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IT-Arbeitsmarkt

Durchwachsene Bilanz

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von Hans Königes, COMPUTERWOCHE-Redakteur
Um rund ein Drittel ist die Zahl der ausgeschriebenen IT-Stellen im Jahr 2009 zurückgegangen. Lediglich der öffentliche Dienst blieb von der Krise verschont.

Wie nicht anders zu erwarten sieht die Jahresbilanz auf dem IT-Jobmarkt alles andere als rosig aus. Der Berliner Marktforscher Anzeigen.Daten.de durchforstete im Auftrag der COMPUTERWOCHE die Stellenanzeigen in 71 Printmedien und 14 Online-Jobbörsen. 2009 waren in diesen Publikationen 115.489 IT-Jobs ausgeschrieben, das sind 35 Prozent weniger als 2008. "Ein wesentlicher Grund hierfür ist der Wirtschaftseinbruch in den exportorientierten süddeutschen Bundesländern, die einen hohen Anteil an der Nachfrage nach IT-Spezialisten haben", kommentiert Jürgen Grenz, Geschäftsführer der Index Internet und Mediaforschung, die Zahlen. Parallel zu den wieder günstigeren Wirtschaftsdaten habe sich der Rückgang des IT-Arbeitsmarktes bereits im vierten Quartal 2009 deutlich abgeschwächt. Das Angebot stabilisierte sich bei rund 10.000 freien IT-Stellen im Monat. Das lasse für 2010 auf eine stärkere Erholung hoffen.

Die meisten Jobs schreiben Personalvermittler im Auftrag ihrer Kunden sowie Zeitarbeitsfirmen aus. Auf sie entfallen über 50 Prozent der Offerten. Allerdings mussten beide Branchen einen starken Rückgang um fast ein Viertel hinnehmen. Damit waren sie in bester Gesellschaft, denn auch die meisten anderen Branchen boten weniger IT-Jobs an - etwa die Fahrzeugbauer (-65,2 Prozent), Maschinenbauer (-61,2 Prozent) oder Elektro- und Hardwarehersteller (-51 Prozent). Selbst in der Kernbranche Software ergab sich ein Minus von 44,5 Prozent. Moderater sieht der Rückgang in der Telekommunikationsindustrie (-30,2 Prozent), in der Finanzbranche (-28,6 Prozent) und im Bereich Luftfahrt (-18,7 Prozent) aus. Einziger Lichtblick war im vergangenen Jahr der öffentliche Dienst, der einen Zuwachs von fast 20 Prozent für sich verbuchen konnte.


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