CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Windows 7

XP-Nachfolger ist besser als sein Ruf

Die häufigsten Irrtümer zu Windows Vista

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
von Michael Pietroforte (Fachautor in München und Betreiber der Website 4sysops.com)

Vista rechnet sich nicht

Für die Frage, ob sich ein Umstieg auf Vista lohnt, ist entscheidend, ob einige der Neuerungen die Produktivität der Systemverwaltung und Mitarbeiter erhöht. Da dies je nach Umgebung variiert, bleibt den Verantwortlichen nichts anderes übrig, als sich die Verbesserungen im Detail anzusehen. Ein erster Anlaufpunkt bieten die entsprechenden Artikel in der Wikipedia, da hier ein Großteil der Neuerungen verhältnismäßig objektiv dargestellt wurde. Nützlich ist auch ein neues Dokument von Microsoft, das Windows XP SP3 mit Windows Vista SP1 genau vergleicht.

Ein Kostensparer für die Systemverwaltung ist sicher die neue Imaging-Technlogie, die das Klonen einer Installation auf beliebige Hardware ermöglicht. Administratoren, die bislang auf die unbeaufsichtigte Installation von Windows setzten, verstehen dieses Feature häufig nicht. Um die neue Möglichkeiten auszuloten, empfiehlt es sich, die Master-Images in einer virtuellen Umgebung, beispielsweise mit VMware Workstation, zu erzeugen. Dabei wird man schnell feststellen, dass sich mit einer Virtualisierungs-Software die Erstellung und Wartung von Images dank Snapshot-Technik und Cloning sehr viel Zeit sparen lässt.

Die überarbeitete Ereignisanzeige unterstützt die Systemverwaltung bei der Fehlersuche besser als dies unter XP der Fall war.
Die überarbeitete Ereignisanzeige unterstützt die Systemverwaltung bei der Fehlersuche besser als dies unter XP der Fall war.
Die überarbeitete Ereignisanzeige unterstützt die Systemverwaltung bei der Fehlersuche besser als dies unter XP der Fall war.

Ferner sollte man versuchen, bei der Verteilung der Images soweit wie möglich auf Scripting-Techniken zu verzichten. Das heißt, im Master-Image sind alle Anwendungen zu integrieren und soweit zu konfigurieren, dass ein Eingriff während der Installation weitgehend überflüssig ist. Unter günstigen Bedingungen kann man komplett auf Softwareverteilung verzichten, so dass der Helpdesk bei Problemen einen PC kurzerhand neu klonen kann, anstatt sich auf eine langwierige Fehlersuche einzulassen.

Die etwa 500 neuen Richtlinien bieten zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten und können die Systemverwaltung entlasten. Microsoft hat alle Gruppenrichtlinien in einer Excel-Tabelle zusammenfasst. Um sich die Richtlinien anzeigen zu lassen, die nur Vista bietet, kann man die Tabelle nach der "Requirements"-Spalte sortieren.

Die neue Ereignisprotokollierung mit ihren zahlreichen neuen Ereignistypen sowie der neuen Ereignisanzeige inklusive Filter können den Administratoren im Problemfall ebenfalls helfen. Das Zusammenführen der Ereignisse von mehreren Computern ("Event-Forwarding") bietet nicht nur neue Möglichkeiten, die Sicherheit zu verbessern, sondern ist vor allem dann nützlich, wenn ein bestimmter Fehler nur auf einzelnen Computer auftaucht. Anhand der Gemeinsamkeiten dieser Rechner erkennt man dann meist schnell, was der der Verursacher des Problems ist.

