| Sind Sie reif für den Jobwechsel? | |
| Dienst nach Vorschrift |
Was sind die Faktoren, die IT-Spezialisten zum Jobwechsel bewegen? Gehalt spielt dabei in der Regel eine untergeordnete Rolle. Untersuchungen zeigen, dass die Zufriedenheit und Unzufriedenheit eines Mitarbeiters stark mit der Person des Vorgesetzten und der fachlichen Attraktivität verknüpft ist. Wenn der Chef nervt, steigt die Bereitschaft, sich auf dem Arbeitsmarkt nach Alternativen umzuschauen.
Unter http://www.alpha-test.de/cw/index2.html finden Sie einen Kurztest, mit dem Sie Ihre aktuelle Jobsituation erfassen können.
Neuere Konzepte gehen von dem "psychologischen Vertrag" aus, der unausgesprochen zwischen den Arbeitgeber und -nehmer besteht. Schon im Vorstellungsgespräch arbeiten beide Seiten mit Andeutungen und schüren Erwartungen: So kann der künftige Chef den Eindruck haben, dass sich der neue Mitarbeiter vollständig dem Unternehmen verschreiben will, Überstunden leisten und sich auch noch in seiner Freizeit weiterbilden will. Darum geht der Chef von einer kürzeren Einarbeitungszeit aus und entscheidet sich möglicherweise gerade deshalb für diesen Bewerber. Der Kandidat wiederum entnimmt dem Gespräch und dem Verhalten des zukünftigen Chefs, dass er gute Aufstiegschancen hat und dass vielleicht schon nach der Probezeit zum Teamleiter ernannt wird. Die Erwartungen beider Seiten sind vielfältig und unterscheiden sich deutlich voneinander. Wenn sie sich über einen längeren Zeitraum aufstauen und nicht erfüllt werden, entsteht Unzufriedenheit, mangelnde Loyalität und innere Kündigung.
Ein stabiles Arbeitsbündnis basiert auf wahrgenommener Fairness und wahrgenommenem Vertrauen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wird dieses erschüttert, kommt es zu Kündigungen oder innerer Kündigung, wenn die Lage auf dem Arbeitsmarkt keine Alternativen bietet.