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Windows 7

Ein Monument wackelt

Die Windows-Ära geht zu Ende

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von Wolfgang Sommergut(CW-Redakteur)

4. Herausforderung: Virtualisierung ändert Spielregeln

Während Parallelsysteme wie Splashtop oder Hyperspace auf dem Client neue Nutzungsoptionen eröffnen, verfolgen Ansätze zur Desktop-Virtualisierung weitergehende Ambitionen. Die Konzepte für virtuelle Desktops (Virtual Desktop Infrastructure = VDI) konzentrieren sich vor allem darauf, den Windows-Client inklusive der darauf ausgeführten Anwendungen in virtuelle Maschinen (VM) auf dem Server zu verlagern.

Dort hat es Windows nur mehr mit einer virtuellen Hardware zu tun, die vom Hypervisor zur Verfügung gestellt wird. Dieser legt sich als Schicht zwischen das blanke Eisen und das Betriebssystem und übernimmt dort die Kontrolle der physischen Hardware. Einen solchen Ansatz verfolgt besonders VMware mit ESX, während Microsofts Hyper-V auf die Treiber des in der Verwaltungspartition installierten Windows Server angewiesen ist.

Die Virtualisierungssoftware muss dem Betriebssystem keineswegs die in der Server-Hardware tatsächlich installierten Komponenten zugänglich machen. Vielmehr kann sie dem OS weit verbreitete Hardwarebausteine vorspiegeln, für die auch Linux oder FreeBSD Treiber mitbringen.

Damit droht Microsoft eine wesentliche Stärke seines dominierenden Systems verloren zu gehen. Bisher entwickelten alle Hersteller von PCs und Peripheriegeräten grundsätzlich Treiber für Windows, während weniger verbreitete Betriebssysteme stets benachteiligt waren.

Die Virtualisierung der Hardware wird sich nicht auf Server-gestützte VDI-Lösungen beschränken. VMware kündigte auf der diesjährigen VMworld eine Initiative namens "vClient" an. In deren Rahmen soll ein Typ-1-Hypervisor für den Client entstehen, der direkt auf der Hardware aufsetzt. Ziel dieses Vorhabens ist eine übergreifende Plattform, auf der Desktops zentral verwaltet und dynamisch verschoben werden können, unabhängig davon, auf welchem Server oder Arbeitsplatz-PC sie gerade laufen.

Derzeit lässt sich noch nicht abschätzen, ob VMware mit seinem ehrgeizigen Vorhaben Erfolg haben wird. Allerdings zeichnet sich ab, dass ein Hypervisor in absehbarer Zeit zur Standardausstattung eines PC gehören wird, nachdem dies bei Servern schon die Regel ist. Falls sich die PC-Hersteller für diese Aufgabe zuständig fühlen, können sie in Zukunft möglicherweise auch eine Open-Source-Implementierung aus dem "Xen Client Initiative Project" integrieren. In jedem Fall würde sich dadurch die Verteilung des Betriebssystems auf die Endgeräte deutlich vereinfachen, und Windows würde an Bedeutung verlieren.

Entgegen diversen Spekulationen, wonach Microsoft Hyper-V auf den Client portieren und mit Windows 7 ausliefern könnte, hat das Unternehmen dazu noch keine Pläne bekannt gegeben. Das für Windows 7 angekündigte Feature "VHD Boot" erlaubt es, von einem Systemabbild im VHD-Format sowohl physikalische als auch virtuelle Rechner zu starten. Es könnte als Alternative zum Client-Hypervisor betrachtet werden, die aber mit einer heterogenen Hardwareausstattung einige Schwierigkeiten haben dürfte.

(8 Beiträge), 
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SoniX
Schon etwas seltsam, wenn sich Redakteure vom gleichen Verlag gegenseitig widersprechen. Es ist nun mal so, dass Vista ein bekanntes Problem damit hat, wenn es um ressourcenschonenden Umgang geht. Andererseits ist es aber auch nicht so, dass Microsoft daran untergehen könnte oder das Imperium fallen würde. Ja, es ist beides Unsinn. Es ist irgendwo in der Mitte. Microsoft hat einen Imageschaden, den Vista vergrössert hat. Allerdings sind diese auf dem Markt so gefestigt, dass es ein schweres wäre um sie zu vertreiben. Kritische Beiträge? Ja gerne. Aber dann bitte auf dem Boden der Realität. Ich weiß schon, dass meine Beiträge nicht die nettesten sind. Auch ecke ich gerne mal an. Aber ich bin einfach der Meinung, dass ein Redakteur die Wahrheit wiedergeben sollte ohne dabei auf die eine oder andere Seite abzudriften. Hier zählen Fakten und keine Meinungen. zum Beitrag

wsommergut
> Nun ein paar Monate später kommt ein anderer Redakteur und verzapft wieder Unsinn. Vertritt ein Redakteur die (sicher begründete) Position, dass der Ressourcenverbrauch von Vista kein Problem sei: Unsinn! Versucht ein anderer zu belegen, warum Windows angsichts der Entwicklungen auf dem Hardwaremarkt wegen der hohen Systemanforderungen doch Probleme bekommen könnte: auch Unsinn! Ja, und dann noch diese Computerwoche: Erscheint ein kritischer Beitrag wie dieser zu Windows: Bockmist! Möchte hingegen ein Autor belegen, dass Vista besser ist als sein Ruf: Inkompetenz! (siehe: http://www.computerwoche.de/forum/showpost.php?p=8644&postcount=1) Im Vergleich zu derartigen Beiträgen sind die Kommentare von Mdtiger angenehm sachlich. zum Beitrag