(5 Beiträge), 
Kommentieren
SoniX
Okay. Also zuerst mal: Wenn ein Betriebssystem 40% CPU Zeit für sich beansprucht, dann ist es eindeutig nicht zu gebrauchen. Jeder in meinem Umfeld würde mir die Schüssel nachschiessen, wenn ich diese so hinterlassen würde. Das was gefragt ist, ist ein stabiles funktionierendes System. Es soll reaktiv sein und einfach unbemerkt seine Arbeit verrichten. Dann wiederum wie schon gesagt. Wenn man von Bürorechnern spricht, dann läuft darauf Office, email, ein paar spezifische Programme, vielleicht noch ein Grafikbearbeitungsprogramm etc. Jedes dieser Dinge läuft zufriedenstellend auf einer singlecore CPU und 1GB Ram sind vollkommen ausreichend. Sollte man alle PCs austauschen nur damit das neue Betriebssystem auch in akzeptabler Geschwindigkeit läuft? Welchen Mehrwert hat es denn? Für normale Anwender keinen. Im Gegenteil. Er wird mit einer neuen Oberfläche konfrontiert, welche schon einige Schimpfworte zu Tage gefördert hat. Der normale User wird genervt von Fragen. Ja, ich verstehe den Sinn dahinter und weiß auch das dies ein aufgegriffenes Argument ist. Aber meine Erfahrung hat gezeigt, das dies auch in der Realität zutrifft. Wenn Microsoft endlich die Lanze gebrochen hätte, dann wäre es etwas geworden mit der Sicherheit. Auf Kosten der Kompatibilität natürlich. Hatten sie aber nicht getan. Inkompatibilitäten gibt es aber trotzdem. Sie sprechen von erhöhter Sicherheit. Tut mir leid, aber ich kann diese nicht erkennen. Ich lese noch immer noch von Sicherheitslecks im Internet Explorer. Updates hagelt es auch von allen Seiten. Tut mir leid. Sicherheit und Stabilität sieht anders aus. Ja selbst heute noch mit Vista verwenden User den Administratorstatus als standard. Microsoft hat sich gebessert, aber meiner Meinung nach war dies nicht der endgültig richtige Weg. Zu meinen Erfahrungen: Ich wollte mit einer Freundin eine DVD ansehen auf ihrem Vistanotebook. Ich stellte die Lautstärke hoch woraufhin das Touchpad seinen Dienst verweigerte. Einer meiner Verwandten kaufte sich einen PC mit Vista, worauf ich als erste Tätigkeit die Auflösung richtigstellte. Tja.. Die Meldung, dass nun alle grafischen Spielereien deaktiviert werden, aufgrund von Speichermangel lies mich zuerst mal staunen. Ein anderer neuer VistaPC verhing sich in einer endlos bootschleife und wurde gleich zurückgebracht. Wieder ein anderer neuer VistaPC stürzt reproduzierbar ab, wenn man versucht eine UMTS Karte zu installieren. Vistageeignet wohlgemerkt. Und weils so schön ist noch ein neuer VistaPC. Ich wurde geholt, weil sich ein mp3 stream nicht abspielen lies. Der Grund war, dass es mit Internetexplorer nicht möglich war Dateien herunterzuladen. Das Downloadfenster blinkte nur kurz auf und verschwand wieder ohne etwas zu tun. Wohlgemerkt ein neuer PC von der Stange. Das witzige an der Sache ist, dass ich bisher noch kein Vistasystem gesehen habe, welches auf nur irgendwie stabil läuft und jedesmal wenn ich damit zu tun habe gibt es nur Probleme. "Viel wichtiger ist jedoch, dass Vistas UAC Entwickler dazu zwingt, bei Applikationen für Endanwender darauf zu achten, dass diese auch ohne Administratorenrechte problemlos laufen." Das mag sein, aber wenn man als default als Administrator unterwegs ist nützt dies nicht viel. "Auf älteren PCs, die nicht mindestens über 1.5GB RAM und eine Dual-Core-CPU verfügen, hat Vista nichts zu suchen und auf moderner Hardware arbeitet Vista genauso schnell wie Windows XP." Nein. korrekt: "Auf älteren PCs, die nicht mindestens über 1.5GB RAM und eine Dual-Core-CPU verfügen, hat Vista nichts zu suchen und auf moderner Hardware arbeitet Vista genauso schnell wie Windows XP auf damaliger Hardware." Ich bin auch nicht einverstanden mit Ihrer Meinung, dass es keinen Sinn hätte eine Generation zu überspringen. Wenn man eine Generation überspringt hat man nur die halbe Arbeit. Natürlich schiebt man die Migration nur nach hinten. Aber man halbiert sie damit auch. Bei uns wird immer noch Windows 2000 eingesetzt. Einfach weil es funktioniert wie es soll und auch auf betagteren Rechnern läuft und so die Konsistenz zwischen den PCs gewährleitet ist. Ein Umstieg auf Vista würde uns wirklich keinen Mehrwert bringen, sondern nur einen Haufen Geld kosten und jede Menge Zeit fressen. zum Beitrag

