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Arbeitsmarkt

IT-Jobs: Alle wollen zu SAP und Google

06.09.2007
Deutschlands Informatiknachwuchs hat seine Lieblingsarbeitgeber gewählt: SAP belegt den ersten Platz vor Google und dem Vorjahressieger IBM. Siemens hat hingegen an Attraktivität eingebüßt.

SAP hat es endlich geschafft: Nachdem die Walldorfer vor zwei Jahren den dritten Platz belegten, im Vorjahr Zweiter wurden, haben sie nun endlich das Siegertreppchen erklommen. Zum neunten Mal hat das Berliner Trendence-Institut im Rahmen des "Absolventenbarometers" ermittelt, bei wem der deutsche Informatiknachwuchs arbeiten möchte. Europas größtes Softwarehaus zeichnet sich durch eine kontinuierliche und engagierte Personalarbeit aus, nach dem Motto: "Tue Gutes und rede darüber".

Personalvorstand Claus Heinrich ist sich nicht zu schade, immer wieder das Gespräch mit den Studenten zu suchen oder Vorträge an Hochschulen zu halten. Er selbst unterrichtet an der Universität in Mannheim. SAP tritt auf zahlreichen Campus-Rekrutierungsmessen auf, um sich dort vorzustellen. Was dem Image der Softwareschmiede außerdem hilft, ist ihr Erfolg, wie Trendence-Berater Oliver Viel hervorhebt.

Noch keine Entlassungen

SAP kann eine einmalige Erfolgsgeschichte vorweisen und wächst kontinuierlich. Auf einen Aspekt ist Vorstand Heinrich besonders stolz: "Wir haben in unserer 35-jährigen Firmengeschichte bisher noch niemanden in Deutschland aufgrund sinkender Umsatzzahlen entlassen." Zwar habe es vor einigen Jahren eine schwierige Phase gegeben, aber mit Hilfe von anderen Einsparungen ließen sich Entlassungen vermeiden. Der SAP-Manager weiter: "Das Unternehmen wünscht sich eine langfristige Zusammenarbeit, ein Entwickler braucht oft ein Jahr, bis er sich richtig eingearbeitet hat." Er sehe seine Mitarbeiter nicht nur als Ressource, die man "je nach gesamtwirtschaftlicher Lage hin und her schieben kann". Vertrauen sei ein wichtiger Grundwert im Unternehmen. "Das klingt jetzt zwar pathetisch, aber wir glauben daran, dass Mitarbeiter engagierter arbeiten, und wichtige Aspekte wie Entrepreneurship und Leidenschaft in ihrer täglichen Arbeit umsetzen, wenn sie wissen, dass es ein Arbeitsvertrag fürs Leben ist."



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