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Karriere 2010

Top-Absolventen haben es schwerer als Otto-Normal-Bewerber

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Was sind die Karrieretrends 2010? Die Hamburger Autorin Karriereberaterin Svenja Hofert beschreibt sieben Trends.

1. Lieber die Uschi aus Herne als die Ulrike aus Harvard

Wenn derzeit Stellen entstehen, so im Mittelstand der krisenfesten Unternehmen. Doch dort sind die internationalen Lebensläufe der modernen Jungakademiker oft weniger angesehen. Top-Bewerber bleiben ohnehin nicht lange, scheint manch ein Personalentscheider zu denken (und hat damit vielleicht sogar Recht). Deshalb kassieren sehr gut qualifizierte Bewerber derzeit oft mehr Absagen als mittelgute. Mit dem überraschenden Effekt, dass die Quote der Einladungen auf Bewerbungen durchschnittlich qualifizierter Bewerber derzeit sehr viel besser ist als die der Überflieger, sagt Svenja Hofert.

Svenja Hofert: "Die meisten Unternehmen brauchen nicht die Besten der Besten, sondern ganz normale Mitarbeiter."
Svenja Hofert: "Die meisten Unternehmen brauchen nicht die Besten der Besten, sondern ganz normale Mitarbeiter."
Svenja Hofert: "Die meisten Unternehmen brauchen nicht die Besten der Besten, sondern ganz normale Mitarbeiter."
Foto: Svenja Hofert

Der Trend: Die meisten Unternehmen brauchen nicht die Besten der Besten, sondern ganz normale Mitarbeiter.

2. Studiengänge hängen hinterher

Im Marketing sieht man es am deutlichsten: Was Studenten an der Uni lernen, wird im derzeitigen Arbeitsleben kaum gebraucht. Es gibt wenige Stellen für Produktmanager, aber viele für Onliner aller Art. Doch richtig Online können nur Praktiker.

Der Trend: Der Bedarf auf dem Arbeitsmarkt ändert sich schnell - Bewerber sollten sich nicht auf einmal gelernten ausruhen.

3. Sturm auf die Gewinnerbranchen

Die Automobilbranche verliert langsam, aber sicher an Attraktivität. Gewinner sind Branchen, die bisher wenig Anzugskraft hatten, die Medizintechnik etwa, von der Krise kaum betroffen. Einen rasanten Aufschwung versprechen die Alternativen Energien und auch Branchen, die weitgehend unabhängig sind von der globalen Wirtschaft wie Gesundheit, Nahrungsmittel oder Dienstleistungen.

Der Trend: Die Boom-Branchen von gestern sind die Verlierer von heute.

4. Newcomer statt Stars

Schlaue Karrieremacher interessieren sich für Unternehmen, die nur Insidern bekannt sind. Bei der jüngsten Ausschreibung für das Europäische Satellitenprogramm sahnte etwa eine OHB-System AG aus Bremen ab - ein Unternehmen, das vorher kaum einer kannte.

Der Trend: Die Wahl des passenden Arbeitgebers planen wie einen cleveren Schachzug.

(3 Beiträge), 
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DerKetzer
Falsch gedacht, Leute, es geht um Ausbeutung. Bei Top-Bewerbern konkurrieren die Unternehmen, bei mittelmäßigen Bewerbern konkurrieren die Bewerber um die Stellen. Wer selten umzieht oder sich selten bewirbt, dem kann man auch weniger bezahlen, denn nur Konkurrenz belebt das Geschäft. Das gilt insbesondere, wenn die Mittelständler die größten oder einzigen Arbeitgeber in Pusemuckel sind, dann haben sie auch gleich noch die Bürgermeister in der Hand. Die Top-Bewerber gehen zu den Top-Unternehmensberatungen, die sie zu Top-Honoraren vermieten, aber den Top-Bewerbern auch nicht mehr zahlen - pro Stunde natürlich. zum Beitrag

Talis
@InfoTainment: Naja, wenn du auch alle HR-ler in einen Topf schmeißt, erzeugst du ja implizit die Anforderung, es sämtlichen HR-lern zur selben Zeit recht machen zu müssen. Das das nicht klappt, müsste eigentlich jedem klar sein. Dabei sollte doch schon der 1. Punkt des Artikels deutlich machen, dass sich Mittelständler von großen Unternehmen signifikant unterscheiden, was die Anforderungen an neue Mitarbeiter angeht... zum Beitrag

InfoTainment
Und wieder mal wird deutlich: Man kann es den HR-lern nicht recht machen. Entweder heißt es: Tja, dies und das können Sie leider nicht, und tschüß. Dann auf einmal haben die Bestqualifizierten schlechtere Chancen, "Mittelmäßigkeit" ist gefragt. Das ist doch immer wieder das gleiche Spiel: Die Unternehmen legen es sich so zurecht, daß der Bewerber immer die schlechteren Karten hat. Einmal heißt es "hochstapeln, richtig ranklotzen und seine Quali voll raushängen lassen" - und dann war das ein Fehler. Dann soll man "understaten" - dann aber ist das auch falsch. Was immer man tut, man endet in der Sackgasse. Bildet man sich gut aus - FEHLER. Fehlt einem die Quali - FEHLER. Hat man sie, aber tut so, als sei man nur Mittelmaß - FEHLER. Dreht man sich nach links, rechts, oben unten - FEHLER, FEHLER, FEHLER. Das ist doch alles ein Witz, das. zum Beitrag


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