielle Mittelstandsangebote, das OEM-Geschäft (Original Equipment Manufacturers) mit kleineren Herstellern von Unternehmenssoftware sowie von Value added Resellern entwickelte Branchenlösungen zusätzliche Absatzchancen für BI-Spezialisten eröffnen. (as)



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