| Top-Absolventen haben es schwerer als Otto-Normal-Bewerber | |
| 5. Lebenslauf: Bunter statt roter Faden |
1. Lieber die Uschi aus Herne als die Ulrike aus Harvard
Wenn derzeit Stellen entstehen, so im Mittelstand der krisenfesten Unternehmen. Doch dort sind die internationalen Lebensläufe der modernen Jungakademiker oft weniger angesehen. Top-Bewerber bleiben ohnehin nicht lange, scheint manch ein Personalentscheider zu denken (und hat damit vielleicht sogar Recht). Deshalb kassieren sehr gut qualifizierte Bewerber derzeit oft mehr Absagen als mittelgute. Mit dem überraschenden Effekt, dass die Quote der Einladungen auf Bewerbungen durchschnittlich qualifizierter Bewerber derzeit sehr viel besser ist als die der Überflieger, sagt Svenja Hofert.
Der Trend: Die meisten Unternehmen brauchen nicht die Besten der Besten, sondern ganz normale Mitarbeiter.
2. Studiengänge hängen hinterher
Im Marketing sieht man es am deutlichsten: Was Studenten an der Uni lernen, wird im derzeitigen Arbeitsleben kaum gebraucht. Es gibt wenige Stellen für Produktmanager, aber viele für Onliner aller Art. Doch richtig Online können nur Praktiker.
Der Trend: Der Bedarf auf dem Arbeitsmarkt ändert sich schnell - Bewerber sollten sich nicht auf einmal gelernten ausruhen.
3. Sturm auf die Gewinnerbranchen
Die Automobilbranche verliert langsam, aber sicher an Attraktivität. Gewinner sind Branchen, die bisher wenig Anzugskraft hatten, die Medizintechnik etwa, von der Krise kaum betroffen. Einen rasanten Aufschwung versprechen die Alternativen Energien und auch Branchen, die weitgehend unabhängig sind von der globalen Wirtschaft wie Gesundheit, Nahrungsmittel oder Dienstleistungen.
Der Trend: Die Boom-Branchen von gestern sind die Verlierer von heute.
4. Newcomer statt Stars
Schlaue Karrieremacher interessieren sich für Unternehmen, die nur Insidern bekannt sind. Bei der jüngsten Ausschreibung für das Europäische Satellitenprogramm sahnte etwa eine OHB-System AG aus Bremen ab - ein Unternehmen, das vorher kaum einer kannte.
Der Trend: Die Wahl des passenden Arbeitgebers planen wie einen cleveren Schachzug.