joda56
@Pietroforte ... über die Aufgaben eines Betriebssystems. IMHO soll es in erster Linie das geeignete Umfeld für Anwendungen schaffen. Dazu zählt auch, Leistung der Hardware vorwiegend für Anwendungen zur Verfügung zu stellen und möglichst wenig Ressourcen für sich selbst beanspruchen. Sicher kann man mit Vista auf eine Desktopfirewall verzichten, aber für Unternehmen spielen Desktopfirewalls eine untergeordnete Rolle. Das der Marktanteil von Vista kontinuierlich zunimmt, hängt jedoch eher mit der Vorinstallation durch PC-Hersteller, als mit der Überzeugung der Anwender zusammen. Ein Parallelbetrieb von zwei Betriebssystemen ziehen viele Unternehmen aus nachvollziehbaren Gründen jedoch nicht in Erwägung. So deinstallieren wir zur Zeit von neuen Geräten Vista, um durch die Installation von XP eine einheitliche Umgebung zu schaffen und auch "älteren Programmen" eine Chance zu geben. Microsofts Kernkompetenz liegt für mich persönlich im Bereich Betriebssysteme und Officeapplikationen. Durch bestimmte Strategien in der Geschäftsfelderweiterung (z.B. ERP) scheinen mir jedoch nicht genügend Entwicklungressourcen in die Kernkompetenz Betriebssystem gesteckt zu werden. "Halbfertige" OS auf den Markt zu werfen und kurze Zeit später einen Nachfolger anzukündigen, trägt nicht gerade zum Aufbau von Vertrauen bei. Auch die Kostenseite ist nicht zu unterschätzen. Abseits vom Migrationsaufwand schlagen i.d.R. ja auch zusätzliche Lizenzgebühren zu Buche. Ich persönlich nutze Vista in der Ultimate Edition privat von der 1. Beta bis zum Servicepack 1. Ich bin im Grunde genommen mit der Performance genauso zufrieden, wie mit der Performance meiner XP Maschinen. Erwartet hätte ich jedoch mehr. zum Beitrag

Pietroforte
@SoniX Ich kann durchaus verstehen, dass bei so einem Thema die Emotionen hochkochen. Über sachliche Kritik freue ich mich aber immer. Was Sie mit ?zwei völlig verschiedenen Sachen? meinen, verstehe ich ehrlich gesagt nicht und von 100% Auslastung ist in meinem Beitrag eigentlich nicht die Rede. @joda56 Ein Austausch älterer PCs ist nicht in jedem Unternehmen sinnvoll. Da haben Sie vollkommen Recht. Das steht ja so auch im Beitrag. Ein modernes Betriebssystem braucht halt auch moderne Hardware. Deshalb hat Vista auch keine ?schlechte Performance?. Nach meinem Gefühl ist sie auf moderner Hardware sogar besser als seinerzeit die von Windows XP nach dessen Debüt. Deshalb kann man zwar sagen, dass die Anschaffungskosten für neue PCs ein Argument gegen Vista sein können, aber eben nicht dessen Performance. Wer auf einem Vista-PC arbeitet, der zu langsam ist, hat irgendetwas falsch gemacht. Mehr wollte ich eigentlich nicht sagen. Vistas neue Sicherheitsfeatures machen Sicherheitssoftware von Drittanbietern nur zum Teil überflüssig. Auf einen Virenscanner von einem Fremdanbieter kann man sicher nicht verzichten, auf eine Desktop-Firewall schon. zum Beitrag

