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Freiberufler

Das Erfolgsrezept von Frank Ferchau

Das Glas ist immer halb voll

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von Anja Dilk (freie Journalistin in Berlin)und Heike Littger
Als Jugendlicher hat Frank Ferchau lieber an Mopeds geschraubt als Lateinvokabeln gepaukt. Heute gehört er zu den erfolgreichen Unternehmern der Republik, Er führt den Dienstleister Ferchau Engineering, der 4200 Mitarbeiter beschäftigt.

"In der Schule war ich eher Durchschnitt", so der heutige Geschäftsführer des Engineering-Dienstleisters Ferchau Engineering in Gummersbach. "Hätte mir damals jemand erzählt, dass ich 2008 zum Unternehmer des Jahres gewählt werde, hätte ich das nicht geglaubt."

Frank Ferchau ist jeden Tag zehn bis 15 Stunden für sein Unternehmen unterwegs.
Frank Ferchau ist jeden Tag zehn bis 15 Stunden für sein Unternehmen unterwegs.
Frank Ferchau ist jeden Tag zehn bis 15 Stunden für sein Unternehmen unterwegs.

Für den 44-Jährigen, der 4200 Mitarbeiter beschäftigt, ist Erfolg ein flüchtiges Gut, das auch von Zufall und Glück abhängt. "Wenn unsere größten Kunden gleichzeitig wegbrechen würden, hätten wir ein existenzielles Problem. Da können wir noch so talentiert und fleißig sein." Er ist jeden Tag zehn bis 15 Stunden für sein Unternehmen unterwegs. "Als Dienstleister muss ich meine Angebote und mein Vorgehen permanent hinterfragen und verbessern", so Ferchau. "Von nichts kommt nichts. Erfolg fällt nicht vom Himmel." Diese Einstellung hat er von seinem Vater Heinz gelernt. "Er kommt aus einer Flüchtlingsfamilie. Der Wunsch, nie wieder hungern zu müssen, auf eigenen Beinen zu stehen, materiell unabhängig zu sein, hat ihn geprägt und angetrieben. Ich denke, mich auch."

Neugierig und mutig

Auch der Mut, Neues zu wagen, und die Neugierde sind bei Ferchau stark ausgeprägt. "Manchmal ist es vielleicht auch Naivität." Als Ferchaus große Schwester in letzter Minute einen Rückzieher machte, übernahm er ohne zu überlegen ihren Platz im Schüleraustauschprogramm und reiste mit 17 Jahren für ein Jahr nach Texas. "Ich lebte in einem kleinen Dorf und fühlte ich mich wie ein großer Weltenbummler."

Nach dem Abitur wusste Ferchau zunächst nicht, was er werden wollte. Er studierte Ingenieurwissenschaften in Mannheim und Betriebswirtschaftslehre in Marburg. Aus seinem Berufsziel Wirtschaftsprüfer wurde dann aber nichts, da es seinem Vater gesundheitlich schlechter ging und er 1994 das väterliche Unternehmen übernahm. "Davor konnte und wollte ich mich nicht drücken, ich fühlte mich verantwortlich für den Fortbestand der Firma. Außerdem wusste ich: Nicht jeder hat das Glück, ein gut gehendes Unternehmen zu übernehmen."

Man kann von fast jedem Menschen etwas lernen

Einen festen Coach hat Ferchau bis heute nicht gebraucht. "Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht und bereit ist, auch mal die Perspektive zu wechseln, kann man von fast jedem Menschen etwas lernen und sich weiterentwickeln." Offensichtlich mit Erfolg. In den vergangenen fünf Jahren hat Ferchau seine Mitarbeiterzahl mehr als verdoppelt, den Umsatz nahezu verdreifacht. Seine Vision für 2010: 5000 Mitarbeiter zu beschäftigen. Da ändert auch die derzeitige Krise nichts. "Man zweifelt ja auch nicht an seiner Gesundheit, nur weil man gerade einen Schnupfen hat", so Ferchau.

Seine wichtigsten Grundregeln: Optimismus - das Glas ist halb voll. Realismus - wo befinde ich mich? Habe ich die nächsten Etappen vor Augen? Wie kann ich sie am besten bewältigen? Verbindlichkeit - Zusagen einhalten, auch wenn es schmerzt. Über Erfolg nicht frohlocken und über das Scheitern nicht jammern. Wie gesagt: "Nicht alles, aber vieles ist auch eine Frage des Glücks."

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(1 Beitrag), 
Kommentieren
Zunker
Ich habe den Eindruck, bei den Leiharbeitsfirmen und auch bei Ferchau arbeiten nur Dummköpfe, unfähige Leute. Dass sich solche Firmen am Markt halten können und auch einer der Firmenchefs auch noch Unternehmer des Jahres wird, ist ein Skandal. Ferchau hätte mal lieber bei seinen Mopeds bleiben sollen. zum Beitrag


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