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Managergehälter

Frauen verdienen deutlich weniger als Männer

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Wir leben zwar im 21. Jahrhundert, Frauen werden in Deutschland jedoch nach wie vor schlechter bezahlt als Männer. Das gilt auch für weibliche Führungskräfte.

Managerinnen in deutschen Unternehmen gehen im Schnitt mit 20 Prozent weniger Gehalt nach Hause als ihre männlichen Kollegen. Weibliche Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene verdienen durchschnittlich 13 Prozent weniger als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Management-Beratung Kienbaum zur Vergütung von Geschäftsführern und Leitenden Angestellten in Deutschland, die insgesamt 859 Unternehmen mit 5634 Positionen erfasst hat.

Zudem sind nur fünf Prozent der deutschen Geschäftsführungen mit Frauen besetzt, unter den Führungskräften der ersten und zweiten Ebene unterhalb der Geschäftsführung liegt die "Frauenquote" bei zehn Prozent. Dabei stellen Frauen rund die Hälfte aller Erwerbstätigen. (Siehe auch "Vom Nasenfaktor zum Frauenmalus".)

Potenziale werden verschenkt

"Trotz unzähliger Förderprogramme, Absichtserklärungen und Appelle der Politik dringen Frauen kaum in Top-Positionen vor. Diese Benachteiligung von Frauen bei Beförderungen und der Bezahlung sind in hohem Maße fahrlässig", sagt Christian Näser, Vergütungsexperte bei Kienbaum. Er bemängelt, dass damit große Potenziale - und das auch noch in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels - verschenkt würden. Näser rät: "Unternehmen, die langfristig erfolgreich sein möchten, sollten ihre Personalentwicklung auf die Förderung und angemessene Bezahlung von Frauen ausrichten."

Je nach Position variiert der Anteil weiblicher Führungskräfte erheblich: In der Personalentwicklung und im Verkaufsinnendienst sind Frauen mit rund einem Drittel am häufigsten vertreten. Auch in den Bereichen Rechnungswesen, Werbung und Marketing sowie Recht liegt der Anteil weiblicher Führungskräfte über dem Durchschnitt von zehn Prozent. In der Bilanzbuchhaltung sind es beispielsweise 31 Prozent, in Werbung und Öffentlichkeitsarbeit 22 Prozent und in der Leitung des Finanz- und Rechnungswesens gibt es 16 Prozent Frauen. Dagegen sind Frauen in technischen Funktionen so gut wie gar nicht vertreten.


(2 Beiträge), 
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Franklin08
"Trotz unzähliger Förderprogramme, Absichtserklärungen und Appelle der Politik dringen Frauen kaum in Top-Positionen vor," hat Christian Näser von Firma Kienbaum richtig erkannt. Doch anstatt sich zu fragen, ob das nicht vor allem an den Frauen selber liegt, an ihren Wertvorstellungen, an ihren Präferenzen bei Studien- und Berufswahl, kramt er die alte, längst widerlegte Mär von der Benachteiligung der Frauen hervor. Schaut man sich diverse Studien, Statistiken und Umfragen an, kann von einer Benachteiligung indes nicht die Rede sein. Beinahe die Hälfte aller arbeitenden Frauen in Deutschland (aber nur 15 Prozent der Männer) geht einer Teilzeitbeschäftigung nach. 83 Prozent aller Familien streben an, dass der Mann möglichst vollzeit und die Frau möglichst teilzeit arbeitet. Darüberhinaus soll sie sich dann stärker um Kinder und Haushalt kümmern. Die überwiegende Mehrheit der Frauen verzichtet demnach ganz bewusst auf einen Teil des Einkommens, um ihre Zeit für einen Zweck zu investieren, der ihr wichtiger ist. Hätten Frauen andere Präferenzen, würden sie also verstärkt IT-Jobs ausüben, Maschinenbau studieren oder ihr Leben der beruflichen Karriere widmen, niemand würde sie daran hindern. Natürlich kommt es in Einzelfällen zu Benachteiligungen oder prallen Frauen an "gläsernen Decken" ab; aber das passiert auch Männern. "Im Sommer 1999 befragten Emnid und das Trendbüro Hamburg im Auftrag der Zeitschrift &Freundin& 1700 Angehörige des weiblichen Geschlechts und kamen dabei zu dem Ergebnis, dass 60 Prozent von ihnen statt mit dem Chefsessel mit dem Ceranherd liebäugelten - freiwillig. Von einer &Verdrängung der Frau aus den Führungsetagen& oder &Wer sich nicht wehrt, landet am Herd& könne keine Rede sein", hieß es in der Zeitschrift QUIP im Juli 2003. Eine Vielzahl von Umfragen belegt genau dies: Karriere, Stress, Verantwortung, danach streben Frauen höchst selten. In der weit überwiegenden Zahl sind ihnen Familie und Kinder weit wichtiger - was auch vollkommen in Ordnung ist. Schaut man sich die Lieblingsberufe weiblicher Azubis (Friseuse, Verkäuferin, Bürokauffrau, Arzthelferin) und die Lieblings-Studienfächer von Studentinnen (Kunstgeschichte, Germanistik, Psychologie, Pädagogik) an, muss man sich zudem fragen, woher denn bitteschön der weibliche Nachwuchs für Führungsetagen kommen soll, wenn Frauen schon bei der Berufswahl soviel Wert legen auf wenig Anstrengung, auf Sicherheit, auf geringe Verdienstmöglichkeiten und wenig Stress. Diesen Fragen gar nicht erst nachzugehen und die Ursachenforschung bequem auf "Benachteiligung von Frauen" zu beschränken, das ist schon ziemlich armselig. zum Beitrag

Tante Hedwig
"Trotz unzähliger Förderprogramme, Absichtserklärungen und Appelle der Politik dringen Frauen kaum in Top-Positionen vor. " Hm, obwohl man so viel für die Frauen tut, sitzen so wenige in den Chefetagen. Vielleicht liegt´s ja an den Frauen selbst. Vielleicht wollen sie gar nicht? http://www.heise.de/resale/Frauen-in-Fuehrungspositionen-eine-Kolumne--/news/meldung/113970 zum Beitrag


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