joda56
Der Autor: "Auf älteren PCs, die nicht mindestens über 1.5GB RAM und eine Dual-Core-CPU verfügen, hat Vista nichts zu suchen und auf moderner Hardware arbeitet Vista genauso schnell wie Windows XP." Das mag sein, aber warum sollte ein Unternehmen PC Arbeitsplätze auf denen Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Clientanwendungen mit einer Single Core CPU und mit 1 GB Hauptspeicher performant arbeiten austauschen? Die schlechtere Performance von Vista darf also sehr wohl als Argument ins Feld geführt werden. Wenn neue Hardwareentwicklung lediglich dazu dienen, den Ressourcenhunger von Betriebssystemen zu stillen, dann ist irgend etwas falsch! Oder gibt es da hidden agendas?? ;-) Will der Autor vielleicht sagen, dass die Sicherheitsaspekte, die bei Vista berücksichtigt wurden, Virenscanner, Firewalls und andere Sicherheitssoftware überflüssig machen? zum Beitrag

SoniX
AHHHH NEIN!!! Wer hat denn das hier verfasst? Solch Inkompetenz tut schon weh beim lesen. "Statt neuer Funktionen stand nun auf einmal Sicherheit im Vordergrund. Man erkannte, dass auch Sicherheit ein wesentliches Feature ist. Windows Vista ist Microsofts erstes Betriebssystem, das von der damals ausgerufenen Trustworthy-Computing-Sicherheitsinitiative in vollem Umfang profitiert." Trustworthy Computing != Sicherheit Das sind zwei völlig verschiedene Sachen. "Ob das Betriebssystem 20 oder 40 Prozent der CPU-Leistung beziehungsweise des Arbeitsspeichers in Anspruch nimmt, spielt keine Rolle." Ja klar. Am liebsten ist es mir natürlich, wenn das Betriebssystem gleich 100% in Anspruch nimmt. ?!?!?? WTF???? Lieber Autor. Bei solch Aussagen sollten sie sich nocheinmal überlegen ob sie nicht besser einer anderen Tätigkeit nachgehen. zum Beitrag


Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

Jobangebote SW-INFRASTRUKTUR: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Agile - Aus für Wasserfall? (Foto: Fotolia, Marvellousworld) Agile - Aus für Wasserfall? Viele Softwareentwickler sagen ein Aussterben des klassischen Waterfall-Vorgehens voraus. Zu früh, sagt Anton Dechko von SaM Solutions.
weiter
Zehn Linux-Desktops im Test (Foto: Larry Ewing) Zehn Linux-Desktops im Test Linux-Distributionen gibt es viele. Wir haben zehn empfehlenswerte Varianten des Open-Source-Betriebssystems geprüft.
weiter
64-Bit-Tools für Windows 7 (Foto: Microsoft) 64-Bit-Tools für Windows 7 Diese 64-Bit-Programme für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 machen Administratoren und Anwendern das Leben leichter.
weiter
Photoshop-Alternativen (Foto: Diego Wyllie) Photoshop-Alternativen Es muss nicht immer Photoshop sein. Im Web gibt es viele Grafik-Tools, die ähnlich professionelle Ergebnisse liefern und auch noch kostenlos sind. ...
weiter
Windows-7-Migration - Teil 1 Windows-7-Migration - Teil 1 Ein großer Teil des Aufwands für Windows-7-Migrationsprojekte entfällt auf die Kompatibilität bestehender Anwendungen.
weiter
FEATURED LINKS