SoniX
Jaja.. die lieben Redakteure.. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich vor paar Monaten mit einem Computerbild Redakteur diskutiert hatte über Vista. Seiner Meinung nach braucht man eh nur ein schnelles System und das wäre auch vollkommen in Ordnung so, dass Vista viele Ressourcen beansprucht. Nun ein paar Monate später kommt ein anderer Redakteur und verzapft wieder Unsinn. Ich gebe euch beiden unrecht. Vista wird nicht gut indem man es gutredet und Microsoft wird daran auch nicht untergehen. "Viele Zeichen deuten darauf hin, dass Microsofts Client-Geschäft vor einem Umbruch steht" Ja hättet ihr da mal auch ein paar Quellen bitte? Welche Zeichen? Das Unternehmen versucht durch Bundling die Entwicklung zu beeinflussen? Wie bitte? Das war bei Windows eigentlich noch nie anders. Wüsste mal gerne warum es nun auf das Ende hindeuten soll? Den Rest des Artikels spare ich mir zu kommentieren. Hier wird mir Halbwissen um sich geworfen, dass es ne Freude ist. Fragt Ihr euch nicht manchmal ob Ihr vll statt auf Vodoo auf Fakten setzen solltet? Nebenbei: Ihr zieht genau das passende Clientel an um auf den Kommentar von Mdtiger einzugehen: "Das kann Mobbing sein, denn die Entwicklung der Software wurde sicher von Ansprüchen der Militärs beeinträchtigt (einerseits sollte es sicherer werden, damit es zu militärischen zwecken dient, andererseits sollte es offen sein, damit das System für den Bundestrojaner vorbereitet ist)." Oh man.. selten lese ich solch Bockmist wie bei euch und ich hoffe innständig darauf das ihr nicht repräsentativ seid. zum Beitrag

mdtiger
Vista hatte von Anfang an keine gute Presse. Aber dahinter verbirgt sich bestimmt keine Verschwörung. Was ich meinte, ist vielleicht nicht richtig rüber gekommen. Keine Verschwörung gegen Vista, sondern Machtkämpfe innerhalb von Microsoft. Wer hat dort was zu sagen und wer bestimmt den Kurs. Paul Allen galt als "brain" der Firma und hat sich wie später Bill Gates als Mäzen betätigt. Als "Herren" von Microsoft gelten jedoch britische Banker von Barclays Global Investors und amerikanische Finanzinvestoren aus dem Immobilienbereich. Während die einen Visionen von einer Digitalen Welt haben und die Vernetzung der Menschheit wünschen, geht es den anderen nur um Return on Investment und möglicherweise Kontrolle der User. Es mag auch um Ruhm und Ehre einzelner Programmierer oder Programmierer-Gruppen gehen, Microsoft stellt ja nicht Hinz und Kunz ein. Das hat aber nichts von Verschwörung, sondern höchstens etwas von Indiskretionen über Interna der Firma. Allerdings hat mich gerade ein Programm erwischt, das dem Ruf von Vista massiv geschadet hat: der Search-Indexer. Suche und Index gab es eigentlich schon immer und live-seach kann man sich bei win2000, server 2003 und winxp als Programm herunterladen. Bei Vista ist es jedoch wie der Defender fest integriert. Diese Suche geht meiner Meinung nach total an den Benutzer-Interessen vorbei. Einerseits braucht es enorme Rechenleistung. Vermutlich ist es die Ursache warum Vista als langsam gilt. Andererseits hat das Programm bei mir noch keinen einzigen brauchbaren Treffer gelandet. Wenn man sich die Verzeichnisse entlanghangelt und die Ergebnisse nach Name, Typ oder Größe sortieren lässt, ist man um einiges schneller. Windows 3.11 hatte ein Programm (Dateimanager) mit dem man die Ergebnisse filtern konnte. Damit hatte man sofortigen Zugriff auf die richtige Datei praktisch ohne Rechenzeit. Das sogenannte Windows-File-System marschiert in die entgegengesetzte Richtung. Daran wird sich auch bei Windows7 nichts ändern. zum Beitrag

T-desillusioniert
Zur üblichen Vista-Kritik: Das sind doch die ewig gleichartigen Kommentare gegen jegliche neue Microsoft-Betriebssystem-Varianten. Das wiederholt sich unablässig: Technikjournalisten erklären mir, dass ich beim alten Betriebssystem bleiben soll und das jeweils Neue am Besten ganz überspringe, denn der Nachfolger ist ja schon in Riechweite. Klar sollte niemand auf einem bestehnden System, was gut läuft, ohne triftigen Grund das Betriebssystem wechseln (wozu auch? Spieltrieb?). Ich habe mich z.B. vor einem Jahr bei einem neuen Rechner für Videoschnitt wegen der besseren Speicheradressierung für Vista64 entschieden. Ganz klar: das System mit Vista64 ist das stabilste und performanteste System, was ich je hatte. Ich persönlich versteh daher diese ganze irrationale Schlechtreden von Vista überhaupt nicht. Mit der passenden modernen Hardware - ein Traum! Und wer ältere Hardware verwendet, der kann doch sein altes BS weiternutzen, oder? .... Windows ist nach meiner meinung noch lange nich am Ende. Was sind den die Alternativen? --- Apple? Nö, da muss ich ja in die gleichnamige Sekte eintreten und künftig bei jeder Software oder Hardware den Kirchsteuerzuschlag zahlen ;-) --- Linux? Nee, da wird für mich als Anwender ja die Installation jedes neuen Programms zu einem Abendteuer und ich muss noch drei Semester Informatik nebenbei belegen. Windows ist schon o.k. - und die Zeiten von Win95 und Millenium Edition sind ja Gott sei Dank vorbei. Seit NT/W2000 ist Windows wirklich stabil. zum Beitrag


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