CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Karriere & Gehalt

Die sieben Sünden der Joblosen

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
Vor frommen Lügen, vagen Versprechungen oder Schuldzuweisungen warnt Gerhard Winkler. Der Bewerbungsexperte sagt, was man unbedingt vermeiden sollte.

Um es gleich vorwegzunehmen: Gründe für die schwierige Situation am Arbeitsmarkt gibt es viele. Doch ausführliche Analysen verschaffen arbeitslosen Menschen keine neue Stelle. Arbeiten schließt an sich selbst arbeiten ein. Und Arbeit suchen heißt, diese Eigenarbeit noch zu forcieren.

Hier lesen Sie ...

  • weshalb Eigeninitiative für Jobsuchende existenziell wichtig ist;

  • dass sich ein Bewerbungsschreiben mit Wut im Bauch keineswegs besser formulieren lässt;

  • warum Selbstmitleid schadet.

Todsünde: Zorn

Dass man keinen Job für Sie hat, ist nicht persönlich gemeint. Vielleicht ist die Massenarbeitslosigkeit ja vom System bedingt. Andererseits beschäftigen Sie sich in Ihrer Situation besser damit, sich einen Job zu suchen, als das System zu verwünschen. Auch auf die Vertreter in Management, Politik und Gewerkschaft zu schimpfen, hat etwas zutiefst Verlogenes. Wer von "denen dort oben" redet, siedelt sich selbst ganz unten an.

Bei aller höflichen Betroffenheit der Jobinhaber: Nichts trifft im Grunde auf tiefstes Unverständnis als der Zorn der Arbeitslosen, denn in diesen Tagen sind alle damit beschäftigt, zu überleben. Arbeiten Sie für sich, arbeiten Sie mit anderen unaufhörlich daran, dass Sie eine Beschäftigung finden. Lassen Sie nicht nach. Doch dafür brauchen Sie einen klaren, nicht durch Zorn oder Ressentiments getrübten Blick.

Todsünde: Trägheit

Sobald man arbeitslos wird, erlebt man, dass die Allgemeinheit anscheinend wenig von einem erwartet und sich noch weniger mit einem beschäftigen will. Das eigene Zeitbudget wächst ins Grenzenlose. Die Tage verrinnen einem zwischen den Fingern. Länger Arbeitslose erleben ihre Existenz als gedämpft. Sie lassen sich davon lähmen. Trägheit des Denkens: Darauf zu bauen, dass die starke Hand des Staats für einen die Existenzbewältigung übernimmt. Trägheit des Herzens: Keinen Mumm zu haben, sich und seine Umgebung zu verändern. Trägheit des Handelns: Nicht aus den Puschen kommen und ja nichts von sich aus tun.

(1 Beitrag), 
Kommentieren
landx
Peinlichkeiten der Arbeitsstellenanbieter: - Überlege, ob Du jemanden einstellen möchtest BEVOR Dein Stellenangebot veröffentlicht wird und anderweitig Kosten verursacht - Wenn Du auf Deiner Webseite die Möglichkeit zur Initiativbewerbung anbietest, sollten Deine Mitarbeiter der Bewerbungsflut gewachsen sein - Wenn Du eine Jobanzeige auf Deiner Webseite schaltest, der eine spezielle E-Mail-Adresse zugeordnet wird (jobs@...), sollte sich mindestens ein Mitarbeiter um den Postfachinhalt kümmern - Antworten, wie: "Ihre E-Mail-Bewerbung ist nicht angekommen, vielleicht liegt es am Spam-Filter?" zeugen von mangelnden Kompetenz in Sachen "Internet". - Verlange keine weiteren Unterlagen vom Bewerber, wenn Du nicht genügend Zeit/Lust hast, Dich mit dem bereits Erhaltenen zu befassen - Fragen, wie: "warum haben Sie sich ausgerechnet bei Uns beworben?", "Warum glauben Sie, dass wir sie einstellen sollten?" wirken umso peinlicher, je kleiner und nichtssagender Dein Unternehmen (Unternehmen des Arbeitgebers) ist. Stelle derartige Fragen nicht, wenn Du nicht belogen werden möchtest. Wer mehrere Dutzend Bewerbungen versendet hat, sucht Arbeit und ist nicht mehr wählerisch - ein Arbeitgeber hin oder her. - "Unsere Mitarbeiter sind unser Potential" wirkt als Webseitensspruch angesichts der hohen Anzahl von Entlassungen nicht mehr glaubwürdig (und gilt nur bis nur nächsten Entlassungswelle). Im Vorstellungsgespräch: - Belüge den potentiellen Angestellten nicht. Er/sie ist nicht so naiv, wie Du glaubst, Du nicht professionell genug, um die Lügen zu tarnen. - Wenn ein E-Mai-Bewerbungsanschreiben des potentiellen Angestellten aus 2 Sätzen besteht und der Subject-Zeile, solltest Du diese Inhalte während des persönlichen Gespräches wenigstens grob kennen. - Lese die zugesandten Bewerbungsunterlagen des potentiellen Angestellten VOR dem Vorstellungsgespräch wenigstens einmal durch. Stellen keine Fragen, aus denen resultieren kann, dass Du Dir die Unterlagen kaum angeguckt hast. - Beende rechtzeitig des Vorstellungsgespräch bevor es in belanglosen Fragen und ebensolchen Antworten endet - Wenn Sich ein/e Bewerber/in auf ein Stellenangebot, wie: "Wir suchen kontinuierlich *absolventen" gemeldet hat und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, sollten Sie bereits vorab geklärt haben, wofür er/sie eingesetzt werden soll. Die Frage im persönlichen Gespräch, im Sinne von: "Was wollen Sie eigentlich bei uns tun?" deutet einen extrem guten Anfang eines Arbeitsverhältnisses an. zum Beitrag


Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

JOB & KARRIERE: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Täglich Karriere-Tipps... Täglich Karriere-Tipps... gibt Steffen Weissbarth von Exasol noch bis 23. November.
weiter
Der große Gehaltsreport 2011 (Foto: Fotolia, Joachim Wendler) Der große Gehaltsreport 2011 1,8 Prozent mehr Gehalt für Führungskräfte, 2,3 Prozent mehr für Fachkräfte - so lautet ein Ergebnis der Vergütungsstudie von Personalmarkt und CW.
weiter
Die wichtigsten IT-Frauen (Foto: Deutsche Telekom) Die wichtigsten IT-Frauen IT ist reine Männerwirtschaft? Falsch! Wir stellen die wichtigsten IT-Frauen in Deutschland vor.
weiter
Ein Tag im Leben eines Entwicklers (Foto: Friedrich Schanda/Pentasys) Ein Tag im Leben eines Entwicklers Wir haben Günther Reisner vom Münchner Systemhaus Pentasys acht Stunden lang über die Schulter geschaut.
weiter
Die wichtigsten IT-Macher 2011 Die wichtigsten IT-Macher 2011 Hasso Plattner, August-Wilhelm Scheer und René Obermann führen das COMPUTERWOCHE-Ranking der 100 wichtigsten Persönlichkeiten in der deutschen ITK-Bra ...
weiter
Jobangebote
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps