CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Freiberufler

Arbeitsmarkt

Mit 50 ab zum alten Eisen?

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
von Gabriele Müller

Zweigleisig fahren

Heidrun Kleefeld, SAP: "Wir spüren noch keinen Handlungsdruck bezüglich Demografie."
Heidrun Kleefeld, SAP: "Wir spüren noch keinen Handlungsdruck bezüglich Demografie."
Heidrun Kleefeld, SAP: "Wir spüren noch keinen Handlungsdruck bezüglich Demografie."

Aus der Welt des unterfränkischen Mittelständlers in die Zentrale eines global tätigen Unternehmens - wie geht SAP, das in über fünfzig Ländern der Erde mehr als 43.000 Mitarbeiter beschäftigt, mit dem Problem Demografie um? "International gesehen liegt das Durchschnittsalter unserer Beschäftigten bei 37 Jahren und allein in der Walldorfer Zentrale arbeiten Menschen aus 78 Nationen", sagt Heidrun Kleefeld vom "HR Program Lead Demographics". Das mache deutlich, "dass Diversity bei uns groß geschrieben wird."

Handlungsdruck beim Thema Beschäftigung "älterer Mitarbeiter" sieht das Unternehmen derzeit nicht. Dennoch gehen die Walldorfer beide Wege: Es werden ebenso globale Talentpools genutzt und gezielt Absolventen rekrutiert wie erfahrene Mitarbeiter gesucht und gebunden.

"Wachstum, Profitabilität und Innovationsfähigkeit" heißt die Unternehmensdevise. Und um das zu erreichen, gibt es eine altersunabhängige, leistungsbezogene Vergütung, ein Gesundheits-Management, Sport- und Work-Life-Management-Kurse oder Krisen- und Konfliktberatung. "All diese Angebote appellieren auch an die Eigenverantwortung des Mitarbeiters, seine Gesundheit zu erhalten und für die eigene Beschäftigungsfähigkeit zu sorgen", sagt Heidrun Kleefeld.

Aber Flexibilität hat auch mit neuen beruflichen Erfahrungen und Herausforderungen zu tun. SAP plant derzeit ein Programm für Mitarbeiter ab 45 Jahren mit langjähriger Betriebszugehörigkeit, die für einen bestimmten Prozentsatz ihrer Arbeitszeit und einen bestimmten Zeitraum in einen anderen Funktionsbereich wechseln können. "Uns geht es darum, dass neue Erfahrungen gesammelt und ausgetauscht und so Flexibilität und Mobilität erhalten bleiben", sagt Kleefeld. Was die Zukunft bringen wird? "Wir wissen es nicht, denn es gibt in dieser jungen IT-Branche und in unserem Unternehmen bislang nur wenige Erfahrungen mit älteren Mitarbeitern."

(2 Beiträge), 
Kommentieren
Silverblogger
Vielleicht ist das ein guter Ansatz: http://www.openpr.de/news/224404/Neue-Perspektive-am-Arbeitsmarkt.html zum Beitrag

Stefan.Fitzer@web.de
In diesem Artikel werden viele salbungsvolle Worte von Personalmanagern geschrieben. Die Realität liegt jedoch weit davon entfernt! Ich gehöre zu dieser bewussten Altersgruppe, bin Diplom-Betriebswirt (FH) und habe 2002 meinen Abschluss als SAP-Consultant FI/CO gemacht. Bei den damaligen Bewerbungen wurde mir gesagt, dass man mich erst nehmen könne, wenn ich mindestens drei Jahre Berufserfahrungen habe. Pünktlich nach drei Jahren und auch heute noch melden sich diese Consulting- und anderen Firmen.... Wenn ich mich neu bewerbe, teilt man mir jedes Mal erstaunt mit, dass man mich nicht nehmen könne, da ich ja über keinerlei Erfahrungen verfüge. Das ist richtig, was SAP betrifft. Doch wie soll ich denn Erfahrungen sammeln, wenn man mir gar keine Chance dazu gibt... Eine Personalmangerin brachte es in einem Telefonat mal auch den Punkt: Ihre Klientel sucht Neueinsteiger bis 38 Jahre und Quereinsteiger bis maximal 45 Jahre. Und als Bewerber aus den neuen Bundesländern hat man schon gar keine Chance, weil man von vorn herein intellektuell abgestuft wird. Sicher ist dieses, nicht nur auf dem IT-Sektor vorherrschende Schubladendenken antiquiert, aber so ist die Realität und nicht bei weitem nicht so, wie es die betreffenden Verantwortlichen der Unternehmen in diesem Artikel weis machen wollen... Das ist komplett an der Realität vorbei und macht nur traurig... zum Beitrag


Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

JOB & KARRIERE: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Täglich Karriere-Tipps... Täglich Karriere-Tipps... gibt Steffen Weissbarth von Exasol noch bis 23. November.
weiter
Der große Gehaltsreport 2011 (Foto: Fotolia, Joachim Wendler) Der große Gehaltsreport 2011 1,8 Prozent mehr Gehalt für Führungskräfte, 2,3 Prozent mehr für Fachkräfte - so lautet ein Ergebnis der Vergütungsstudie von Personalmarkt und CW.
weiter
Die wichtigsten IT-Frauen (Foto: Deutsche Telekom) Die wichtigsten IT-Frauen IT ist reine Männerwirtschaft? Falsch! Wir stellen die wichtigsten IT-Frauen in Deutschland vor.
weiter
Ein Tag im Leben eines Entwicklers (Foto: Friedrich Schanda/Pentasys) Ein Tag im Leben eines Entwicklers Wir haben Günther Reisner vom Münchner Systemhaus Pentasys acht Stunden lang über die Schulter geschaut.
weiter
Die wichtigsten IT-Macher 2011 Die wichtigsten IT-Macher 2011 Hasso Plattner, August-Wilhelm Scheer und René Obermann führen das COMPUTERWOCHE-Ranking der 100 wichtigsten Persönlichkeiten in der deutschen ITK-Bra ...
weiter
MEHR ZUM THEMA JOB & KARRIERE
  • Top geklickt
Jobangebote
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps