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Update: Bertelsmann-Tochter kauft fünf Callcenter der Telekom

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Im Zuge der Übernahme sollen Anfang Mai rund 1100 Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft Vivento Customer Services zur Arvato-Gruppe wechseln.

Wie die beiden Unternehmen bekannt gaben, gehen im Einzelnen die Vivento-Standorte Rostock, Neubrandenburg, Potsdam, Erfurt und Stuttgart an den Mediendienstleister des Bertelsmann-Konzerns, Arvato, über. Details zu dem Deal wurden nicht genannt. Die Deutsche Telekom erklärte lediglich, sie unterstütze den Betriebsübergang mit einer langfristigen Auftragszusage, um die Arbeitsplätze außerhalb des Konzerns zu sichern.

Wie das "Handelsblatt" im Vorfeld berichtet hatte, bietet Bertelsmann den Mitarbeitern, die von Vivento Customer Services zu Arvato wechseln, eine Beschäftigungsgarantie bis 2008. Sie müssten sich allerdings im Gegenzug auf niedrigere Gehälter einstellen. Genannt wird ein Mindestlohn von 25 000 Euro, der aufgrund des Preisdrucks in der Branche - zumindest in Ostdeutschland - schon als gutes Einkommen gilt.

Bereits im Dezember hatte der Bonner TK-Konzern seine Service-Center in Aachen, Dresden, Halle, Lübeck und Magdeburg verkauft. Per Betriebsübergang wechselten damals rund 650 Mitarbeiter zu Walter ComCare, einem Unternehmen der Walter Services. Anfang April gehen auch die Standorte Cottbus und Suhl, bisher für Auftragsleistungen der Deutschen Telekom tätig, mit rund 400 Mitarbeitern an Walter ComCare über. In beiden Fällen gab die Telekom eine fünfjährige Auftragsgarantie.

Mit dem Verkauf von Callcentern kommt die Telekom ihrem Ziel einen Schritt näher, bis Ende kommenden Jahres ohne betriebsbedingte Kündigungen 32.000 Stellen abzubauen, um die Kosten zu senken. Allein bei der Telekom-Beschäftigungsgesellschaft Vivento sollen 7000 Stellen wegfallen.

Die Gewerkschaften stemmen sich gegen die Auslagerungsstrategie des TK-Riesen. Die Telekom komme im Service nicht mehr nach, schimpfte unlängst Verdi-Vorstandsmitglied und Telekom-Aufsichtsrat Lothar Schröder und forderte einen Stopp des Personalabbauprogrammes. Der neue Festnetzchef Timotheus Höttges sieht indes in den Auslagerungen keinen Widerspruch zu der neu heraufbeschworenen Servicekultur. Man wolle sich vielmehr auf die Kernaufgaben konzentrieren, erklärte Höttges unlängst auf einer Veranstaltung. (mb)


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