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Arbeitsmarkt

Die Nachfrage nach SAP-Profis steigt weiter

05.10.2006
SAP-Experten bleiben gesucht, wenn sie bereit sind, sich ständig weiterzubilden und neueste IT-Trends für ihre Arbeit aufzugreifen. Das meint Armin Bender, Personalleiter der msg Systems AG und Geschäftsstellenleiter des Entwicklungszentrums Passau.

CW: Mehr als 300 der insgesamt 2000 Mitarbeiter Ihres Unternehmens sind im Entwicklungszentrum beschäftigt, unter anderem in der SAP-Produktentwicklung. Wie sehen die Aufgaben und Projekte aus? Was genau wird hier entwickelt?

BENDER: Im SAP-Umfeld gliedert sich unsere Arbeit im Wesentlichen in drei Bereiche: Zum einen entwickeln wir als "Development and Special Expertise Partner" gemeinsam mit SAP Produkte für die Versicherungsbranche. Darüber hinaus entstehen bei uns in Passau vor allem Erweiterungen zum jeweiligen Produktstandard. Außerdem programmieren wir eigene Anwendungsteile, Schnittstellen, Batch-Abläufe, Migrationswerkzeuge, Test-unterstützende Anwendungen und ReportingAnforderungen.

msg Systems ...

... ist Beratungs- und Entwicklungspartner von SAP. Das Unternehmen wurde 1980 in München gegründet und zählt mit seinen 2000 Mitarbeitern zu den zehn größten IT-Beratungs- und Systemintegrationshäusern in Deutschland. Eine wesentliche Rolle nimmt das SAP-Entwicklungszentrum in Passau ein. Mit spezialisierten Tochterunternehmen und Beteiligungen erweitert msg kontinuierlich sein Leistungsspektrum für die Branchen Automotive, Finanzdienstleistungen, Versicherungen und Gesundheitswesen. Das Unternehmen besitzt zahlreiche Niederlassungen in Deutschlands, Österreich, der Schweiz, Singapur und den USA.


CW: Ein SAP-Entwickler, der nicht direkt bei SAP arbeitet - wie muss man sich dessen Aufgabenspektrum vorstellen?

BENDER: Im Grunde genommen ist das Aufgabenspektrum ähnlich, nur die Produkte sind zum Teil unterschiedlich: Neben Standardmodulen, die wir gemeinsam mit SAP entwickeln, erhalten unsere Kunden von uns auch individuelle Anwendungen, bei denen uns unser detailliertes Branchen-Know-how zugute kommt. Aber unabhängig vom Arbeitsplatz haben die Aufgaben der Entwickler natürlich Gemeinsamkeiten: Das beginnt mit der Aufnahme der Anforderungen und der Fachspezifikation und geht über das Design und die Implementierung bis hin zum Integrationstest und zur Einführung. Dieses gesamte Spektrum muss ein Entwickler, egal wo er arbeitet, abdecken können.

CW: Sind bei Ihnen überwiegend Informatiker gefragt, oder benötigen Ihre Mitarbeiter vorrangig Prozess-Know-how und sollten also eher Betriebswirtschaftler mit Informatikkenntnissen sein?


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