CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Karriere & Gehalt

Berufsbild

Warum Informatik Spaß macht

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
von Ann-Kristin Koch

Inhalte zum Anfassen

Einer, der sich die Ausbildung und praktische Förderung junger Informatiker auf die Fahnen geschrieben hat, ist Michael Kranz. Der promovierte Hightech-Profi ist ein alter Hase unter den Informatikern und heute CIO der Krones AG, Weltmarktführer in der Getränkeabfüll- und Verpackungstechnik. Im Jahr 1983 hat der heute 45-Jährige sein Studium der Informatik an der Universität Karlsruhe aufgenommen. "Damals waren PCs noch wahrer Luxus, aber ein Kommilitone hatte einen IBM XT mit 10 MB Festplatte – am Wochenende wirkte der wie ein Magnet auf uns", erinnert sich Kranz. Schon in der Schulzeit hat der Technik-Freak am Wettbewerb "Jugend forscht" teilgenommen und für ein ortsansässiges Unternehmen spielerisch mit dem Commodore PET geforscht. "Damals war noch gar nicht absehbar, wie sich diese Branche einmal entwickeln würde", erinnert sich der heutige IT-Chef an seine ersten Gehversuche in der Informatik.

Michael Kranz, Krones: 'Wer Informatik studiert sollte nicht gleich aufgeben, wenn es schwer wird, dafür ist das Fach zu spannend.'
Michael Kranz, Krones: 'Wer Informatik studiert sollte nicht gleich aufgeben, wenn es schwer wird, dafür ist das Fach zu spannend.'
Michael Kranz, Krones: 'Wer Informatik studiert sollte nicht gleich aufgeben, wenn es schwer wird, dafür ist das Fach zu spannend.'
Foto: Michael Kranz

Fasziniert von Knobeleien und konzentrierter Problemlösung entschied er sich für ein Informatikstudium. "Ich hatte das Glück, Informatik bei einem großen Visionär, Professor Klaus Bender, zu studieren." Der Professor saß nicht im Elfenbeinturm Universität, sondern zog Wirtschaftsprojekte an Land und ließ die Studenten frühzeitig Industrieluft schnuppern. Dem Diplomanwärter Michael Kranz sagte dieser Praxisbezug zu, und so vertiefte er die technische Informatik mit seinem breiten, abwechslungsreichen Spektrum von Mikroprozessoren über Steuerungstechniken bis hin zur Automatisierungstechnik mit Feldbus-Kommunikation. Als sein Professor den Lehrstuhl für Informationstechnik im Maschinenwesen an der TU München gründete, ging Michael Kranz mit und schrieb seine Dissertation über flexible Prüfkonzepte für Maschinenprototypen.

Innovativ bleiben

Gut zwölf Jahre nach der Promotion und langjähriger Erfahrung in der Industrie ist Kranz nun Bereichsleiter für Informations-Management bei Krones. Beim Hersteller für Abfüllanlagen ist der 45-Jährige für weltweit mehr als 160 IT-Mitarbeiter verantwortlich. Erst unlängst wählten ihn die COMPUTERWOCHE- und CIO-Redaktion unter die besten 50 CIOs des Jahres 2007. Ausschlaggebend dafür war das Mammutprojekt, das Kranz bei Krones angestoßen hat: Er richtet sämtliche Prozesse nach Itil aus und baut seine gesamte Organisation um. "Die größte Herausforderung liegt nicht in der Technologie, sondern darin, die Menschen mitzunehmen. IT ist Management-Aufgabe geworden", erklärt der IT-Stratege. Hier helfen ihm seine als junger Assistent erworbenen Kenntnisse in Personalführung weiter. "Mein Professor hat uns schon früh in Führungskräfteseminare reinschnuppern lassen. Eine der damaligen Broschüren über aktives Führungsverhalten ist heute aktueller denn je", so Kranz.

(4 Beiträge), 
Kommentieren
DerKetzer
Sehr geehrter Ketzer, eine sehr widersprüchliche Antwort. Es kann keinen spannenderen Beruf geben, wenn Informatik interessanter ist. Jeder Logiker oder Informatiker wird diese Aussage als paradox enttarnen. :confused: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: :p Das Studium macht Spass, die IT-Branche selten. Würde ich Informatik wieder studieren: Unbedingt JA! Würde ich wieder den Beruf ergreifen: Sicher NEIN! Es gibt spannendere Berufe, die weniger aufregend sind ;). Hier noch mal die Erklärung für alle Autisten in der IT-Branche (Autisten verstehen normalerweise weder Witze noch Ironie oder ähnliches): Ich trenne zwischen Studium und Beruf. Damit alles klar? (Oh, Mann! :o Was habe ich in einem anderen Kommentar zu den unlogisch denkenden Leuten in der IT gesagt?) Sic! zum Beitrag

computerfuzzy
Sehr geehrter Ketzer, eine sehr widersprüchliche Antwort. Es kann keinen spannenderen Beruf geben, wenn Informatik interessanter ist. Jeder Logiker oder Informatiker wird diese Aussage als paradox enttarnen. Gerade diese indifferente Haarspalterei schadet der Sache sehr. Es ist ein Beruf mit Zukunft, denn Videorecorder, Receiver, Anrufbeantworter sind fast schon heute, aber mit Sicherheit in wenigen Jahren nur noch als Software existent. Das wird für unendlich viele Geräte gelten, die nur noch virtuell in den dann überall gegenwärtigen Computern existieren. Wir gaben die Fotoapparateproduktion aus den Händen, die Handyproduktion als zu lohnintensiv weg und was weiß ich noch alles. Die Produktionsweisen werden im Ausland modernisiert und kommen als Billigarbeit in der Hand ausländischer Firmen wieder zurück. Denn inzwischen bestehen Kameras nur noch aus einem Display einem Knopf und zwei Chips. Hätten das nicht Rollei und Voigtländer auch gekonnt? Ich weiß - es gibt da Aufholjagten, aber oft ist dann nur noch der Name Deutsch, daran verdienen tun andere. Wollen wir die Informatik nun genauso aus unserer Berufswelt verjagen? Sind wir wirklich so faul und so grenzenlos dumm??? Wo bleibt der Geist, den wir beim Fußballspielen immer wieder anmahnen??? Lesen Sie mal das Buch 'Coding for fun' Dann können wir uns gerne wieder über die schwere, trostlose und langweilige Informatik unterhalten! zum Beitrag

computerfuzzy
Natürlich ist Informatik eine Ingenieurswissenschaft und sollte systematisch betrieben werden. Aus der Praxis weiß ich nur zu gut, dass die Realität oft anders aussieht. Vor allem, wenn man in Schwellenländern programmieren lässt. Was aber eindeutig feststeht, wenn der innere Antrieb fehlt, stürzt man. Hat der Student im Herzen nicht die Liebe zu seiner Informatik entfacht, wird er scheitern. Es bringt nichts, immer wieder darauf hinzuweisen, dass man keine Spielfreaks braucht, sondern ernsthafte Arbeiter. Wer soll dann die unzähligen Computerspiele programmieren??? Etwa BWLer? Nein, es gehört gesagt, dass das Feld der Informatik weit genug ist, um jedem Platz zu bieten, der Freude daran hat. So gesehen, kann ich mit diesem Artikel überhaupt nicht konform sein. Da finde ich es schon richtiger, die Freude an der Informatik zu fördern, wie es der Informatiker Gottfried Wolmeringer mit seinem neuen, wunderbaren Buch 'Coding for fun' tut. Es ist ein Buch, das von der Turingmaschine bis zur KI alles sehr ernst abhandelt und trotzdem extrem unterhaltsam, ja sogar überaus lustig ist. zum Beitrag

DerKetzer
Das Studium macht Spass, die IT-Branche selten. Würde ich Informatik wieder studieren: Unbedingt JA! Würde ich wieder den Beruf ergreifen: Sicher NEIN! Es gibt spannendere Berufe, die weniger aufregend sind ;). Allerdings gibt es auch andere Studiengänge, die ich auch unbedingt studieren würde. Wenn für die IT-Branche schlechter ausgebildete Ingenieure und Physiker besser verdienen als die Informatiker (s. CW-Artikel über Gehälter), dann ist die Branche nur etwas für zwanghafte Programmierer. Wer unbedingt in die IT-Branche will, muss ja nicht Informatik studieren, sondern kann auch Ingenieur Elektronik oder sonst etwas werden: besseres Image UND besserer Verdienst. zum Beitrag


Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

JOB & KARRIERE: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Täglich Karriere-Tipps... Täglich Karriere-Tipps... gibt Steffen Weissbarth von Exasol noch bis 23. November.
weiter
Der große Gehaltsreport 2011 (Foto: Fotolia, Joachim Wendler) Der große Gehaltsreport 2011 1,8 Prozent mehr Gehalt für Führungskräfte, 2,3 Prozent mehr für Fachkräfte - so lautet ein Ergebnis der Vergütungsstudie von Personalmarkt und CW.
weiter
Die wichtigsten IT-Frauen (Foto: Deutsche Telekom) Die wichtigsten IT-Frauen IT ist reine Männerwirtschaft? Falsch! Wir stellen die wichtigsten IT-Frauen in Deutschland vor.
weiter
Ein Tag im Leben eines Entwicklers (Foto: Friedrich Schanda/Pentasys) Ein Tag im Leben eines Entwicklers Wir haben Günther Reisner vom Münchner Systemhaus Pentasys acht Stunden lang über die Schulter geschaut.
weiter
Die wichtigsten IT-Macher 2011 Die wichtigsten IT-Macher 2011 Hasso Plattner, August-Wilhelm Scheer und René Obermann führen das COMPUTERWOCHE-Ranking der 100 wichtigsten Persönlichkeiten in der deutschen ITK-Bra ...
weiter
Jobangebote
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps