CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Windows 7

Ein Monument wackelt

Die Windows-Ära geht zu Ende

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
von Wolfgang Sommergut(CW-Redakteur)

3. Herausforderung: Veränderte Benutzerwartungen

Die zunehmende Verbreitung von Netbooks und Smartphones ändert die Ansprüche der Benutzer. Am deutlichsten zeigt sich dies an der abnehmenden Toleranz gegenüber den Ladezeiten eines voll ausgestatteten Betriebssystems. Es gehört zur gängigen Erfahrung von Vista-Anwendern, dass der Start des Systems und das nachfolgende Anmelden an einem WLAN zum bloßen Abrufen von E-Mails in der Regel zu lange dauert.

Die Hardwarehersteller greifen daher immer häufiger zu eigenen Lösungen, die sie unabhängiger von Microsoft machen und die gleichzeitig die Bedeutung von Windows aushöhlen. So zeichnet sich ab, dass immer mehr Rechner neben Windows ein schnell startendes Mini-Betriebssystem enthalten, mit dem sich viele gängige Aufgaben erledigen lassen.

Asus und Lenovo begannen damit, auf ihren Notebooks und Motherboards das Mini-Betriebssystem "Splashtop" von DeviceVM vorzuinstallieren. Das System ist innerhalb weniger Sekunden betriebsbereit und umfasst unter anderem den Web-Browser Firefox, Skype für Internet-Telefonie und einen Muliprotokoll-Client für Instant Messaging. Bei Bedarf lässt sich Windows von Splashtop aus starten. DeviceVM positioniert sein System auch für Netbooks, wo es Windows vollständig ersetzen könnte.

Noch weiter geht der BIOS-Hersteller Phoenix mit Hyperspace, das dem Benutzer nach einer sehr kurzen Ladezeit ebenfalls ein Set von Basisanwendungen bereitstellen kann. Im Unterschied zu Splashtop enthält Hyperspace eine Virtualisierungsschicht, so dass Windows parallel zum eingebauten Mini-Betriebssystem laufen kann. Auf diese Weise bekommt Microsofts Desktop-Bolide einen permanenten Rivalen für gängige Aufgaben, der einfacher zu bedienen und über einen einzigen Tastendruck zu erreichen ist.

(8 Beiträge), 
Kommentieren
SoniX
Schon etwas seltsam, wenn sich Redakteure vom gleichen Verlag gegenseitig widersprechen. Es ist nun mal so, dass Vista ein bekanntes Problem damit hat, wenn es um ressourcenschonenden Umgang geht. Andererseits ist es aber auch nicht so, dass Microsoft daran untergehen könnte oder das Imperium fallen würde. Ja, es ist beides Unsinn. Es ist irgendwo in der Mitte. Microsoft hat einen Imageschaden, den Vista vergrössert hat. Allerdings sind diese auf dem Markt so gefestigt, dass es ein schweres wäre um sie zu vertreiben. Kritische Beiträge? Ja gerne. Aber dann bitte auf dem Boden der Realität. Ich weiß schon, dass meine Beiträge nicht die nettesten sind. Auch ecke ich gerne mal an. Aber ich bin einfach der Meinung, dass ein Redakteur die Wahrheit wiedergeben sollte ohne dabei auf die eine oder andere Seite abzudriften. Hier zählen Fakten und keine Meinungen. zum Beitrag

wsommergut
> Nun ein paar Monate später kommt ein anderer Redakteur und verzapft wieder Unsinn. Vertritt ein Redakteur die (sicher begründete) Position, dass der Ressourcenverbrauch von Vista kein Problem sei: Unsinn! Versucht ein anderer zu belegen, warum Windows angsichts der Entwicklungen auf dem Hardwaremarkt wegen der hohen Systemanforderungen doch Probleme bekommen könnte: auch Unsinn! Ja, und dann noch diese Computerwoche: Erscheint ein kritischer Beitrag wie dieser zu Windows: Bockmist! Möchte hingegen ein Autor belegen, dass Vista besser ist als sein Ruf: Inkompetenz! (siehe: http://www.computerwoche.de/forum/showpost.php?p=8644&postcount=1) Im Vergleich zu derartigen Beiträgen sind die Kommentare von Mdtiger angenehm sachlich. zum Beitrag

SoniX
Jaja.. die lieben Redakteure.. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich vor paar Monaten mit einem Computerbild Redakteur diskutiert hatte über Vista. Seiner Meinung nach braucht man eh nur ein schnelles System und das wäre auch vollkommen in Ordnung so, dass Vista viele Ressourcen beansprucht. Nun ein paar Monate später kommt ein anderer Redakteur und verzapft wieder Unsinn. Ich gebe euch beiden unrecht. Vista wird nicht gut indem man es gutredet und Microsoft wird daran auch nicht untergehen. "Viele Zeichen deuten darauf hin, dass Microsofts Client-Geschäft vor einem Umbruch steht" Ja hättet ihr da mal auch ein paar Quellen bitte? Welche Zeichen? Das Unternehmen versucht durch Bundling die Entwicklung zu beeinflussen? Wie bitte? Das war bei Windows eigentlich noch nie anders. Wüsste mal gerne warum es nun auf das Ende hindeuten soll? Den Rest des Artikels spare ich mir zu kommentieren. Hier wird mir Halbwissen um sich geworfen, dass es ne Freude ist. Fragt Ihr euch nicht manchmal ob Ihr vll statt auf Vodoo auf Fakten setzen solltet? Nebenbei: Ihr zieht genau das passende Clientel an um auf den Kommentar von Mdtiger einzugehen: "Das kann Mobbing sein, denn die Entwicklung der Software wurde sicher von Ansprüchen der Militärs beeinträchtigt (einerseits sollte es sicherer werden, damit es zu militärischen zwecken dient, andererseits sollte es offen sein, damit das System für den Bundestrojaner vorbereitet ist)." Oh man.. selten lese ich solch Bockmist wie bei euch und ich hoffe innständig darauf das ihr nicht repräsentativ seid. zum Beitrag

