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Arbeitsmarkt

IT-Jobs: Alle wollen zu SAP und Google



Richtig ist aber auch, dass Ex-Mitarbeiter in Blogs auf die Schattenseiten dieser Edelanstellung verweisen. Dass beispielsweise viele Mitarbeiter bis spät abends im Büro sind, dass sie ständig per Mail erreichbar sein müssen, dass von ihnen erwartet wird, abends zu Hause weiterzuarbeiten, oder dass die 20-Prozent-Regelung für die Kreativzeit in Wirklichkeit die Ausnahme sei.

IBM sucht in Second Life

IBM als Branchenprimus der IT-Industrie und seit Jahren im Ranking immer ganz vorne dabei, setzt auf solide und klassische Personalarbeit natürlich mit innovativen Akzenten, wie IBM-Personalgeschäftsführer Christoph Grandpierre betont. So habe sein Unternehmen ein Recruiting-Center in Second Life eingerichtet. Er gibt zu: "Auch wir als großes IT-Unternehmen müssen um die besten Köpfe kämpfen." Er biete dem Nachwuchs ein breites Praktikantenprogramm an und bilde in Zusammenarbeit mit den Berufsakademien IT-Spezialisten aus. Als Pluspunkte für seinen Arbeitgeber hebt er hervor, dass die Informatiker in internationalen Projekten arbeiten und von einer flexiblen Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsort profitieren können. Ein weiteres wichtiges Kriterium sei, dass die Bewerber "an der Entwicklung zukünftiger Technologien und an Lösungen für gesellschaftlich relevante Probleme mitarbeiten".

Christoph Grandpierre führt bei IBM ein zweites Leben.
Christoph Grandpierre führt bei IBM ein zweites Leben.

Als Beispiel nennt er die Entwicklung eines Tsunami-Frühwarnsystems, dann ein Forschungsprojekt mit der Universität Hohenheim zur lückenlosen Lebensmittelrückverfolgung oder Lösungen zu einem effizienteren Energie-Management. Grandpierre stellt vor allem Mitarbeiter in den Feldern Global Business Services, Software Services und Vertrieb ein. Dafür sucht er Kandidaten mit einem "breiten IT-Wissen und spezifischen Branchenkenntnissen, die vor Ort beim Kunden als IT-Architekt oder als Berater tätig sind". Darüber hinaus sind noch Stellen für Software- und Hardwareentwickler mit tiefem technischem Fachwissen wie ausgeprägten Java-Kenntnissen offen. Grandpierre fasst zusammen: "Wer Bewerber von seinem Unternehmen überzeugen will, muss verantwortungsvolle Tätigkeiten, gute Karriereprogramme und flexible Arbeitsmodelle bieten."



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