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Arbeitsmarkt

Mit 50 ab zum alten Eisen?

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von Gabriele Müller

Alter ist kein Kriterium

Arbeitgeber sind dennoch bereit, die Situation differenziert zu beurteilen: "Jemand ist nicht mobiler oder flexibler, nur weil er älter oder jünger ist", kommentiert Angelika Wolf, Prokuristin und Leiterin Support Center bei der FIS ASP GmbH im unterfränkischen Grafenrheinfeld. "Flexibilität ist vor allem eine Frage der persönlichen Einstellung."

Wolf weiß, wovon sie redet, denn unter den 40 Spezialisten des Unternehmens, die hier SAP-Systeme am Laufen halten, sind sieben Kollegen, also rund 15 Prozent, über 50 Jahre alt. Und auch in der Mutterfirma, der FIS Informationssysteme und Consulting GmbH, sind ältere Mitarbeiter keine Ausnahme. Das mittelständische Unternehmen erweitert zwar derzeit seine Belegschaft, aber dabei ist das Alter kein Kriterium: Stellenanzeigen werden grundsätzlich altersneutral ausgeschrieben. "Bei uns gibt es einen fest in der Unternehmenskultur verankerten Gleichberechtigungsgrundsatz", ergänzt Bernhard Weimann, Senior Account Manager bei FIS ASP. "Das ist kein Lippenbekenntnis, sondern wird gelebt." Bewerber, die vorher arbeitslos waren, haben hier ebenso ihre Chance, wie die, die sich mit über 50 noch beruflich verändern wollen. "Bei uns zählen die fachliche Kompetenz und der menschliche Faktor", so Angelika Wolf. "Und da haben Ältere, vor allem beim Kunden, teilweise sogar einen Vorteil, weil sie aufgrund ihrer Lebenserfahrung eher akzeptiert werden."

Voraussetzung ist hier allerdings, dass der potenzielle Mitarbeiter seine Leistung und seinen Wert für das Unternehmen richtig einschätzt. "Wenn es zusammen passen soll, dann müssen immer beide Seiten flexibel sein, das Unternehmen und der Bewerber", betont Weimann. Bei der FIS ASP wird generell nicht altersbezogen, sondern leistungsabhängig vergütet und es gibt für Ältere zunächst befristete Arbeitsverträge. Vorurteile gegenüber Älteren wegen geringerer Belastbarkeit oder fehlender Lernbereitschaft? "Die können wir nicht bestätigen", sagt Prokuristin Wolf. Weiterbildung habe eine hohe Priorität und finde unabhängig vom Alter des Mitarbeiters statt. "Wir gehen nicht blauäugig, aber offen an das Thema der Beschäftigung Älterer heran", lautet ihr Fazit.

(2 Beiträge), 
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Silverblogger
Vielleicht ist das ein guter Ansatz: http://www.openpr.de/news/224404/Neue-Perspektive-am-Arbeitsmarkt.html zum Beitrag

Stefan.Fitzer@web.de
In diesem Artikel werden viele salbungsvolle Worte von Personalmanagern geschrieben. Die Realität liegt jedoch weit davon entfernt! Ich gehöre zu dieser bewussten Altersgruppe, bin Diplom-Betriebswirt (FH) und habe 2002 meinen Abschluss als SAP-Consultant FI/CO gemacht. Bei den damaligen Bewerbungen wurde mir gesagt, dass man mich erst nehmen könne, wenn ich mindestens drei Jahre Berufserfahrungen habe. Pünktlich nach drei Jahren und auch heute noch melden sich diese Consulting- und anderen Firmen.... Wenn ich mich neu bewerbe, teilt man mir jedes Mal erstaunt mit, dass man mich nicht nehmen könne, da ich ja über keinerlei Erfahrungen verfüge. Das ist richtig, was SAP betrifft. Doch wie soll ich denn Erfahrungen sammeln, wenn man mir gar keine Chance dazu gibt... Eine Personalmangerin brachte es in einem Telefonat mal auch den Punkt: Ihre Klientel sucht Neueinsteiger bis 38 Jahre und Quereinsteiger bis maximal 45 Jahre. Und als Bewerber aus den neuen Bundesländern hat man schon gar keine Chance, weil man von vorn herein intellektuell abgestuft wird. Sicher ist dieses, nicht nur auf dem IT-Sektor vorherrschende Schubladendenken antiquiert, aber so ist die Realität und nicht bei weitem nicht so, wie es die betreffenden Verantwortlichen der Unternehmen in diesem Artikel weis machen wollen... Das ist komplett an der Realität vorbei und macht nur traurig... zum Beitrag


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