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Exklusive Demografiestudie

Ältere IT-Mitarbeiter haben einen schweren Stand

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von Rolf Bastian, Geschäftsführer der Result Counts GmbH in Mainz und Jürgen Tenckhoff, Geschäftsführer der Dr. Tenckhoff UG in Hennef/Sieg
Unternehmen müssen die betrieblichen Risiken des demografischen Wandels offensiver angehen. Das zeigt eine Online-Studie von Result Counts und der Dr. Tenckhoff UG im Auftrag der CW.

"Im beruflichen Umfeld wird Alter mehr und mehr zur Belastung, da hier noch kein Umdenken bei den Verantwortlichen stattgefunden hat. Das Topmanagement ist allerdings schon weiter als das mittlere Management." Diese Einschätzung eines 45-jährigen IT-Managers aus Nordrhein-Westfalen scheint repräsentativ zu sein: In Unternehmen der IT- und Telekommunikationsindustrie (ITK) in Deutschland liegt die Altersakzeptanz auf einer Skala von 0 (keine Altersakzeptanz) bis 100 (volle Altersintegration) mit 36 noch leicht unter dem ohnehin niedrigen Branchendurchschnitt von 37 (erst Werte über 60 deuten auf eine ausgeglichene Situation hin).

Im Vergleich zu anderen Branchen liegt die Altersakzeptanz
Im Vergleich zu anderen Branchen liegt die Altersakzeptanz

Mehr als 200 Führungskräfte und Mitarbeiter aus der ITK-Branche - von insgesamt 625 Teilnehmern - hatten bis Mitte November ihre Einschätzung abgegeben. Damit lassen sich auf hinreichender statistischer Grundlage bereits aufschlussreiche Zwischenergebnisse feststellen.

der IT/TK-Branche um mittleren bzw. unteren Bereich. Quelle: Dr. Tenckhoff
der IT/TK-Branche um mittleren bzw. unteren Bereich. Quelle: Dr. Tenckhoff

Im Vergleich zu allen betrachteten Branchen liegt die IT in der unteren Hälfte, die Telekommunikation gar nur im unteren Drittel. Aufschlussreich ist eine Differenzierung nach Alter und Geschlecht: Mit steigendem Alter schätzen die Teilnehmer die Altersakzeptanz in ihrem Unternehmen geringer ein, dabei urteilen Frauen sogar negativer als Männer. Dieser Trend ist in der ITK noch ausgeprägter als in anderen Branchen.

Hier schlagen offensichtlich konkrete Erfahrungen zu Buche, die sich auch in zahlreichen freien Antworten dokumentieren: "Früher habe ich es nicht glauben wollen: Ab 40 ist man für den Arbeitsmarkt zu alt", schreibt etwa ein 50-jähriger Mitarbeiter des IT-Supports aus Rheinland-Pfalz. "Ich werde nach 17 Jahren erfolgreicher Tätigkeit für die Firma ausgegrenzt", so ein 54-jähriger Softwareentwickler aus Sachsen. Wobei einige die Lage auch differenzierter betrachten: "In meinem Unternehmen werden inzwischen nur noch junge Kräfte eingestellt, aber die Alten werden immer noch hoch geschätzt", berichtet ein 59-jähriger IT-Leiter aus Niedersachsen, und ein 31-jähriger IT-Manager aus Bayern meint: "Akzeptanz hat weniger mit dem Alter als mit der Eignung für den jeweiligen Beruf zu tun."

Altersakzeptanz in der IT/TK-Branche nach Geschlecht und Altersgruppen im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt. Quelle: Dr. Tenckhoff
Altersakzeptanz in der IT/TK-Branche nach Geschlecht und Altersgruppen im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt. Quelle: Dr. Tenckhoff

Dass Unternehmen noch immer glauben, durch Verjüngung ihrer Belegschaft den Folgen des demografischen Wandels entgehen zu können, dokumentiert sich ebenfalls in vielen Statements. "Das Thema wird noch nicht wirklich ernst genommen oder zumindest verdrängt", schreibt ein 58-jähriger Telco-Leiter aus Nordrhein-Westfalen, und eine 46-jährige Telco-Managerin ebenfalls aus NRW ergänzt: "Es wird dramatisch, aber alle verdrängen die Realität. Ich mache das auch. Es gibt keine sichtbaren Ansätze, dem entgegenzuwirken."

Diese Einschätzungen decken sich mit einer branchenübergreifenden Untersuchung der Commerzbank vom Sommer dieses Jahres. Sie stellte fest, dass deutsche Unternehmen noch immer einseitig auf die Qualifikation der Jungen bauen und Mitarbeitern über 50 kaum Weiterbildung und andere Fördermaßnahmen angedeihen lassen.


(1 Beitrag), 
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idur
Das Altersproblem gab es hierzulande auch schon vor 25 Jahren! Dazu bedurfte es keiner Studie, zumal diese offenbar fälschlich davon ausgeht, dass die "Arbeitgeber" daran Schuld sind. Richtig ist, dass Generationskonflikte maßgebend sind. Meine letzte "Projektleiterin" anno 1967 war an die 35 Jahre jünger als ich und hatte einen so hervorrangenden "IT -" Background wie Abitur (Bremen...), Banklehre, 1 Jahr Schalterpraxis, 1 Jahr Umschulung zur "Fachinformatikerin" - und noch nie im Leben auch nur ein Adressdruck-Programm geschrieben. Die Besetzungscouch machte es jedoch, und die "alten Affen" wurden reihum rausgemobbt" mit Segen des Hauptabteilungsleiters, der sich, selber auch so an die 50, gerne unters junge Volk in Diskotheken mischte... zum Beitrag


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