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Karriere & Gehalt

CW-Analyse Bewerbung

Note "mangelhaft" für IT-Firmen

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von Svenja Hofert

Fehler werden nicht bemerkt

Ebenfalls ein Fauxpas: Fehler in der Bewerbung, die immer auch technische Ursachen haben können, führen nicht etwa dazu, dass sich die Fach- oder Personalverantwortlichen freundlich melden, sondern häufig zum Ignorieren der kompletten Bewerbung. So bewarb sich eine Testperson, ohne ihren Lebenslauf hochzuladen. Unglaublich, wenn man sich die Erfahrungen der Kandidatin betrachtet - einer jener gesuchten Fachkräfte, die Deutschland so dringend braucht: Diplominformatikerin, 28 Jahre, Schwerpunkt Security, einschlägige nebenberufliche Erfahrung in der SAP-Anwendergruppe DSAG, Super-Examensnote. Bei einigen Unternehmen gab es, vermutlich aufgrund des fehlenden Dokuments, keine Eingangsbestätigung - nicht nach 48 Stunden und auch nicht nach einer Woche. Einzig Microsoft- und Siemens-Formulare sind so eingestellt, dass sie sich nur abschicken lassen, wenn auch der Lebenslauf "up" ist, andernfalls erhält der Bewerber einen Hinweis.

Probleme bereiten auch immer wieder die unterschiedlichen Browser bei den Benutzern. So berichten Firefox-Anwender über besonders viele Probleme mit Formularbewerbungen.

Online-Formular - das wäre wünschenswert

  • Ausfülldauer weniger als zehn Minuten;

  • nur für die Stelle relevante Angaben nötig;

  • Möglichkeit, zentrale Daten über XML-Schnittstellen hochzuladen;

  • kein Gemisch aus mehreren Sprachen;

  • Reaktion bei erfolgreichem Versand des Formulars;

  • Eingangsbestätigung mit Information über Bearbeitungsdauer;

  • Abwicklung in nicht mehr als zwei Wochen;

  • individuelle Herangehensweise (persönliche Mails oder telefonische Kontakte);

  • Texte, denen man anmerkt, dass sie von einem Menschen geschrieben worden sind.

Lieber keinen Fortschritt!

Zudem bleiben technische Möglichkeiten oft ungenutzt. Lebensläufe der Kandidaten via XML-Schnittstelle in ein Online-Formular zu übertragen ist eigentlich kein Problem. Die Praxis sieht indes anders aus. Das IT-Portal Resoom hat mit "meinwebprofil" schon vor drei Jahren eine XML-Schnittstelle eingebaut, die es erlaubt, IT-Profile einfach per Klick in Online-Bewerbungsformulare zu übertragen. Doch die Firmen weigern sich vielfach, dies zu nutzen. "GFT Resource hat mir erklärt, man werde die Profile, die automatisiert von Anbietern wie MeinWebProfil.de übermittelt werden, überhaupt nicht mehr zur Kenntnis nehmen", schreibt ein Bewerber. "Man muss es den Fachkräften so einfach wie möglich machen, sich zu bewerben", so TMP-Mann Völke. Denn bei den Bewerbern hat sich das schlechte Image der Internet-Bewerbung längst verfestigt: "In meinen Seminaren geht ein Raunen durch die Reihen, wenn ich die Online-Bewerbung anspreche", so Armin Trost, Professor für Human Resource Management an der Fachhochschule Furtwangen. "Fast alle haben negative Erfahrungen damit gemacht."

Online-Bewerbung: So schlagen sich SAP, Microsoft und Co.

(2 Beiträge), 
Kommentieren
Hugo
Hallo, ich könnte hier auch viele sicherlich zutreffende Fakten aufführern, will mich aber dem bisherigen Kommentar anschließen mit einer Bemerkung: Die Online-Aktionen der Firmen kann man getrost "in die Tonne treten". Spricht, es ist die Arbeit nicht wert. Ein trostloses Zeugnis für die Unternehmen, die ja nur die Besten wollen, selber am miesesten abschneiden zum Beitrag

tmp
Hallo liebe Mitleser, das ist nicht nur bei IT-Firmen so. Ich denke wohl schon etwas Erfahrungen gesammelt zu haben, mit weit über 300 Bewerbungen. Hierbei ging es ausschließlich um IT-Management-Positionen. Meine Erfahrung ist: 1. Von ca. 50% der Unternehmen hört man garnichts. 2. Absagen kamen bis zu 9 Monate später. 3. Teilweise weiß man in hochgradigen Rekrutierungsunternehmen noch nicht mal wie man einen Link auf die Bewerbungsunterlagen(pdf-Format) anklickt. 4. Einen verbindlichen Prozess zwischen Personalabteilung und Fachabteilung scheint es in der Regel ebenfalls nicht zu geben. 5. Man soll einen Gehaltswunsch äußern, bekommt aber im Vorfeld weder Rahmenbedingungen wie Budget, oder disziplinarische Anzahl der Mitarbeiter mitgeteilt. - Wer auf soetwas einen Gehaltswusch abgibt, ohne die Rahmenbedingungen zu kennen ist sehr naiv, und liegt garantiert daneben. 6. Jeder verfolgt nur krankhaftes Karrieredenken, schneller, höher, weiter mehr... immer weniger IT-Berufe bieten in diesem Segment dauerhafte Qualität, vor allem Lebensqualität. 7. Je größer die Unternehmen, umso größer in der Regel der Rekrutierungsautomatismus. Ein Feld falsch, oder nicht ausgefüllt = Ausschluß aus dem Verfahren. 8. Für Projekte die man noch nicht hat wird fleissig rekrutiert, dann kann es schon sein das Bewerber bis zum Vetragsabschluss mal 3 Monate in der Schleife hängen. Unterm Strich, alles ziemlich krank. Aber so ist die Welt halt :-) Dennoch die Hoffung nicht verlieren, es gibt auch Unternehmen die es Wert sind das man dort arbeitet :-) Beste Grüße vom, Besserwisser zum Beitrag


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