mdtiger
Vista hatte von Anfang an keine gute Presse. Aber dahinter verbirgt sich bestimmt keine Verschwörung. Was ich meinte, ist vielleicht nicht richtig rüber gekommen. Keine Verschwörung gegen Vista, sondern Machtkämpfe innerhalb von Microsoft. Wer hat dort was zu sagen und wer bestimmt den Kurs. Paul Allen galt als "brain" der Firma und hat sich wie später Bill Gates als Mäzen betätigt. Als "Herren" von Microsoft gelten jedoch britische Banker von Barclays Global Investors und amerikanische Finanzinvestoren aus dem Immobilienbereich. Während die einen Visionen von einer Digitalen Welt haben und die Vernetzung der Menschheit wünschen, geht es den anderen nur um Return on Investment und möglicherweise Kontrolle der User. Es mag auch um Ruhm und Ehre einzelner Programmierer oder Programmierer-Gruppen gehen, Microsoft stellt ja nicht Hinz und Kunz ein. Das hat aber nichts von Verschwörung, sondern höchstens etwas von Indiskretionen über Interna der Firma. Allerdings hat mich gerade ein Programm erwischt, das dem Ruf von Vista massiv geschadet hat: der Search-Indexer. Suche und Index gab es eigentlich schon immer und live-seach kann man sich bei win2000, server 2003 und winxp als Programm herunterladen. Bei Vista ist es jedoch wie der Defender fest integriert. Diese Suche geht meiner Meinung nach total an den Benutzer-Interessen vorbei. Einerseits braucht es enorme Rechenleistung. Vermutlich ist es die Ursache warum Vista als langsam gilt. Andererseits hat das Programm bei mir noch keinen einzigen brauchbaren Treffer gelandet. Wenn man sich die Verzeichnisse entlanghangelt und die Ergebnisse nach Name, Typ oder Größe sortieren lässt, ist man um einiges schneller. Windows 3.11 hatte ein Programm (Dateimanager) mit dem man die Ergebnisse filtern konnte. Damit hatte man sofortigen Zugriff auf die richtige Datei praktisch ohne Rechenzeit. Das sogenannte Windows-File-System marschiert in die entgegengesetzte Richtung. Daran wird sich auch bei Windows7 nichts ändern. zum Beitrag

T-desillusioniert
Zur üblichen Vista-Kritik: Das sind doch die ewig gleichartigen Kommentare gegen jegliche neue Microsoft-Betriebssystem-Varianten. Das wiederholt sich unablässig: Technikjournalisten erklären mir, dass ich beim alten Betriebssystem bleiben soll und das jeweils Neue am Besten ganz überspringe, denn der Nachfolger ist ja schon in Riechweite. Klar sollte niemand auf einem bestehnden System, was gut läuft, ohne triftigen Grund das Betriebssystem wechseln (wozu auch? Spieltrieb?). Ich habe mich z.B. vor einem Jahr bei einem neuen Rechner für Videoschnitt wegen der besseren Speicheradressierung für Vista64 entschieden. Ganz klar: das System mit Vista64 ist das stabilste und performanteste System, was ich je hatte. Ich persönlich versteh daher diese ganze irrationale Schlechtreden von Vista überhaupt nicht. Mit der passenden modernen Hardware - ein Traum! Und wer ältere Hardware verwendet, der kann doch sein altes BS weiternutzen, oder? .... Windows ist nach meiner meinung noch lange nich am Ende. Was sind den die Alternativen? --- Apple? Nö, da muss ich ja in die gleichnamige Sekte eintreten und künftig bei jeder Software oder Hardware den Kirchsteuerzuschlag zahlen ;-) --- Linux? Nee, da wird für mich als Anwender ja die Installation jedes neuen Programms zu einem Abendteuer und ich muss noch drei Semester Informatik nebenbei belegen. Windows ist schon o.k. - und die Zeiten von Win95 und Millenium Edition sind ja Gott sei Dank vorbei. Seit NT/W2000 ist Windows wirklich stabil. zum Beitrag


Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

Jobangebote SW-INFRASTRUKTUR: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Agile - Aus für Wasserfall? (Foto: Fotolia, Marvellousworld) Agile - Aus für Wasserfall? Viele Softwareentwickler sagen ein Aussterben des klassischen Waterfall-Vorgehens voraus. Zu früh, sagt Anton Dechko von SaM Solutions.
weiter
Zehn Linux-Desktops im Test (Foto: Larry Ewing) Zehn Linux-Desktops im Test Linux-Distributionen gibt es viele. Wir haben zehn empfehlenswerte Varianten des Open-Source-Betriebssystems geprüft.
weiter
64-Bit-Tools für Windows 7 (Foto: Microsoft) 64-Bit-Tools für Windows 7 Diese 64-Bit-Programme für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 machen Administratoren und Anwendern das Leben leichter.
weiter
Photoshop-Alternativen (Foto: Diego Wyllie) Photoshop-Alternativen Es muss nicht immer Photoshop sein. Im Web gibt es viele Grafik-Tools, die ähnlich professionelle Ergebnisse liefern und auch noch kostenlos sind. ...
weiter
Windows-7-Migration - Teil 1 Windows-7-Migration - Teil 1 Ein großer Teil des Aufwands für Windows-7-Migrationsprojekte entfällt auf die Kompatibilität bestehender Anwendungen.
weiter
FEATURED LINKS