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Bitkom - 20.000 offene IT-Stellen

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von Hans Königes (COMPUTERWOCHE-Redakteur)
Anwender- und IT-Unternehmen haben zur Zeit rund 20.000 offene Stellen für IT-Experten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Bitkom-Studie, an der sich mehr als 1500 Unternehmen beteiligten.

"Der Bedarf an IT-Experten ist trotz der angespannten konjunkturellen Lage sehr hoch", zeigte sich Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer bei der Vorstellung der Studie in Berlin überzeugt. Drei Viertel der Hightech-Firmen und gut die Hälfte der Anwender von Informationstechnik haben in den vergangenen zwölf Monaten IT-Fachleute eingestellt. Jede dritte Firma beklagt, dass es nach wie vor einen Mangel an IT-Experten gibt. Scheer: "Selbst die schwerste Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik hat nicht zum Ende des Fachkräftemangels geführt. Das Problem wird noch massiver, sobald die Konjunktur wieder anzieht", glaubt der Bitkom-Präsident. Daher müsse in der neuen Legislaturperiode ein Schwerpunkt auf der Bildungs- und Zuwanderungspolitik liegen.

Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer sieht die IT-Bewerber nach wie vor in einer sehr guten Lage.
Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer sieht die IT-Bewerber nach wie vor in einer sehr guten Lage.
Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer sieht die IT-Bewerber nach wie vor in einer sehr guten Lage.

Von den 20.000 offenen IT-Stellen entfallen nach den Ergebnissen der Bitkom-Studie 13.000 auf die Anwenderbranchen. Weitere 7000 Jobs sind in der ITK-Branche selbst frei, davon 5500 bei Anbietern von Software und IT-Dienstleistungen. Gesucht werden in erster Linie Softwareentwickler. 61 Prozent der IT-Unternehmen mit offenen Stellen fahnden nach Fachleuten, die an der Planung, Erstellung und Implementierung von Softwarelösungen arbeiten. Ebenfalls stark gefragt sind IT-Projekt-Manager. "Es bestätigt sich der Trend, dass die Firmen überwiegend Mitarbeiter mit einer hohen Qualifikation benötigen", sagte Scheer. Zwei Drittel der Unternehmen suchen ausschließlich nach Hochschulabsolventen.

Kaum Abstriche müssen die IT-Beschäftigten beim Einkommen machen. "Die Gehälter in der Hightech-Branche sind stabil", weiß Scheer. In gut zwei Drittel (68 Prozent) der Unternehmen liegen die Gehälter auf Vorjahresniveau, bei weiteren 15 Prozent steigen die Bezüge sogar. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Einstiegsgehältern. Nur bei einem Viertel der Unternehmen sinken sie. Zwei Drittel der Firmen geben an, dass ihre Einstiegsgehälter konstant bleiben, bei fünf Prozent steigen sie. Als Berufsanfänger erhalten junge Softwareentwickler in der ITK-Branche je nach Hochschulabschluss und Zusatzqualifikationen in der Regel zwischen 35.000 und 40.000 Euro brutto pro Jahr.

Der ehemalige Universitätsprofessor Scheer fordert von der neuen Regierung eine Modernisierung des Bildungssystems und der Zuwanderungspolitik. "Der Koalitionsvertrag bleibt beim Thema Bildung hinter unseren Erwartungen zurück. Ziele werden zwar formuliert, aber nicht mit konkreten Maßnahmen und Finanzierungsvorschlägen unterlegt." Gebraucht würden aber mehr Studienanfänger und weniger Abbrecher sowie die Qualitätssicherung der Lehre an Schulen und Hochschulen. "Wir hoffen, dass die Koalitionsparteien im Regierungsprogramm nachlegen", sagte Scheer.

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