CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Karriere & Gehalt

Mehr Mühe, bitte

Langweilige Bewerbungen

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
von Hans Königes (COMPUTERWOCHE-Redakteur)
"90 Prozent der Bewerbungsunterlagen sind für die Tonne", klagt der Münchner Personalberater Christian Pape.

Bewerber formulieren ihre Unterlagen, speziell den Lebenslauf, viel zu unüberlegt. "Der Lebenslauf ist die Visitenkarte im Arbeitsmarkt, die persönliche Duftmarke", meint Pape. Er spiegele die individuellen Talente, Fähigkeiten und den Marktwert wider. Er zeige, was man sich bei all dem gedacht und was man bisher beruflich so getan hat, er sei der rote Faden des beruflichen Tuns.

Personalberater Christian Pape findet in Lebensläufen immer die gleichen Floskeln.
Personalberater Christian Pape findet in Lebensläufen immer die gleichen Floskeln.
Personalberater Christian Pape findet in Lebensläufen immer die gleichen Floskeln.

Er könne nicht verstehen, dass Kandidaten so gleichgültig agierten, wenn es darum gehe, sich auf die "Traumposition" zu bewerben. Personaler klagten häufig über "Lawinen von einfallslosen Lebensläufen". Grund sei oft, dass man sich "aus zweitklassigen Büchern und von selbst ernannten Experten Rat holt", mit dem Ergebnis, dass alle Lebensläufe gleich aussähen - immer die gleichen Formulierungen, immer die gleichen Floskeln, immer der gleiche Aufbau, "eine jämmerliche Gleichmacherei". Die Krönung bildeten Powerpoint-Präsentationen. Die verwendeten Ampel- und Krümelmännchen kenne jeder, sie seien "der Gipfel der Einfallslosigkeit". Sich in einer Slightshow zu präsentieren mit Bullet-Points und Statements nach Heldenart - "da sollte sich nun wirklich jeder fragen, ob das der richtige Rahmen ist", meint Pape.

Der Lebenslauf solle, wie der Name schon sagt, "leben". Er solle die Einzigartigkeit der Talente und Fähigkeiten, bezogen auf den Job, um den man sich bewirbt, ausdrücken. Stattdessen gebe es "meist inhaltslosen Einheitsbrei", ohne Bezug zur Position. Wenn der Bewerber aber nicht selbst klarmache, warum er auf die Stelle passe, werde sich auch sonst niemand die Zeit dafür nehmen. Schon gar nicht heute, wo Unternehmen und Personalberater mit Lebensläufen überflutet werden.

Initiativbewerbungen nerven

Es sei wichtig, so Papes Empfehlung, sich im Vorfeld genau zu überlegen, was man kann und warum man sich in diesem Fall bewirbt. Selbst Initiativbewerbungen seien kein probates Mittel, diese landeten selten dort, "wo man sie gern haben möchte". Man "nerve" damit eher, als dass es helfe.

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

JOB & KARRIERE: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Täglich Karriere-Tipps... Täglich Karriere-Tipps... gibt Steffen Weissbarth von Exasol noch bis 23. November.
weiter
Der große Gehaltsreport 2011 (Foto: Fotolia, Joachim Wendler) Der große Gehaltsreport 2011 1,8 Prozent mehr Gehalt für Führungskräfte, 2,3 Prozent mehr für Fachkräfte - so lautet ein Ergebnis der Vergütungsstudie von Personalmarkt und CW.
weiter
Die wichtigsten IT-Frauen (Foto: Deutsche Telekom) Die wichtigsten IT-Frauen IT ist reine Männerwirtschaft? Falsch! Wir stellen die wichtigsten IT-Frauen in Deutschland vor.
weiter
Ein Tag im Leben eines Entwicklers (Foto: Friedrich Schanda/Pentasys) Ein Tag im Leben eines Entwicklers Wir haben Günther Reisner vom Münchner Systemhaus Pentasys acht Stunden lang über die Schulter geschaut.
weiter
Die wichtigsten IT-Macher 2011 Die wichtigsten IT-Macher 2011 Hasso Plattner, August-Wilhelm Scheer und René Obermann führen das COMPUTERWOCHE-Ranking der 100 wichtigsten Persönlichkeiten in der deutschen ITK-Bra ...
weiter
Jobangebote
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps