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Warum Informatik Spaß macht

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von Ann-Kristin Koch

Private Hochschule als Sprungbrett

Einen anderen Weg in die Informatik hat Andrés Alvarado gewählt. Der gebürtige Guatemalteke hat sich nach US-amerikanischer High School im Heimatland und Austauschjahr in der Schweiz für ein Informatikstudium an der privaten Hochschule Jacobs University Bremen entschieden. Im Kernland der Informatik hat er nach nur drei Jahren einen Bachelor in Computer Science erworben. Ausgestattet mit einem Stipendium, konnte er als High Potential in Deutschland auf Englisch an der internationalen Privatuniversität der Hansestadt studieren. "Mathe hat mir in der Schule tierisch Spaß gemacht, und auch meinen Informatikkurs fand ich großartig", erklärt der 25-Jährige seine Entscheidung für die Informatik.

Andres Alvarado, EDS: 'Informatik ist keinesfalls dröge.'
Andres Alvarado, EDS: 'Informatik ist keinesfalls dröge.'
Andres Alvarado, EDS: 'Informatik ist keinesfalls dröge.'
Foto: Alvarado

Seine Heimatschule hat ihn im Gegensatz zu deutschen Gymnasien, an denen die Schüler oft mehr wissen als ihre Informatiklehrer, bestens auf das Studium vorbereitet. Im so genannten Advanced-Placement-Programm, Kursen auf akademischem Niveau, erwarb er das Handwerkszeug: "Damit war der Erfolg für mein erstes Jahr an der Uni gesichert", sagt Alvarado. Aber auch er hatte, gerade angesichts des gedrängten Stoffes in nur drei Jahren, ganz schön zu büffeln. Auf dem Stundenplan: Datenbankmodelle, C++ und Algorithmen bis zum Abwinken. Der Spaß kam dabei aber nie zu kurz. In seiner Bachelor-Arbeit hat er Algorithmen entwickelt, wie Roboter für die Robocups fit zu machen sind.

Informatik ist anwendungsbezogen

"Informatik ist keinesfalls dröge, sondern äußerst anwendungsbezogen. Den nötigen Ausgleich zur harten Theorie habe ich mir immer geschaffen: Am Wochenende findet man mich nicht zu Hause", so Alvarado. Der Spaß an der Informatik prägt auch sein derzeitiges Arbeitsverhältnis. Der Youngster arbeitet seit Februar 2006 als Programmierer und Berater für Data Warehousing beim großen IT-Outsourcer EDS in Hamburg. "Ich muss zwar noch Erfahrung sammeln, um alle Kundenanforderungen richtig einschätzen zu können, aber dank des Abstraktionsvermögens kann ich mich schnell in neue Programmierherausforderungen eindenken." Alvarado will längerfristig in Deutschland bleiben, auch wenn er sich irgendwann einmal gerne in Guatemala als IT-Unternehmer selbständig machen würde. Damit steht er für das, was Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer angesichts des IT-Fachkräftemangels fordert: Ausländischen Spitzenkräften in Deutschland eine langfristige Perspektive zu bieten und junge Informatiker zu fördern.

(4 Beiträge), 
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DerKetzer
Sehr geehrter Ketzer, eine sehr widersprüchliche Antwort. Es kann keinen spannenderen Beruf geben, wenn Informatik interessanter ist. Jeder Logiker oder Informatiker wird diese Aussage als paradox enttarnen. :confused: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: :p Das Studium macht Spass, die IT-Branche selten. Würde ich Informatik wieder studieren: Unbedingt JA! Würde ich wieder den Beruf ergreifen: Sicher NEIN! Es gibt spannendere Berufe, die weniger aufregend sind ;). Hier noch mal die Erklärung für alle Autisten in der IT-Branche (Autisten verstehen normalerweise weder Witze noch Ironie oder ähnliches): Ich trenne zwischen Studium und Beruf. Damit alles klar? (Oh, Mann! :o Was habe ich in einem anderen Kommentar zu den unlogisch denkenden Leuten in der IT gesagt?) Sic! zum Beitrag

computerfuzzy
Sehr geehrter Ketzer, eine sehr widersprüchliche Antwort. Es kann keinen spannenderen Beruf geben, wenn Informatik interessanter ist. Jeder Logiker oder Informatiker wird diese Aussage als paradox enttarnen. Gerade diese indifferente Haarspalterei schadet der Sache sehr. Es ist ein Beruf mit Zukunft, denn Videorecorder, Receiver, Anrufbeantworter sind fast schon heute, aber mit Sicherheit in wenigen Jahren nur noch als Software existent. Das wird für unendlich viele Geräte gelten, die nur noch virtuell in den dann überall gegenwärtigen Computern existieren. Wir gaben die Fotoapparateproduktion aus den Händen, die Handyproduktion als zu lohnintensiv weg und was weiß ich noch alles. Die Produktionsweisen werden im Ausland modernisiert und kommen als Billigarbeit in der Hand ausländischer Firmen wieder zurück. Denn inzwischen bestehen Kameras nur noch aus einem Display einem Knopf und zwei Chips. Hätten das nicht Rollei und Voigtländer auch gekonnt? Ich weiß - es gibt da Aufholjagten, aber oft ist dann nur noch der Name Deutsch, daran verdienen tun andere. Wollen wir die Informatik nun genauso aus unserer Berufswelt verjagen? Sind wir wirklich so faul und so grenzenlos dumm??? Wo bleibt der Geist, den wir beim Fußballspielen immer wieder anmahnen??? Lesen Sie mal das Buch 'Coding for fun' Dann können wir uns gerne wieder über die schwere, trostlose und langweilige Informatik unterhalten! zum Beitrag

computerfuzzy
Natürlich ist Informatik eine Ingenieurswissenschaft und sollte systematisch betrieben werden. Aus der Praxis weiß ich nur zu gut, dass die Realität oft anders aussieht. Vor allem, wenn man in Schwellenländern programmieren lässt. Was aber eindeutig feststeht, wenn der innere Antrieb fehlt, stürzt man. Hat der Student im Herzen nicht die Liebe zu seiner Informatik entfacht, wird er scheitern. Es bringt nichts, immer wieder darauf hinzuweisen, dass man keine Spielfreaks braucht, sondern ernsthafte Arbeiter. Wer soll dann die unzähligen Computerspiele programmieren??? Etwa BWLer? Nein, es gehört gesagt, dass das Feld der Informatik weit genug ist, um jedem Platz zu bieten, der Freude daran hat. So gesehen, kann ich mit diesem Artikel überhaupt nicht konform sein. Da finde ich es schon richtiger, die Freude an der Informatik zu fördern, wie es der Informatiker Gottfried Wolmeringer mit seinem neuen, wunderbaren Buch 'Coding for fun' tut. Es ist ein Buch, das von der Turingmaschine bis zur KI alles sehr ernst abhandelt und trotzdem extrem unterhaltsam, ja sogar überaus lustig ist. zum Beitrag

DerKetzer
Das Studium macht Spass, die IT-Branche selten. Würde ich Informatik wieder studieren: Unbedingt JA! Würde ich wieder den Beruf ergreifen: Sicher NEIN! Es gibt spannendere Berufe, die weniger aufregend sind ;). Allerdings gibt es auch andere Studiengänge, die ich auch unbedingt studieren würde. Wenn für die IT-Branche schlechter ausgebildete Ingenieure und Physiker besser verdienen als die Informatiker (s. CW-Artikel über Gehälter), dann ist die Branche nur etwas für zwanghafte Programmierer. Wer unbedingt in die IT-Branche will, muss ja nicht Informatik studieren, sondern kann auch Ingenieur Elektronik oder sonst etwas werden: besseres Image UND besserer Verdienst. zum Beitrag


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